Unterwegs mit DB Regio: Auf Entdeckungs-Tour durch Rottweil

Jetzt mal ehrlich: Hattet ihr Rottweil auf dem Schirm? Die Frage ist auch: Muss man dort gewesen sein? Wir sagen ja und nehmen euch gemeinsam mit DB Regio mit auf eine Entdeckungstour durch die älteste Stadt Baden-Württembergs.

Stuttgart/Rottweil – Raus aus dem Städtle, rein in eine unerwartet schöne und kreative Kleinstadt-Oase am Rande des Schwarzwaldes. Okay, das hört ihr von uns nicht zum ersten Mal. Aber lasst euch gesagt sein: Die Mischung macht’s! Denn wo treffen gemütliche Cafés in verwinkelten Gassen sonst noch so auf eine atemberaubende Aussicht in schwindelerregender Höhe und einen Skatepark, der imposanter kaum daherkommen könnte. Und als wäre das nicht genug, verspricht auch schon die Anreise kurz nach der Abfahrt ein echtes Highlight: die Panorama-Bahnstrecke mit DB Regio. Schöner könnte man dem Kessel kaum den Rücken bzw. nach Stuttgart (zurück)kehren.

Mit DB Regio in die älteste Stadt Baden-Württembergs

Kurz zu den Facts: Rottweil ist die älteste Stadt Baden-Württembergs (73 n. Chr. von den Römern gegründet) und liegt nicht nur in Nord-Süd-Richtung etwa auf halbem Weg zwischen Stuttgart (90 Kilometer südlich) und dem Bodensee, sondern auch direkt am Neckar. Damit bildet sie einen Angelpunkt zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald.

Die Bahnstrecke Stuttgart-Tuttlingen (Gäubahn) ist die im südlichen Baden-Württemberg verlaufende 140,3 Kilometer lange Eisenbahnstrecke von Stuttgart in Richtung Bodensee. Erbaut wurde sie in den Jahren 1866 bis 1879 von den Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen.

Eine der schönsten innerstädtischen Bahnstrecken Deutschlands 

Und jetzt kommt’s: In Stuttgart führt die Gäubahn vom Hauptbahnhof zunächst nach Norden. Nach einigen Kilometern wechselt sie in einer Linkskurve an den westlichen Talhang in die eigentliche Fahrtrichtung Süden. Auf einer stetig ansteigenden Trasse entlang der Innenstadt gewinnt sie bis Stuttgart-Vaihingen knapp 200 Höhenmeter. Wegen des Ausblicks auf den Stuttgarter Talkessel trägt sie hier den Beinamen „Panoramabahn“ und gilt als eine der schönsten innerstädtischen Bahnstrecken Deutschlands. Wow!

Zwischen Kaffee, Ausblick und einem neuen Skatepark plus passender Ausstellung

Also eines muss hier vorab mal betont werden. Wer mit DB Regio nach Rottweil fährt, kann einiges erwarten. Macht es euch bei der anderthalbstündigen Fahrt ohne Umstieg so richtig gemütlich, schaut aus dem Fenster – Stichwort: Panoramastrecke – und danach vielleicht den Film „Freaks – du bist eine von uns“ auf Netflix an – der ist nämlich von Regisseur Felix Binder aus Rottweil und das W-Lan an Board funktioniert auch hervorragend!

Angekommen in Rottweil ist bestimmt auch der erste Blick vielversprechend: Die alten Häuser – immerhin reden wir hier von der ältesten Stadt Baden-Württembergs – sind definitiv sehr hübsch anzuschauen. Aber der vielbesagte Blick hinter die Kulissen ist weitaus spannender! Denn dank dem Hak Design Studio bzw. Initiator Rob Hak wird die Stadt regelmäßig von und mit Ausstellungen, Events, kürzlich einem neuen Skatepark, dem Rottweiler Ausmalbuch und dem Podcast „kleinstadtleben“ aufgemischt.

Was den Kreativkopf in Rottweil hält? Schwer zu sagen. Er hat nach Zwischenstopps in Stuttgart und Frankfurt einfach gemerkt, wie stark er dort verwurzelt ist und was er in „Dogtown“ alles reißen kann. Und wir alle wissen – spätestens seit den Massiven Tönen: Es ist nicht, wo du bist, es ist, was du machst!

