„Willst du mit mir wählen gehen?“: Ein Wahlantrag für die EU

In Deutschland findet am 26. Mai die Europawahl statt. Bei der letzten EU-Wahl war die Wahlbeteiligung erschreckend niedrig. Die Initiative „Kleiner Fünf“ will nun mit der Kampagne #proposals4eu dagegenwirken.

Stuttgart – Die EU-Wahlen stehen an. Am 26. Mai werden in Deutschland 96 Abgeordnete für das europäische Parlament in Brüssel gewählt. Das Interesse an den anstehenden Wahlen ist erschreckend gering: In einer Umfrage gaben 51% der Befragten an, wenig oder gar kein Interesse an den EU-Wahlen 2019 zu haben. Diese fehlende Begeisterung zeigte sich auch bei der letzten EU-Wahl im Jahr 2014. Dort lag die Wahlbeteiligung in Deutschland bei circa 48%. Die Initiative „Kleiner Fünf“ des Vereins „Tadel verpflichtet“ möchte das mit einer kreativen Aktion nun ändern: Dem Wahlantrag.

„Willst du mit mir wählen gehen?“

Die Aktion ist ganz einfach. Als erstes wird selbstverständlich ein Ring benötigt. Diesen kann man sich hier ausdrucken und falten. Nun nur noch eine Person für den Antrag auswählen und sie fragen: „Willst du mit mir wählen gehen?“ Romantischer als jeder Heiratsantrag, oder? Unter dem Hashtag #proposals4europe kann man ein Foto oder Video des Antrags in den Sozialen Medien teilen und damit noch mehr Menschen motivieren, bei der Aktion mitzumachen.

Die Europawahl ist so wichtig wie nie zuvor

Die Initiative „Kleiner Fünf“ von „Tadel verpflichtet“, die diese Kampagne initiiert hat, möchte sich damit für Demokratie und gegen Rechtspopulismus einsetzen. „Der Wahlantrag ist ein interaktiver Aufhänger, Demokratie zu erleben und über Politik zu sprechen. Das lässt sich über Social Media ebenso gut verbreiten wie in alltäglichen Gesprächen vertiefen – über Parteigrenzen hinweg“, schreibt „Kleiner Fünf“ auf ihrer Website.

Die anstehenden Wahlen sind von immenser Bedeutung. Denn rechtspopulistische Parteien wie beispielsweise die österreichische FPÖ, die italienische Lega Nord oder die niederländische Freiheitspartei stellen eine große Gefahr für eine tolerante und offene europäische Union dar.

Es ist ein Privileg, wählen zu dürfen und sehr wichtig, dieses auch wahrzunehmen. Wer sich nicht genug informiert fühlt, kann dies zum Beispiel auf der Internetseite europawahl.eu tun. Dort wird alles, was man zur Europawahl wissen muss, verständlich erklärt. Und auch in den Sozialen Medien kommt das Thema nicht zu kurz. Auf Instagram berichtet @eu.for.you über europäische Themen und die Wahl.

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