Was trägt Stuttgart? Rabia mag Maske!

Maske muss! Das ist schließlich das Markenzeichen von Rabia Cimen beziehungsweise ihrem Label CI W EN. Wir haben die coole Jungdesignerin zum Stylecheck getroffen.

Stuttgart – Das mit der Mode, das musste so kommen. Denn schon Rabias Eltern hatten ein eigenes Modelabel. „Ich bin in den Ateliers, in denen sie designten, aufgewachsen“, erinnert sich die toughe Blondine. Trotzdem habe sie lange nicht gewusst, was sie eigentlich mal machen wolle. „Ich mochte es zu zeichnen und die Mode mochte ich auch, aber erst sechs Monate bei einer Schneiderei weckten den Wunsch zu designen“, berichtet sie. Dann ging es auf die Modeschule in Pforzheim, doch erst das Auslandssemester in London brachte die Erleuchtung. „Dort hole ich mir auch heute noch durch regelmäßige Reisen meine ganze Inspiration und Motivation“. Im Kessel seien die Möglichkeiten auch in Sachen Mode begrenzt.

Extravagant, aber nicht überdreht

Neue Türen öffnete ihr aber Frank Zentler von und mit der Geschwisterliebe. Schnell sei die Rede von einer eigenen Kollektion gewesen. Und so entstand vor zwei Jahren das hauseigene Label Tolu & Hiklac. „Was die Schnitte angeht eigentlich genau das Gegenteil von dem, was ich mache“, findet die Jungdesignerin. Aber so habe sie eben auch gelernt, wie es ist, ready-to-wear Mode zu machen. „Eine extrem gute Erfahrung.“

Mit CI W EN ist das anders, damit will sich Rabia in erster Linie ausleben. Geld zu verdienen sei für sie zweitrangig. „Aber natürlich macht es keinen Sinn, gar nichts dafür zu bekommen, denn dann kann man nicht weitermachen.“ Im eigenen Stil lebe sie das aber weniger aus. „Es darf schon extravagant sein, aber gerade auch in Stuttgart nicht überdreht. Ich habe schon Lust, aber das vergeht hier immer mit der Zeit. Viele denken ja auch, dass ich immer maskiert durch die Gegend laufe“, berichtet sie lachend.

Das verrät Rabias Stylecheck:

Die Vintage-Felljacke ist aus der Geschwisterliebe (Breite Straße 4). „Weil ich Vintage-Ware liebe und somit die einzige bin, die diese Jacke besitzt!“, freut sich Rabia.

Die Hose ist von Levis, ebenfalls aus der Geschwisterliebe.

Den Rollkragenpullover hat sich die Stuttgarterin in London gekauft, er sei zweckmäßig für das regnerische Wetter. „Mode sollte auch seine Funktion erfüllen.“

Die Schuhe sind aus dem Urban Outfitters (Das Gerber, Tübinger Straße 22). „Der einzige Laden in Stuttgart, in dem ich Plateau-Sneaker kaufen konnte, die ohne großes Labeling versehen sind und die ich nicht im Internet bestellen musste. „Es ist wichtig in Stores und vor allem lokal einzukaufen.“

Ketten und Schmuck stammen aus Rabias Research-Reisen durch Ägypten, Marokko, London und diversen Citytrips. „Diese sind im Gegensatz zu meiner Kleidung immer traditionelle und alte Schmuck-/Sammlerstücke.“

Den Stuttgarter Stil beschriebt der Kreativkopf mit: casual, normal, angepasst.

Ein modisches No-Go gibt es für die Designerin nicht. „Es ist einfach auch typabhängig. Ich zum Beispiel trage keine Farben.“

Für 500 Euro würde sich die kreative Lady Stoff kaufen.

Facts zum Label CI W EN

Inspiriert vom Londoner East-End beschreibt Rabias Label ein Aufeinandertreffen der Kulturen mit der Grime-Szene, die elektronische Musik mit Rap, Dubstab, Dancehall und Hip-Hop mixt – und ist deshalb schwer greifbar und größtenteils nicht tragbar – „im Sinne von: Ich hänge es in den Shop zum Verkauf“, erklärt Rabia und ergänzt: „Ich liebe Unikat-Teile und lasse deshalb auch die CI W EN-Performance-Fashion-Linie immer nur als Unikate verkaufen.“

CI W EN ist eben Mode für den großen Auftritt, für die Bühne, Musikvideos, Covershoots. Mode, die man genau dafür auch mieten kann. Dazu gab es in den vergangenen Wochen ein Lookbook-Shooting – mehr verraten die Bilder auf dem Insta-Chanel der Jungdesignerin: @ciwen.rc

Der Release wird am 29. Dezember in der Geschwisterliebe gefeiert.

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