Überblick verschaffen auf dem tyssenkrupp Elevator Testturm

Foto: Tanja Simoncev

Der Testturm ist für Rottweil wohl sowas wie der Fernsehturm für Stuttgart. Er begleitet einen auf Schritt und Tritt, löst Glücksgefühle aus, wenn man ihn entdeckt und gibt einem das Gefühl, zu Hause zu sein. Zumindest ersteres kann man in der Kreisstadt am Neckar beobachten und sich von dort oben mit Sicherheit auch einen hervorragenden Überblick verschaffen. Die Aussichtsplattform befindet sich nämlich in 232 Meter Höhe. Ganz besonders ist die Fahrt dorthin! Hinauf geht es mit dem Panorama-Aufzug, der einen in 8 m/s und damit in insgesamt nur etwa 30 Sekunden nach oben befördert.

Sidefact: DB Regio fährt übrigens direkt am Rottweiler „Türmle“ (s. Foto) vorbei!

Aufgepasst: Zur Zeit nur von Freitag – Sonntag geöffnet!

Mehr Infos gibt’s hier >>>

Suppen, Salate und mehr zum Lunch im Potpourri

Foto: Tanja Simoncev

In dem Bistro-Café mit Selbstbedienung kann man sich schnell und unkompliziert durch die täglich wechselnden leckeren Gerichte probieren. Alle Produkte werden weitestgehend aus regionalen Zutaten hergestellt.

Potpourri: Waldtorstraße 13, Öffnungszeiten: Montag – Freitag 11 – 16 Uhr

Käffchen in einem der hübschen Cafés

Foto: Tanja Simoncev

Käffchen muss sein und geht immer und vor allem auch ganz gut in Rottweil! Ob nach dem Ausstellungbesuch oder davor, um sich die ideale Route beim Stadtrundgang zu überlegen oder einfach, um sich ein bisschen aufzuwärmen. Schaut doch mal in einem der gemütlichen Cafés Cappuccino (direkt am Schwarzen Tor), Lehre, Onkel Rudi’s usw. vorbei.

Die Ausstellung „Building a home for skateboarding“ im Stadtmuseum anschauen

Foto: Tanja Simoncev
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„Building a home for skateboarding“ Das Stadtmuseum zeigt ab Samstag, 3. Oktober, die Ausstellung „Building a home for skateboarding“. Dahinter verbirgt sich eine Dokumentation zum Bauprozess des Rottweiler „Dogtown“-Skateparks von Robert Hak. Planung/Design vom Skatepark: @endboss.eu Realisierung/Bau: @ankerrampen Bauleitung: @sailer_landschaftsarchitektur Bauträger: @unserrottweil Spirit: @rollbrettrottweil Zu besichtigen ist die Ausstellung am Eröffnungstag von 15 Uhr bis 19.30 Uhr und dann zu den üblichen Öffnungszeiten bis 15. November. Kürzlich wurde der Skatepark in Rottweil eröffnet und somit ein jahrelanger Entstehungsprozess abgeschlossen. Robert Hak, Rottweiler Künstler, Mediendesigner und leidenschaftlicher Skateboarder begleitete den fünfmonatigen Bau filmisch und fotografisch. Die Ausstellung „Building a home for skateboarding“ im Stadtmuseum zeigt exklusive Einblicke in den Bauprozess, beleuchtet die Hintergründe zur Entstehung des Parks und erzählt von den Menschen hinter dem Projekt.Aufgrund der aktuellen Situation können nur begrenzt Besucher ins Stadtmuseum eingelassen werden. Daher wird Ausstellung im Stadtmuseum nicht wie üblich mit einer Vernissage eröffnet. Die Stadt bietet vielmehr die Möglichkeit, am Samstag den 3. Oktober im Zeitraum von 15 bis 19.30 Uhr die Ausstellung und das Museum zu besuchen. Als Begleitprogramm gibt es eine musikalischer Umrahmung um 15 / 17 / 19 Uhr sowie Skaten im und beim Museum.Die Veranstalter bitten eventuell um etwas Geduld beim Einlass. Im Museum wird zudem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Am Eröffnungstag ist der Eintritt frei, aber um eine kleine Spende wird gebeten. Öffnungszeiten Stadtmuseum: Dienstag bis Sonntag, 14 bis 16 Uhr, Eintritt 2 Euro (am Eröffnungstag frei), bis 18 Jahre frei. Hier gehts zur Veranstaltung: Building a home for Skateboarding

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Das Stadtmuseum zeigt noch bis 15. November 2020 die Ausstellung „Building a home for skateboarding“. Dahinter verbirgt sich eine Dokumentation zum Bauprozess des Rottweiler „Dogtown“-Skateparks von Robert Hak.

