We all came out of a pussy-Festival geht in die zweite Runde

Nach der ersten Kick-off-Veranstaltung 2017 startet „We all came out of a pussy“ im Theater Rampe nun in die zweite Runde. Ins Leben gerufen vom FF∗GZ soll unter anderem Aufklärungsarbeit zu Kunst, Kultur, Politik und Gesundheit im feministischen Kontext geleistet werden.

Stuttgart – Das FFGZ – Feministisches Frauen Gesundheitszentrum Stuttgart e.V ist seit 1986 ein Frauen-Selbsthilfeprojekt. Mit einer neuen Bewegung sorgt die dritte Generationen jetzt für frischen Wind – und zwar mit einem Sternchen: FF∗GZ. Die Frauen im Alter von 25 bis 35 Jahren wollen den Frauenbegriff damit erweiterten. Für eine Gesellschaft, die Körper, Liebe und Sex ohne Zuschreibungen lebt. Am Samstag stellen sie genau diese Philosophie mit Vorträgen, Workshops, Ausstellungen, Musik und Performances auf dem eintägigen Festival We all came out of a pussy im Theater Rampe vor.

Ein junges Team für mehr feministisches Engagement in Stuttgart

„Unsere Organisationsstruktur ist sehr jung und autonom. Wir probieren viel aus, sind aber auch noch in der Findungsphase“, so Heide Fischer, eine der Hauptorganisatoren des We all come out of a pussy-Festivals. Die Teammitglieder kommen aus den verschiedensten Bereichen. „Viele sind im kulturellen oder sozialen Bereich tätig und wollen sich gerne politisch engagieren und ausprobieren.“

Eines ihrer Projekte ist der Tender-Tuesday. Die regelmäßig stattfindende Dienstags-Veranstaltung ist als Art feministischer Diskussionsraum für aktuelle gesellschaftliche Themen gedacht – vom Geschlechterkampf in der Kunst über Prostitution in Stuttgart bis hin zum Female Pleasure. Angelehnt an diese Treffen wird es auch einen eigenen Raum am Samstag auf dem Festival geben.

Wichtig ist es den Macherinnen sowohl Frauen als auch Männer anzusprechen: „Jedes Mal kommen neue Menschen dazu und manchmal ist sogar ein Mann dabei. Das freut uns, denn wir richten uns nicht nur an Frauen.“

Auch am Samstag hofft das FF∗GZ auf den ein oder anderen männlichen Besucher und generell auf neue Gesichter, die Bock haben, Teil der jungen Truppe zu werden: „Wir werden einen Infostand haben für Interessierte, die sich engagieren wollen. Vor Ort kann man sich dann anmelden und Mitglied werden.“

Ziel sei es, als Verein nahbar zu sein und auf das eigene Engagement aufmerksam zu machen.

Festival: We all came out of a pussy

Um 12 Uhr startet das Festival am Samstag im Theater Rampe im Stuttgarter Süden. Die verschiedenen Programm-Slots mit Vorträgen im Theatersaal, Tender Time auf der Probebühne und Performances laufen bis 21 Uhr.

Ab 22 Uhr ist dann Party angesagt – mit Indie, Electro und Disco von den Fisimatenten, Leirum und Amy.G.Dala.

„In einem eintägigen Festival verhandeln wir Zuschreibungen über Gesundheit und Körper neu und stellen die binäre Geschlechterordnung in Frage. Wir wollen aufklären und uns aufklären lassen“, heißt es im Flyer der Veranstaltung.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch erwünscht. Außerdem ist das FF*GZ immer auf der Suche nach Fördermitgliedern.

We all came out of a pussy
Theater Rampe, Filderstr. 47, 70180 Stuttgart, Germany

Tagsüber: Eintritt frei, Spenden erwünscht
Nachts: 5 Euro

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