Hier gibt es Fair-Fashion in Stuttgart

Nachhaltigkeit und fair gehandelte Ware werden in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Passend zum World Fair Trade Day haben wir unsere Liste mit Labels und Shops aktualisiert, die sich „Fair Fashion“ auf die Fahnen beziehungsweise Stoffbahnen geschrieben haben.

Stuttgart – Am 12. Mai ist World Fair Trade Day. Ein Tag, der auf faire Bedingungen im globalen Handel aufmerksam machen möchte und uns dazu anregen soll, beim Kauf von Produkten mehr auf die Aspekte Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen zu achten. Gerade in der Modebranche wird das Thema Fair Trade immer wichtiger. Erst kürzlich hat die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) das Projekt „Future Fashion“ ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für nachhaltige Mode zu stärken.

In Stuttgart geht es immer fairer zur Sache

Modemäßig wird Stuttgart immer fairer – ob Shops, die sich auf fairgehandelte Bio-Ware fokussieren und local Heroes unterstützen oder Designer und Labels, bei denen die Produktionswege transparent und nachvollziehbar sind. Im Städtle muss man all das – schon ein ganzes Weilchen – nicht mehr missen. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein haben schon lange nichts mehr mit der öden Öko-Ecke zu tun und werden immer beliebter und präsenter. Auf verschiedenen Wegen wird versucht, diese auch ohne große Umwege erlebbar zu machen. Uns Stadtkindern war es deshalb ein Anliegen – auch weil wir Mode und Accessoires lieben – eine Liste mit all den Labels und Shops zusammenzustellen, bei denen Mode mehr als fair ist.

Kipepeo

Der Stuttgarter Martin Kluck in Arusha, Tansania. Er trägt ein Shirt seines Labels Kipepeo. Martin, der in Stuttgart-Ost lebt, hat sich die fairgehandelten Bio-Textilien mit Kinderzeichnungen zur Lebensaufgabe gemacht. Mehr Infos unter: www.kipepeo-clothing.com. (Foto: Kipepeo)

Corinna Houidi

Jung-Designerin Corinna Houidi brennt für rebellische Haute-Couture-Mode. Ihre extravaganten Teile, unter anderem außergewöhnliche Kapuzen, verkauft sie im Shop Geschwisterliebe (Breite Str. 4) und im Abseits (Kleiner Schloßplatz 13/15) oder online auf: www.maisoncorinnahouidi.com. (Foto: Tanja Simoncev)

Tolu & Hiklac

Apropos Geschwisterliebe, die Boutique in der Breite Str. 4 produziert seit einem Jahr die eigene Kollektion „Tolu & Hiklac „. Die Unisex-Teile sind im Shop und online verfügbar und werden in der Region hergestellt. Öffnungszeiten: Mo-Fr: 12-20 Uhr, Sa: 12-19 Uhr. Mehr Infos unter: www.geschwisterliebeshop.de. (Foto: Tanja Simoncev)

Temporary Wardrobe

„Mieten statt kaufen“ lautet das Konzept von Temporary Wardrobe (Mittelstr. 19), das von den Stylistinnen Nora Erdle (Bild) und Jeanna Krickle ins Leben gerufen wurde. Montags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr können Kunden die Kleidung im Showroom anprobieren, der Verleih ist deutschlandweit auch über www.temporarywardrobe.com möglich. Seit einer Weile verkauft Nora Erdle dort auch Kaftan-Kleider ihres Labels Omonia (Bild), mehr Infos gibt’s auf Instagram @omoniaofficial. (Foto: Tanja Simoncev)

Velvet Sock’s by Simone Wild

Velvet Sock’s: 2016 launchte Simone Wild das bunte Accessoire. Sie hatte einen vielseitigen Strumpf kreiert, der nicht nur bequem ist, sondern auch elegant aussieht. ​Auf www.simonewild.com gibt es mehr Infos, zu kaufen gibt es die coolen Samt-Teile im Temporary Wardrobe (Mittelstr. 19), The Local House Shop (Fluxus, Rotebühlpl. 20), Ave (Sophienstr. 32) und seit kurzem auch im experimentellen Concept-Store Imperia (Tübinger Str. 22). (Foto: Tanja Simoncev)

Atelier Editru

Im Werk.Raum.18 in der Vogelsangstr. 57 arbeiten drei Powerfrauen unter einem Dach. Immer wieder veranstalten sie einen Tag der offenen Ateliers, wo man ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen kann. Da wäre zum Beispiel das Atelier Editru. Die Schneidermeisterin Sarah Wendler (links) hat sich auf Strick- und Garnfärbung spezialisiert und bietet liebevoll kreierte Einzelteile an. Mehr Infos unter www.editru.de. (Foto: Tanja Simoncev)

