Stylecheck: Sängerin Tabea Booz – zwischen bunt und gold

Ihr Style ist so bunt wie das Leben, sie strahlt, hat etwas zu erzählen: Die Stuttgarter Sängerin Tabea Booz fällt auf, ist ein farbenfroher Wirbelwind, der auf Nachhaltigkeit großen Wert legt. „Mehr“ heißt ihre neue Single, die heute erscheint – mehr über sie erfahrt ihr im Stylecheck.

Stuttgart – Eine Single namens „Mehr“, ein Streetstyle-Shooting bei Stuttgart am Meer – „das passt“, findet Tabea. Die quirlige 29-Jährige ist Musikerin durch und durch, lebt und liebt, was sie tut – mit jeder Faser ihres Körpers und ihrer Kleidung. Ja, Musik und Mode gehören für die Sängerin zusammen, das merkte sie früh, noch in Kinderschuhen als sie „Königin der Nacht“ performte, mit dem Spitzenvorhang als Umhang. Das innere – und äußere – Showgirl war geweckt. Nichts wie ab auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Tabea, die in einer musikalischen Familie aufwuchs, nahm mit drei Jahren das erste Mal eine Geige in die Hand, schnell folgten Klavier- und Gesangsunterricht. Klar, dass ihre Jugend von Konzerten und Wettbewerben geprägt war. Und es kam, wie es kommen musste: Der extrovertierte Lockenkopf studierte Schul-, Jazz- und Popularmusik.

Nachhaltigkeit, Eco-Fashion, Fairtrade

Aber Tabea kann nicht nur bunt und laut, auch gedecktere Farben und dunklere Töne spielen im Leben der Künstlerin eine Rolle, sie stehen für das Melancholische, Nachdenkliche in ihr. Die innere Entwicklung ging schließlich mit einer äußeren einher. Tabea entschied sich, vegan zu leben und änderte ihr Konsumverhalten radikal. „Ich war früher eine echte Schnäppchenjägerin, wenn ich zig Teile für wenig Geld im Sale ergattert hatte, war ich glücklich.“

Doch jetzt sind ihr die Themen Nachhaltigkeit, Eco-Fashion, Fairtrade sehr wichtig. „Dann fahre ich auch mal bei 36 Grad meine Fairtrade-Läden in Stuttgart mit dem Fahrrad ab und schaue, ob ich etwas finde und wenn nicht, dann halt nicht. Ansonsten leihe ich mir eben etwas von Freunden.“ Und wie würde Tabea ihren Style beschreiben?

Ich mag es nicht, mich auf einen Stil festzulegen.

In der Jugend durchlebte die Künstlerin eine Hip-Hop-Phase mit Baggy-Hosen, es folgten Blümchen-Chucks und später Highheels und Kleidchen – oder an einem Tag bunte Röcke und hohe Hacken und am anderen eben nur ein schwarzer Overall. Tabea lässt sich in Sachen Kleidung nicht gern festlegen, aber sie gibt zu: „Ich trage nicht viele Hosen, mag mehr Kleider und Röcke. Und ich liebe Jumpsuits! Da habe ich die besten bei Mademoiselle YéYé in Stuttgart gekauft – auch auf der Bühne fühle ich mich damit mega wohl.“

Beim Stylecheck trägt Tabea:

  • Die Schuhe sind vom Flohmarkt am Ribi. „Die sind mir wichtig geworden, habe sie auch beim Videodreh zum Song ‚Konjunktiv II‘ getragen. Ich ziehe sie auch gern auf der Bühne an, weil man einen guten Halt drin hat.“
  • Der Rock ist aus einem Vintage-Laden in Berlin. „Wenn ich verreise, kaufe ich am liebsten secondhand ein. Ich liebe den Gedanken, dass es das Kleidungsstück schon lange gibt und es immer weitergetragen wird.“
  • Das Oberteil hat Tabea geschenkt bekommen.
  • Die Jacke ist vom Feuersee-Flohmarkt. „Ich liebe Jacken“, betont sie.
  • Die Tasche ist von einer jungen Designerin aus Lissabon. Die Sängern hat sie auf einem Handwerkermarkt gekauft. „Und weil es keine Innentaschen gibt, habe ich ein Versace-Vintage-Täschchen – Geschenk von Mama – hineingeknotet, so dass alles verstaut ist.“
  • Der Schmuck ist Tabea sehr wichtig, sie trägt ihn gern und viel. „Der Stein passt zu dem Sound der Platte, ja, er ist groß und präsent, für mich fügt er sich aber perfekt ein.“ Die Kette ist ein Erbstück von Oma. Die Armreifen sind aus Kalkutta, wo die 29-Jährige auch eine zeitlang gelebt hat. Ein Ring ist vom Kessel-Festival, den Ring mit dem grünen Stein hat ihr ihre Mutter aus Indien mitgebracht, der Ring mit dem Adler ist eigentlich ein Pfandgegenstand und hat eine sehr persönliche, emotionale Bedeutung für sie.
  • Die Brille hat Tabea in Delhi auf dem Markt gekauft und die Kette ist aus Freiburg – beides zusammen verbindet wieder bunt und gold.

Zwischen Bunt und Gold

Die EP „Zwischen Bunt und Gold“ beschreibt Tabea als eine musikalische Reise im Farbrausch, einen Tanz im Zwielicht mit einem Ausklang im Einklang. Es ist die Entwicklung eines Individuums, das zielsicher durch seinen eigenen Zwischenraum balanciert. Die Rede ist von ihr.

Ich will meine Musik in einem Zwischenraum belassen, einem Raum, den jeder in seinen Farben streichen kann.

Wieso Gold? Weil die Wertschätzung für das eigene Leben etwas Kostbares ist, genauso wie das Eingestehen von Gefühlen – wie in der Ballade „Erwartungslos“ oder wenn Tabea Booz liebevoll und selbstbewusst die Loslösung von ihrer Mutter in „Tu Was Ich Kann“ besingt.

Wieso Bunt? Weil das Farbenfrohe Tabeas Lebensart wohl am besten widerspiegelt, wie sie sich kleidet, was sie isst, wie sie denkt und liebt. Bunt steht für Lebensfreude und Vielseitigkeit. Sie will „Mehr“ als nur blinden Konsum und braucht „mehr Blumen in den Haaren“. Vertont klingt die Single „Mehr“ dann auch nach einer schmunzelnden und getanzten Aufforderung, das innere Kind wieder raus ins Grüne zu lassen. Dabei blitzt das Thema Nachhaltigkeit nicht nur in diesem Song auf, sondern ist der Künstlerin im gesamten Produktionsprozess ein großes Anliegen.

Die Single „Mehr“ ist heute erschienen – happy releaseday! Die Debüt-EP erscheint am 29. September 2019.

Mehr Infos gibt’s hier >>>

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