Team Handsome verabschiedet sich: Das Holzapfel schließt

Überraschend verkündete das Holzapfel am Sonntagabend: „Wir schließen Ende Oktober.“ Team Handsome verabschiedet sich schweren Herzens von Gästen und Supportern. Doch wer will, kann sich bald ein Stück Holzapfel nach Hause holen. Wir haben mit Nina und Moritz gesprochen.

Stuttgart – „Mit dem Holzapfel haben wir seit Anfang 2016 versucht, einen Ort der Begegnungen zu schaffen und es war uns immer wichtig, dass sich hier jeder wohl und willkommen fühlt“, heißt es im Post auf Instagram. Und liest man sich die Kommentare darunter durch, wird eines klar: genau das ist Nina, Moritz und ihrem selbsternannten „Team Handsome“ mehr als gelungen. Das Aus kommt plötzlich, auch für die Holzapfels: „Seit Mittwoch erst steht das endgültige Datum fest.“

„Corona hat uns in die Knie gezwungen“

Wir sitzen mit Abstand im ersten Stock der Café-Bar, welcher durch Corona nach seinem Ausbau nie wirklich bespielt werden konnte. Es fällt Nina und Moritz sichtlich schwer, die richtigen Worte zu finden. Vielleicht gibt es die auch gar nicht.

Fluxus-Ende, Umbau, Wiedereröffnung und dann der Ausbau der oberen Etage: Nach knapp fünf Jahren mit einigen Ups and Downs schließt das Holzapfel zum 31. Oktober. „Trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen haben wir in den vergangenen Monaten versucht, gemeinsam mit unserem Team, das Holzapfel am Laufen zu halten. Die Verunsicherungen der Menschen war einfach spürbar. Wir haben gekämpft, doch Corona und die daraus entstandenen massiven Umsatzeinbußen zwingen uns als kleines familiäres Unternehmen in die Knie.“

Die Reaktionen darauf sind ähnlich: „Und jetzt? Was macht ihr dann?“ „Darüber können wir gerade nicht nachdenken“, so Nina. Aktuell müsse man selbst verarbeiten und vor allem die nächsten zwei Wochen organisieren.“ „Ich glaube, ich habe es noch immer nicht wirklich realisiert“, sagt Moritz. „Und wir können noch nicht mal eine geile Abschiedsparty feiern, man!“, ergänzt er.

Was können wir jetzt tun?

Wichtig war es den beiden, sich und dem Holzapfel trotz Corona und Einschränkungen treu zu bleiben – ein Wohnzimmer zu bieten, auch in schweren Zeiten.

Genau deswegen wird in Stuttgart die Frage laut: „Was können wir jetzt tun?“ Natürlich die nächsten zwei Wochen genießen, dass es noch da ist. Doch Nina und Moritz planen auch eine Art Abverkauf ihrer Möbel: „Wir müssen auf jeden Fall den Laden leerräumen und überlegen, unsere Einrichtung zu verkaufen. Ab sofort kann alles erworben bzw. reserviert werden. Die Abholungen sind nach der Schließung, ab dem 1. November möglich.“ So kann man sich sein Stück Holzapfel nach Hause holen – dort, wo es auch hingehört.

Mehr aus dem Web