Kvinna

Dort arbeitet auch Anna Loges (Bild), die sich mit ihrem Taschen-Label Kvinna längst einen Namen gemacht hat. Hochwertig verarbeitetes Leder trifft auf moderne Farben und Formen. Die besonderen Bags gibt es auch in der Vogelsangstr. 57 zu kaufen, genauso wie im The Local House Shop (Fluxus – Temporary Concept Mall, Rotebühlpl. 20). Mehr Infos unter www.kvinna-bags.com. (Foto: Ina Schäfer)

Anomos

Hinter „Anomos“ steckt Andy Nosa Moses mit seinem jungen Modelabel. Seine eigentliche Idee war, T-Shirts mit seinen Zeichnungen zu bedrucken. „Anomos bedeutet auf griechisch selbstbestimmt“, erklärt Moses. „Das passt perfekt, weil ich nur machen will, was ich mag und mich nicht von Trends lenken lasse.“ Nachhaltigkeit spielt für den Vintage-Fan dabei eine wichtige Rolle. Mehr Infos unter www.anomos-fashion.de und Facebook www.facebook.com/anomosdesign. (Foto: Tanja Simoncev)

Wiederbelebt

Oguzhan Deniz und Sarah Kürten haben das Label „Wiederbelebt“ gegründet. In ihrem Ladenatelier (Esslinger Str. 14) entwerfen sie aus Stoffresten neue Kollektionen. Öffnungszeiten: Mo-Do: 10-19 Uhr, Fr-Sa: 10-20 Uhr. Mehr Infos unter www.wiederbelebt.de. (Foto: Ina Schäfer)

Kaufhaus Mitte

Mindestens genauso liebevoll ausgewählt ist das Sortiment im Kaufhaus Mitte in den Königsbau-Passagen am Schlossplatz. Fashion, Design, Lifestyle, Accessoires auf 650 Quadratmetern – mit wechselndem Sortiment, entgegen dem Mainstream. Öffnungszeiten: Mo-Sa: 10-20 Uhr, www.kaufhausmitte.com. (Foto: Facebook Kaufhaus Mitte)

Glore

Ein weiterer Shop, der nicht unerwähnt bleiben darf, ist Glore in der Eberhardstr. 10. „Wir bieten ein buntes Sortiment an fair und ökologisch produzierter Kleidung von Armedangels, KnowledgeCotton Apparel, Nudie Jeans, Veja, Lanius, Kuyichi, ThokkThokk, LovJoi, Kings of Indigo und anderen tollen Marken.“ Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11-19.30, Sa: 11-19 Uhr. Mehr Infos unter www.glore.de. (Foto: Facebook Glore)

Eyd-Clothing

Nathalie Schaller legt auf drei Dinge besonderen Wert: Ihre Kleidung soll bio, fair und im besten Fall auch humanitär hergestellt sein. Aus ihrem Label Glimpse, das sie mit Partnern gründete, wurde das Label Eyd. Seit 1. Oktober 2017 ist die neue Plattform www.eyd-clothing.com online. Die Modelinie sei nun „minimalistischer, cooler und geradliniger“. Weiterhin werden damit ehemalige Zwangsprostituierte in Indien unterstützt. Im Glore und im Greenality (Fürstenstr. 5) können die Stücke auch erworben werden. (Foto: Ina Schäfer)

Schlechtmensch

Bei Schlechtmensch gibt es absolut nachweisbare Fairtrade-Mode in Bioqualität.​ Der Laden ist in Stuttgart-Mitte (Neckarstr. 86), U-Bahn-Halt Neckartor: direkt oben am Aufzug. Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11-19 Uhr, Sa: 10-13 Uhr. Mehr Infos auf: www.schlechtmensch.de. (Foto: Facebook Schlechtmensch)

Greenality

Greenality wählt die Marken, die im Stuttgarter Store (Fürstenstr. 5) angeboten werden, nach den Prinzipien der fairen und nachhaltigen Produktion aus und bietet eine große Auswahl: Armedangels, Bleed, Braintree, Knowledge Cotton Apparel, Kerbholz, Kings of Indigo, Lanius, People Tree, Veja und viele weitere Fair-Fashion-Marken. Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11-19.30, Sa: 10-19 Uhr. Mehr Infos unter www.greenality.de. (Foto: Facebook Greenality)

Lovjoi

Lovjoi wurde nun schon mehrfach genannt. Das Label ist aus der Region und zwar Riedlingen an der Donau. Dort werden zwei Kollektionen im Jahr entwickelt – fair hergestellt in Süddeutschland. „Wir verarbeiten ausschließlich ökologisch hergestelltes Material. Viele unserer Stoffe werden auf der Schwäbischen Alb produziert. Wir achten auf Transparenz und kurze Transportwege.“ Lovjoi-Stücke sind auch im Glore und im Greenality erhältlich. Mehr Infos auf www.lovjoi.com. (Foto: Facebook Lovjoi)

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