Void – das Unsagbare feiern

Fünf Künstler feiern diesen Freitag in der St. Maria Kirche in Stuttgart-Süd das Unsagbare. Die Sprecherinnen Jule Hölzgen und Dort Wolfsberger, genauso wie der Sänger Noah Kwaku laden zu einem Abend für die Nichtworte und das Zuhören.

Stuttgart – Fünf Künstler halten aus, „was nicht gesagt werden kann und worüber schweigen unmöglich ist.“ Zum einen gestalten die Sprecherinnen Jule Hölzgen und Doro Wolfsberger den Abend, indem sie sich fragen, warum wir so viel reden und doch so wenig zu sagen haben. Eine Performance, die mit Worten füllt, was andernorts besser Stille gewesen wäre. Zum anderen wird Sänger Noah Kwaku „Void“, seinen noch unveröffentlichten Song, präsentieren genauso wie die EP „TOO LATE“ – mit Jan Kappes am Bass und Johann Polzer am Schlagzeug. Zusammen will man die Leere füllen. Ein Abend für die Nichtworte und das Zuhören.

Ein Abend zum Zuhören

Musik – gern, aber ein Konzert wie immer – langweilig. So in etwa war Noah Kwakus Gedankengang als er gefragt wurde, ob er in der St. Maria Kirche spielen wolle. „Ich bin dann auf Jule gekommen, deren Sprechperformance ich leider verpasst hatte, und dachte mir: Das könnte doch ganz gut passen, Kirche und Stille.“ Man traf sich, fand sich cool, ging die Sache an.

Worum geht es in Jules Performance? „Warum wird das jetzt gesagt? Ist Reden manchmal nur Hilflosigkeit?“ Die Sprecherinnen Jule Hölzgen und Doro Wolfsberger fragen sich, was das ganze Gelaber eigentlich soll. Warum wir so viel sagen und doch so wenig zu sagen haben. Eine Performance, die mit Worten füllt, was andernorts besser Stille gewesen wäre. Die zeigt, wie Kommunikation im Schwall der Wörter verloren geht. Es geht um das Laut und das Leise, das Sagen und das Meinen, das Zu- und das Hinhören.

Ein Abend voller Worte, die eines sagen: Man muss auch mal still sein.

Der Abend sei auch eine Plattform, um Noahs neuen Song „Void“ zu präsentieren. Void bedeutet Leere und spannt damit auch einen Bogen zu Stille, der Kirche als Ort der Stille, man kann nicht reden. Es gehe auch um Ruhe auf Konzerten und um eine Blockade im Kopf, eine Leere, obwohl der Kopf voll ist. Dem Sänger hilft da immer ein Spaziergang, der Platz schafft, für neue Gedanken und frischen Wind.

Dies sei der Ansatz für die Veranstaltung gewesen. Die Künstler sind gespannt und freuen sich auf den Abend. „Wir werden versuchen eine schöne, zerbrechliche und ruhige Stimmung zu schaffen.“ Man könne „Void“ als Start in den Abend nutzen, sei mitten in der Stadt und solle sich einfach treiben lassen.

Void – von und mit Noah Kwaku und den Sprecherinnen Jule Hölzgen und Doro Wolfsberger

Freitag, 8. Juni 2018
Einlass 19 Uhr
Beginn 20 Uhr
St. Maria
Eintritt frei

Please don’t be too late!

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