Stadtmuseum: Hauptstraße 20, Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 14 – 16 Uhr

Im Museum wird ein Mund-Nasen-Schutz empfohlen. Der Eintritt kostet zwei Euro.

Der Skatepark „Dogtown“

Foto: Tanja Simoncev

Und schaut euch den „Dogtown“-Skatepark nicht nur auf dem Bild, sondern am Besten auch gleich im real life an. Er wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen, das steht fest. Mehr erfahrt ihr bei Rollbrett Rottweil e.V. >>>

Veganes bei Wunderfitz

Foto: Tanja Simoncev

Ein Beispiel für gelungene Inklusion ist das „Café Wunderfitz“, das erst kürzlich am Friedrichsplatz eröffnete. Hier gibt es vor allem auch vegane Backwaren aller Art. Good to know: Geleitet wird das Café von Konditormeisterin Denise Feldmann, die im „Wunderfitz“ ihre Berufsziele, Konditorin zu sein und gleichzeitig Menschen zu unterstützen oder zu helfen, realisieren kann.

Café Wunderfitz: Friedrichsplatz 14, Öffnungszeiten: Montag – Freitag 12 – 17 Uhr

Für Käse-Fans: Käse Caduff

Foto: Tanja Simoncev

Aus der Region, für die Region: Bei Käse Caduff legt man einen besonderen Wert auf kurze Transportwege vom Erzeuger zum Kunden. Damit leiste man seinen Beitrag zum Umweltschutz. „Die bäuerliche und landwirtschaftliche Struktur in Baden-Württemberg sowie im Allgäu liegt uns am Herzen. Wir handeln nachhaltig und entlasten somit auch den Straßen-Fernverkehr“, so die Macher. Im Käsefachgeschäft mitten in Rottweil kann man sich nach Herzenslust durch sämtliche Käsesorten probieren!

Käse Caduff – Das Käsefachgeschäft: Hauptstraße 44, Öffnungszeiten: Dienstag – Donnerstag 8.30 – 12.30 Uhr und 14 – 18 Uhr, Freitag 8.30 – 18 Uhr durchgehend, Samstag 7 – 13 Uhr

Mehr Infos gibt’s hier >>>

Kulinarische Highlights von Tapas bis „gut bürgerlich“

Foto: Tanja Simoncev

Empfohlen wurden uns: „Das Goldene Rad“ oder auch „Rädle“, der Gasthof „Zur Hochbrücke“ (Zitat: Der Biergarten ist ein Traum!) oder Tapas bei „SoLuna“. Ihr merkt auch kulinarisch kann man es sich in Rottweil gut gehen lassen.

Absacker im Irish Pub „The Harp“

Foto: Tanja Simoncev

Und wer am Ende noch Zeit und Lust auf einen Absacker hat, sollte im Irish Pub „The Harp“ vorbeischauen.

The Harp: Waldtorstraße 11, Öffnungszeiten: Sonntag – Donnerstag 17 – 1 Uhr, Freitag & Samstag 17 – 3 Uhr

Kaffeespezialitäten und Cocktail in der Wandelbar

Vom Mittagstisch, über einen Kaffeeklatsch, bis hin zum Feierabend-Drink – in der Wandelbar ist alles möglich und garantiert lecker. Tipp: Am besten mit einem Besuch beim Testturm verbinden, die Spots befinden sich quasi nebeneinander.

Wandelbar: Neckartal 67, Öffnungszeiten: Dienstag & Mittwoch 11.30 – 14.30 Uhr, Donnerstag 11.30 – 23 Uhr, Freitag 11.30 – 1 Uhr, Samstag 14 – 1 Uhr, Sonntag 14 – 19 Uhr

Das war’s mit unseren Tipps, lasst euch einfach mal durch Rottweil treiben und haltet die Augen offen – es gibt viel „Grün“ und „Bunt“ zu sehen, vor allem im Herbst. Perfekt, um einfach mal durchzuatmen und sich vom Baustellenlärm in der Großstadt zu erholen.

Hier noch ein paar Impressionen: