Tatumoto: Das Tattoo-Studio auf Rädern

Tattoos to go? Das mobile Tattoo-Studio Tatumoto macht’s möglich. Ob Geburtstag, Hochzeit, Event oder Messe – Lina Ruoff verschönert Haut mit ihren Motiven. Stadtkind hat sich mit Lina getroffen.

Stuttgart – Das Tatumoto ist ein mobiles Tattoo-Studio – wie das funktioniert? Der schwarze Tattoo-Wagen auf Rädern, wird von einer Autobatterie betrieben, so dass es Steckdosen, einen USB-Anschluss und Licht gibt. Ein Hocker und eine gepolsterte Liege lassen sich einfach im Wagen verstauen. So kann fast überall tätowiert werden. Die Tattoo-Motive kann man sich aus einer Box aussuchen, die Lina entwickelt hat. Ausgewählt werden kann aus den vier Design-Gruppen, Sailor, Zen, Prison und Habitat, die jeweils 15 kleine Motive beinhalten.

Tatumoto – das steckt dahinter

Die Idee für das Tatumoto kam Lina für ihre Diplomarbeit in Kommunikationsdesign an der Kunstakademie in Stuttgart. Ihr eigenes Interesse für Tattoos, ihr Gefühl für Design und der Vorschlag von anderen Studenten einen Pop Up zu machen, führten schnell zur Idee des mobilen Tattoo-Studios. „Ich habe dann einfach mal eine Skizze gemacht, wie ich mir das so vorstelle. Ich hatte davor aber noch nie ein Produkt designt, entworfen oder gebaut“, erzählt Lina und meint weiter: „Fast eins zu eins habe ich das dann mit einer Schreinerin, die ich witzigerweise von früher kenne, zusammen umgesetzt. Und hab danach einfach alles selber gemacht.“

Der Name Tatumoto, entstand aus dem Wort „Tatau“, was im polynesischen Raum das älteste Wort für Tattoo ist. Lina wandelte es zu „tatu“ um und kombinierte es mit „moto“, das im italienischen für Mobilität steht.

Schwierigkeiten beim ersten Entwurf

Bei der Verwirklichung vom Tatumoto stieß Lina aber auch auf Schwierigkeiten. Trotz der leichten Materialien und einer Größe, die in die kleinsten Aufzüge und in die Bahn passt, ist alles dann doch schwerer geworden als gedacht. Die Autobatterie, die ein befreundeter Elektriker für Lina in das Tatumoto einbaut hat, ist über 30 Kilogramm schwer. Dazu kommen noch die restlichen Baumaterialien und das Zubehör. „Es ist jetzt schon ein richtiger Koloss“, sagt Lina. Auf lange Sicht möchte sie nochmal ein optimiertes, neues Modell vom Tatumoto bauen. Ihre nächste Idee dafür: Eine Ape, eine Art Mini-Lastendreirad. Doch Lina ist trotzdem positiv: „Ich bin auf jeden Fall stolz darauf, dass es so cool geworden ist. Aber wie jedes Projekt ist es ausbaufähig.“

Freie Tätowiererin in Ulm

Vor ein paar Wochen hat Lina außerdem angefangen im Tätowierstudio „Zum Schwarzen Sperling“ in Ulm zu arbeiten. Dafür pendelt sie ein paar Tage in der Woche mit ihrer neuen Hündin nach Ulm. Die Zeit in der Bahn nutzt sie, um neue Entwürfe zu zeichnen. Sich später auch mal komplett selbstständig machen mit dem Tatumoto? Linas Antwort: „Ja mal schauen, wieso denn nicht?“

Fotos: Melly Key für Tatumoto

Tatumoto

Wer das mobile Tattoo-Studio Tatumoto gerne für ein Event buchen würde, kann Lina einfach über Instagram @thisistatumoto schreiben oder eine Mail an info@tatumoto.com schicken.