Was ist eigentlich diese Popkultur?

Spannender Trip in neue Welten: Im Rahmen des ITFS untersucht ein Event den Einfluss der Popkultur auf Filme, Games und virtuelle Realität. Live-Mucke gibt‘s auch. Elektronisch natürlich.

Stuttgart – Filme gibt es beim Internationalen Trickfilmfestival natürlich auch. Jede Menge sogar. Doch das weltweit angesehene Festival hat sich längst zu einem Tummelplatz der Medien entwickelt. Zu einem Jahrmarkt der Innovation, in dem auch Videospiele, virtuelle Realitäten und die Zukunft der Unterhaltung eine Rolle spielen. Das am morgigen Samstag, 4. Mai, stattfindende Event „I – P – D: Conference on Pop Culture, Immersive Media, Animation“ will eines herausfinden: Welchen Einfluss hat die Popkultur auf diese neuen Formate?

Von Capital Bra bis Andy Warhol

Aber Popkultur… was ist das jetzt eigentlich so genau? Man könnte Bücher füllen und doch nicht zu einer Antwort kommen. Oder man könnte einfach sagen: alles. Musik, Mode, Filme, Memes, Kunst. Von Capital Bra bis Andy Warhol, von Banksy in der Staatsgalerie bis zum Werbespot ist alles Popkultur. Sarah Stapp vom Popbüro bringt das so auf den Punkt: „Popkultur ist Serien auf Netflix schauen. Aber auch in virtuellen Clubs zu Techno tanzen und auf Popmusik-Konzerte gehen.“ Huh, schöne neue Welt.

Vorträge, Panels, Diskussionsrunden und natürlich Musik: In Zusammenarbeit mit dem Popbüro Stuttgart will das ITFS diesen Samstag mal zeigen, welch großen Einfluss die Popkultur eigentlich hat. Und das ist, so versichert Sarah, längst nicht nur was für Nerds. „Da werden keine Uni-Seminare abgehalten“, lacht sie. „Das heißt, unsere internationalen Speaker stammen alle selbst aus der Welt der Popkultur. Also haben die ganzen Talks einen hohen Unterhaltungswert.“

Netflix and dance

Folglich sind da morgen von 11 bis 18 Uhr eine Menge hochkarätige Leute mit abgefahrenen Vorträgen am Start. Unter anderem wird gezeigt, wie virtuelle Welten entwickelt werden. Zudem gibt es einen Talk von Soundtrack-Komponist Alexis Kirke und ziemlich Spannendes rund um die Netflix-Sensation „Bandersnatch“. Und die ist ja selbst ein Hybrid aus Film und PC-Game. Später am Abend gibt es Live-Konzerte von Der Plan und Rework.

Tagsüber wird getalked, abends getanzt.

Stattfinden tut das alles im Kuppelsaal des Kunstgebäudes am Schlossplatz. Ihr wisst schon, das Gebäude mit dem goldenen Hirsch auf dem Dach. Und allein ist das Grund genug, mal vorbei zuschauen. Auch Sarah nickt: „Das ganze Kunstgebäude mit seinem Kuppelsaal ist ein außergewöhnlicher Ort in Stuttgart. Den muss man wirklich mal gesehen haben. Gleichzeitig findet dort auch noch die GameZone des Trickfilmfestivals statt. In den Pausen kann man also Games zocken oder eine VR-Installation ausprobieren.“

Popkultur gehört gefördert!

Das soll einerseits eine Menge Laune machen und perfekt auf eine lange Samstagnacht einstimmen. Andererseits will man natürlich auch zu konkreten Ergebnissen kommen. „Wir wollen zeigen, welch hohen Stellenwert die Popkultur in unserem Leben besitzt“, bringt es Sarah auf den Punkt. „Die Popkultur war schon immer ein Fenster in die Zukunft und bringt viele Menschen zusammen.“ Und das sollte sich insbesondere mal die Politik und die Kulturförderung hinter die Ohren schreiben. Zum Beispiel, wenn es mal wieder um die Diskussion geht, ob Pop überhaupt gefördert werden muss.

Zur Veranstaltung: www.facebook.com/events/2952336814791596

Titelbild: Julian Herzog

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