Tiemo Hauer: Eine EP über das Ende einer Beziehung

Mit „Ein kurzes für immer“ präsentiert Tiemo Hauer heute den Titelsong einer sehr persönlichen EP, die eigentlich nie veröffentlicht werden sollte. Uns hat er erklärt, warum er sich am Ende doch dafür entschieden hat.

Stuttgart – „Die Veröffentlichung überrascht mich selbst“, schreibt Tiemo Hauer über seine EP „Ein kurzes für immer“ in einem Post auf Instagram. Im Sommer riss ihm das Ende einer Beziehung den Boden unter den Füßen weg. Seine Gefühle verarbeitete Tiemo in Songs, die sich alle um dieses eine Thema drehen. Dabei wollte er niemanden um sich herum haben – es gab nur ihn, die Musik und seinen Studio-Kellerkosmos.

Ein kurzes für immer: Anders als bisher

Der engste Freundeskreis bestärkte ihn, die Songs doch mit der Öffentlichkeit zu teilen – immerhin ging es uns allen irgendwann schon einmal so.

Tiemo weiß: „An diesen Songs ist einfach alles anders als bisher. Sie sind wie Tagebucheinträge, die eigentlich niemand sehen sollte. Das war mein Weg mit dieser schwierigen Situation umzugehen, um nicht daran zu zerbrechen.“

Die Songs so zu veröffentlichen wie gewohnt? Undenkbar! Das Material zu reproduzieren und mit anderen Musikern zu überarbeiten kam für ihn nicht in Frage. Die Songs sollten so bleiben, wie sie sind: roh, unbearbeitet, echt.

„Zwischen der ersten geschriebenen Zeile und der Veröffentlichung liegen auf dem konventionellen Weg oft ein Jahr oder mehr. Doch die in Musik gefassten Gefühle sollten hörbar sein, solange sie noch in mir sind. Vielleicht hatte ich auch Angst, den Mut zu verlieren, um das Material wirklich zu veröffentlichen“, so Tiemo.

Die Komfortzone verlassen

Ein kleiner Zweifel bleibt am Ende dann doch bestehen: „Es ist schön meine Gefühle des letzten halben Jahres mit Menschen teilen zu können, es wühlt aber auch genau diese wieder auf. Dadurch mache ich mich angreifbar – als Musiker und Mensch. Doch dieses Risiko gehe ich gerne ein.“

Auch auf Instagram hat sich Tiemo aus der Komfortzone gewagt: In seiner Instagram-Story spricht er erstmals über die Hintergrundgeschichte der EP. „Darüber zu sprechen ist etwas völlig anderes. Vor allem in einem doch oft sehr oberflächlichen Medium wie einer Instagram-Story. Dennoch ist es mir wichtig, dass man die Geschichte hinter dieser EP kennt, denn sie ist für mich wichtiger Bestandteil dieser Songs.“

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