Wein-Kolumne: Nicht nichtssagender Wein – unfiltriert, frei raus, ehrlich!

Ab sofort wird Wein-Enthusiast Axel Aßfalg regelmäßig unregelmäßig eine Kolumne für uns verfassen – gespickt mit filtriertem Wein-Wissen, jeder Menge Tipps und Tricks und der nötigen Portion Sarkasmus. Lasst euch drauf ein, denn diese Kolumne geht runter wie…ihr wisst schon!?

Stuttgart – Wie es ist, eine Wein-Kolumne zu starten? Eigentlich geil – oder auch nicht!? Wein ist eben so eine Sache. Mit diesem Thema vergrault man auch schnell mal die Leserschaft. Und genau deshalb bin ich mir noch nicht ganz so sicher, wo die Reise hinführen wird. Um es gleich mal vorwegzunehmen: Wein kann eben auch unkompliziert sein. Der Großteil der Leserschaft ab 16 Jahren gönnt sich doch ab und an mal ein Glas vergorenen Rebensaft: Gutes Wetter, Sonnenschein, ein bisschen in der Stadt schlendern, zwischendurch eine Weinschorle und auf den Abend hin ein Glas Weiß oder Rot. Beschtes Leben!

Wein – Kopfweh, Kater und Konsum

Aber was hat man da eigentlich im Glas, wo kommt der Wein denn her und warum hat man am nächsten Tag Kopfweh? Eine Antwort vorweg: Die Sache mit dem Kopfweh kann ich nicht beantworten, sonst hätte ich wohl ausgesorgt. Leider beherberge auch ich gerne mal am nächsten Morgen eine ganze Horde von Katern und habe keine Ahnung, wo diese hergekommen sind.

Nichtsdestotrotz kann man sich beim Weinkonsum schon mal die Frage stellen, was man da so in sich hineinschüttet?

Zum einen lernt man dann, was einem schmeckt, man trinkt bewusster und hat auch teilweise Gewissheit darüber, wer für den Wein verantwortlich ist. Und dabei muss man nicht gleich mit französischen Fachwörtern im schicken italienischen Restaurant um sich werfen.

Zu allererst gilt bei Wein: Schmecken muss er!

Wer mit dieser Erkenntnis schon den ein oder anderen leckeren Wein getrunken hat, der hat es eigentlich schon geschafft. Naja fast, denn die Bratwurst aus der Großschlachterei kann schon auch ganz lecker sein. Vor allem wenn man sie in billiger Grillsauce ertränkt. Achtung, Sarkasmus!

Das Naturprodukt bedeutet verdammt viel Arbeit

Wein kann eben doch viel mehr als nur „Flasche auf, rein in den Kopf“. Das Naturprodukt Wein ist ein langwieriger Prozess. Er zieht sich durch ein ganzes Jahr und wiederholt sich fortlaufend. Die Weinrebe ist eine Pflanze, die dem Winzer viel abverlangt. Da ist es schnell mal dahin mit der klassischen Weinbergromantik. Wein bedeutet verdammt viel Arbeit, Hingabe und Schweiß. Am Ende muss man die Arbeit anerkennen und im besten Falle auch schmecken können.

Dazu muss man sich ein wenig mit Wein beschäftigen. Man muss ja nicht gleich zum Weinfreak mutieren, aber ein klein wenig Hintergrundwissen kann nicht schaden. Wenn man das Schwein, aus dem später mal die Wurst gemacht wird, vorher auf dem schnuckligen Biohof besucht hat, dann möchte man nie wieder eine andere Wurst essen. Achtung, kein Sarkasmus!

Bester Wein in und rund um Stuttgart

Ich kann jetzt nicht sagen, wo der nächste Schweine-Streichelzoo ist, aber ich kann euch verraten, wo ihr in und um Stuttgart viele gute Weine herbekommt, und das auch noch zu guten Preisen. Und meistens wachsen diese Reben auch noch in oder um die Stadt Stuttgart herum.

Viele Weingüter kann man direkt besuchen, bei manchen kann man mit der U-Bahn oder dem Bus vor die Haustüre fahren, andere lassen sich durch eine schöne Wanderung oder eine knackige Radtour besuchen.

Vielleicht kann man vor Ort auch ein paar Winzer streicheln, aber das müsst ihr dann selbst herausfinden.

Sehr gerne würde ich euch in den folgenden Ausgaben meiner Wein-Kolumne den Wein rhetorisch etwas näherbringen. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass ich euch nicht nur hochgestochenes Weinwissen um die Ohren schlage, sondern euch in einer einfachen Art und Weise darlege, dass Wein eben etwas mehr wert ist als 1,29 Euro, ganz unten im Regal. Ich selbst bin kein ausgebildeter Sommelier und habe nach dem Masterstudium der Agrarwissenschaften die Ausbildung zum Winzer nur teilweise absolviert. Dafür habe ich seit mehr als fünf Jahren mit Wein zu tun, war Restaurantleiter in einem Stuttgarter Sternerestaurant, habe einen eigenen, kleinen Trollinger-Weinberg direkt am Neckar und zusätzlich den Weinhandel Orange Originals gegründet. (Mehr über Axel lest ihr hier >>>)

Aufgrund der vielseitigen Erfahrung kann ich schon ein paar wahrhafte Worte über Wein, dessen An- und Ausbau, über Geschmack und Inhaltsstoffe raushauen. Sollte mich jemand eines Besseren belehren, dann bin ich sehr gerne offen dafür. Man lernt ja bekanntlich nie aus. Ich bin mir sicher, dass hier jeder mal über den ein oder anderen interessanten Beitrag stolpern wird. In diesem Sinne kann ich nur noch sagen: Zum Wohl!

Der nächste Beitrag: Instagram Fragerunde  – Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten!

Fotos: Tanja Simoncev

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