Über 80 und ziemlich cool: Frau Thomsen geht raus

Ältere Menschen dämmern nur vorm Fernseher vor sich hin? Frau Thomsen widerlegt dieses Klischee. Sie hat mit 88 Jahren ein aktiveres Sozialleben als manche von uns. Und zwar dank einer eisernen Regel.

Stuttgart – In Filmen tragen alte Menschen oft Rentnerbeige und starren durch fingerdicke Brillengläser auf Tapeten. Zum Glück ist die Realität bunter als die Film-Fantasie. Die Geschichte von Frau Thomsen zeigt, dass Altsein auch ganz anders ablaufen kann. Frau Thomsen ist 88 Jahre alt und denkt gar nicht daran, auf Tapeten zu starren. Dafür hat sie einfach zu viel zu tun. Frau Thomsens Regel lautet, mindestens einmal am Tag das Haus zu verlassen, egal, wie das Wetter oder die eigene Laune gerade aussehen.

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„Ich will den Kontakt zum Leben nicht verlieren!“, sagt die 88-Jährige. Also besucht sie ihre fünf Geschwister, die in Gehweite von ihrer Wohnung in Hamburg-Volksdorf entfernt leben, sie geht einkaufen oder hört sich Konzerte in der Elbphilharmonie an. Frau Thomsen kommt wahrscheinlich mehr aus dem Haus als ein Student in der Prüfungsphase oder ein Workaholic vor der nächsten Präsentation.

Umzug mit 87 – warum nicht?

Vor gut einem Jahr zog Frau Thomsen noch einmal um – da war sie 87 und in einem Alter, in dem andere Menschen wohl nur noch ins Altenheim übersiedeln. Das kommt für die gelernte Grafikerin aber noch lange nicht in Frage.

Frau Thomsens wache Augen verraten das zwar nicht, aber es war nicht immer selbstverständlich für sie, ihren aktiven Lebensstil aufrechtzuerhalten. Vor vier Jahren hatte sie einen Schlaganfall, seitdem hat sie manchmal Probleme mit der Feinmotorik und dem Gedächtnis. „Es ist furchtbar, wie schnell ich vergesse“, sagt sie.

Trotzdem war klar: In ein Pflege- oder Altenheim will Frau Thomsen nicht. Und das wollten auch ihre beiden Söhne nicht. Allerdings wohnen sie in einer anderen Stadt und können ihre Mutter nicht so oft besuchen, wie sie das wollen. Die Lösung der Familie heißt Inge.

Inge ist eine Alltagshelferin, die Familie Thomson über die Plattform Careship gefunden hat. Sie kommt zwei Mal in der Woche vorbei, es gibt Kaffee, einen Schnack und ein paar kleinere Aufträge für Inge: Inge schaut, ob noch genug im Kühlschrank ist, sie reinigt Küche und Bad, bringt den Müll runter.

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Zum ersten Kennenlernen reisten auch Frau Thomsens Söhne an: Sie wollten natürlich sichergehen, dass die neue Alltagshelferin auch wirklich zu ihrer Mutter passt. Die Bedenken erwiesen sich als unbegründet, die Chemie stimmte: Inge war ziemlich beeindruckt davon, wie selbstständig Frau Thomsen im hohen Alter noch lebt – und außerdem merkte man schnell, dass die beiden Frauen sich viel zu erzählen haben.

Den Haushalt schmeißt Frau Thomsen auch heute noch zum größten Teil selbst. Aber sie weiß, „dass jemand kommt, wenn ich alleine nicht klarkomme“ – und das ist ein beruhigender Gedanke für sie: Es gibt ja Inge. Und das bedeutet, dass Frau Thomsen wahrscheinlich noch ziemlich lange ihre eiserne „einmal täglich raus“-Regel befolgen kann.

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