Wein-Kolumne: Eure Fragen – Axels Antworten

Yay, die Wein-Kolumne geht in die zweite Runde und Wein-Enthusiast Axel Aßfalg damit auf all eure Fragen ein, die ihr uns auf Instagram gestellt habt. Wo es den besten Wein in Stuttgart gibt? Der Rebsorten-Experte weiß Rat…

Stuttgart – Es ist schon verrückt, dass Wein so viele Fragen aufwerfen kann. Und dabei heißt es doch, dass in genau diesem besagten Getränk die Wahrheit liegen soll. Und eigentlich ist es ja auch überhaupt keine Zauberei. Wein wird aus Trauben hergestellt, das war’s! Da ist ja sogar Bier komplizierter. Und eigentlich sogar Apfelsaftschorle. Nichtsdestotrotz gibt es sehr viele Fragen, die mir gestellt wurden. An dieser Stelle sei gedankt und gesagt, dass ich jederzeit offen für neue Fragen bin. Ich werde nun aber nicht auf jede Frage einzeln eingehen, sondern die Fragen bündeln und als Grundlage für die nächsten Kolumnen nehmen. Dann habe ich einen Rahmen und weiß, wo die Reise hingehen soll. Die Reihenfolge der einzelnen Kolumnen möchte ich noch nicht festlegen – kommt Zeit, kommt Kreativität!

Stuttgart-Remstal Hoodcheck Teil 1: Was, wo und wieviel Wein gibt es in den Straßen von Stuttgart?

Bei diesem Thema kamen die meisten Fragen auf. Wo gibt es in Stuttgart den besten Wein? Wo kann ich guten, regionalen Wein kaufen? Auch interessant war die Frage nach der schwäbischen Alternative zum spanischen Rioja. Und ich gebe mein Bestes, um herauszufinden, wo es hier guten, alkoholfreien Wein gibt – obwohl das schwierig wird…

Da ist mir die Frage nach den besten Weißweinen aus der Region schon lieber. Da die Fragen aber auch so zahlreich waren, wird es beim Stuttgart-Remstal Hoodcheck wohl mehrere Teile geben. Stuttgart-Remstal ist dabei die untergeordnete Weinregion in Württemberg, die wiederum eigenständig in Deutschland ist. Das nur mal so als klugen Fakt! Eigentlich heißt es ja auch Remstal-Stuttgart.

Analyse des Weins – Wein kann nach Pferdearsch riechen und nach Feuerstein schmecken!

Was macht Wein zu einem guten Tropfen und wie kann ich diesen erkennen? Wie kann man mehr über die vielen Aromen lernen? Weiterführend kann ich da dann die Frage nach der Relation zwischen Sorte, Preis und Herkunft beantworten. Das Thema kann verdammt kompliziert sein, man kann es aber auch so beantworten, dass ihr danach wisst, welchen Wein ihr zum nächsten Date mitbringen müsst.

Ein Tipp vorweg: Das erste Date sollte immer nahe der eigenen Haustüre stattfinden. Dann ist man schnell daheim, wenn es schlecht läuft. Und man ist auch schnell daheim, wenn es gut läuft! Gut, dass wir weintechnisch auch vor der Haustüre bleiben.

Rebsorten-Überblick: Was sollte man hier in der Region literweise in sich reinschütten?

Welche Rebsorten schmecken wie? Welche sind eher fruchtig? Und wie macht man daraus Wein in den Farben weiß, rot und rosé? Diesen Fragen füge ich gerne noch ein paar eigene dazu:

  • Warum mag eigentlich keiner mehr Trollinger?
  • Warum mögen eigentlich so viele Trollinger?
  • Und wieso ist der Begriff Hauswein eigentlich nur auf Italienisch gut?
  • Keine Sorge, es wird keine Homage an den Trollinger. Oder etwa doch?
    Und was sagen Riesling und Lemberger eigentlich dazu?
  • Muss man dabei aufpassen, dass man beim abendlichen Spaziergang am Pragsattel nicht den Sauvignon Blanc im Vorbeilaufen mit einem „Buona Sera“ grüßt?

Ich sollte das Fragen stellen wohl lieber dem Leser überlassen…

Nur Schwefel, schön wär’s – eine Aufstellung an Mitteln im Wein, die eigentlich keiner braucht!

Warum sind Sulfite im Wein und was macht einen Wein eigentlich vegan? Ich glaube, diese zwei Fragen hat sich fast jeder Weintrinker schon mal gestellt. Es wäre jetzt zu langweilig, wenn ich bei dem Thema erzähle, dass man Wein mit Erbsenprotein vegan hinbekommt und auch Naturwein natürlicherweise eine kleine Spur Schwefel enthält. Da wäre das Thema schnell gegessen.

Um es etwas spannender zu machen, gibt es einen kleinen Einblick in die Welt der Zusatzstoffe. Manche davon sind ganz nützlich und andere wohl eher sinnlos. Und ja, deklarieren muss man dabei nur die Sulfite, also den Schwefel. Die anderen Stoffe sind im fertigen Wein quasi nicht mehr enthalten. Zumindest sagt das Weingesetz das.

Orange Originals Hausberg – 1500 neue Freunde!

Seit neuestem kann ich mich selber als Winzer bezeichnen. Am Neckar, in der Lage Cannstatter Zuckerle habe ich einen kleinen Weinberg gepachtet. Dort gedeiht seit mehr als 40 Jahren die schwäbische Schlotzerle-Rebsorte Trollinger. Der Weinberg hat nur 1500 Quadratmeter und eben fast genau so viele Reben. Arbeit macht er aber genug. Reben schneiden, Reben biegen und anbinden, Laubarbeiten, Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung und vieles mehr. Auf was dabei zu achten ist und warum selbst eingelegte Weinblätter und Adana-Kebab vom Grill eine wichtige Rolle im Weinberg spielen, lest ihr bald in der Wein-Kolumne!

Luftqualität in Stuttgart: Feinstaub ist noch lange kein Smog!

Ganz zum Schluss muss ich mich dann noch dem Thema widmen, mit dem sich auch nicht weintrinkende Stuttgarter häufig auseinandersetzen. Stuttgart und sein Feinstaubproblem! Auch wenn es den Feinstaubalarm offiziell nicht mehr gibt, sind auf Stuttgarts Straßen zu viele Autos unterwegs. Eine wissenschaftliche Abhandlung darüber, ob der Feinstaub und die Abgase den Wein negativ beeinflussen, gibt es leider nicht. Ich werde aber als studierter Agrarwissenschaftler mal versuchen, ein paar wichtige Fakten zu sammeln und darzulegen.

Wie ihr also gelesen habt, werden in den nächsten Wochen ein paar interessante Beiträge folgen. Wenn mir danach ist, schiebe ich vielleicht auch noch ein anderes Thema dazwischen oder lasse mich spontan von einem Winzer zum Umtrunk einladen. Aber ich denke, dass ich so nach und nach immer mehr Fragen über Wein aus der Welt beziehungsweise aus Stuttgart schaffen und die Leserschaft mehr und mehr zu einer kleinen Meute an Weinverrückten machen kann.

Mehr über Axel und die Wein-Kolumne erfahrt ihr hier >>>

Foto: Tanja Simoncev

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