Stuttgarter Gastro-Szene: Anekdoten zur Wiedereröffnung während Corona

Mit der Wiedereröffnung der Gastronomie kommt auch ein Stück Lebensqualität zurück in den Kessel. Lange mussten wir warten, haben unsere Locals vermisst und um sie gebangt – Corona hat Vieles verändert. Einige Restaurants und Cafés haben die Wartezeit mit kreativen Lösungen überbrückt und sind nun um ein paar schöne Anekdoten reicher.

Stuttgart – Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Wegen Corona mussten auch die Gastrobetriebe im Kessel umdenken, Existenzen standen auf dem Spiel, innovative Zwischenlösungen mussten her. Einfallsreichtum war gefragt – von Seiten der Gastronome, aber auch Stammkunden leisteten ihren Beitrag. Es waren und sind immernoch schwierige Zeiten – überstanden ist die Krise noch lange nicht. Nichtsdestotrotz darf man das Gute nicht aus den Augen verlieren. Stuttgarter Gastrobetriebe können ein Lied davon singen: Bloß nicht den Kopf hängen lassen und weiterkämpfen. Wir haben uns ein bisschen umgehört: Herauskamen ein paar schöne Anekdoten, Geschichten, die so wohl nur ein weltweiter Ausnahmezustand schreiben kann und die einem trotz allem auch ein Grinsen ins Gesicht zaubern.

Anekdoten dank weltweitem Ausnahmezustand

Über zwei Monate mussten Cafés und Restaurants schließen. Von heute auf morgen wurden die Betriebe lahm gelegt. Einige konnten sich mit Take-away-Service oder anderen Ersatzmaßnahmen über Wasser halten – und trotzdem: Den Normalbetrieb konnte es nicht ersetzen. Wenngleich man auch gemerkt hat, wie stark der Zusammenhalt ist. Es wurde supportet was das Zeug hält.

Und zugegeben, es fühlt sich gut an, wieder im Café, Restaurant oder jetzt sogar in der Lieblingsbar zu sitzen – überhaupt nicht komisch, wie zuerst vermutet. Einiges hat sich verändert: Man bekommt einen Platz zugewiesen, muss bis dahin eine Maske tragen und jeder zweite Tisch bleibt leer. Egal: Wenn wir jetzt wieder in unserem Lieblungscafé sitzen, stimmt uns das mehr als glücklich. Und dabei geht es Café- und Restaurantbesitzern sowie deren Teams nicht anders: Sie haben zwar einiges aus der Krise mitgenommen, sind aber trotzdem froh, dass sie ihre Gäste wieder vor Ort begrüßen dürfen. Für uns hat der Geschäftsführer vom Café Gustav mal ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert.

Anekdoten, die das Leben schreibt: Leckere Frühstücksboxen – von der Notlösung zum Dauerbrenner

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Lust auf eine #Frühstücksbox? Ab sofort könnt ihr diese nicht nur fürs Wochenende sondern auch Donnerstags und Freitags zur Abholung bestellen! #Frühstücksbox (ab 2 Personen: 32,00€): ⁃ 2 x Avocadobrote - 2 x Croissants ⁃ 1x Butter - 1 x Marmelade - 1 x große Flasche Orangensaft ⁃ 1 x Overnight Oat - 1 x Granola-Joguhrt - 2 x Bio Eier roh - 2 x Ingwershots #stayathome Frühstückstüte für 1 Person (17,50€) Zusätzlich zu der Box könnt ihr folgendes dazu bestellen: - Orangensaft 350 ml (4,50€) - Croissant (1,90€) - Pain au chocolat (1,90€) - Overnight Oat (4,50€) - Granola-Joguhrt(5,80€) - Avocadobrot (2 x Scheiben) (8,50€) - Ei (1,50€) - Ingwershot (2,00€) - Prosecco Mionetto 0,75l (23€) - Kessler Rose Hochgewächs 0,75l (29€) (Bei Abholung alle bekannten Heissgetränke wie gewohnt) Kuchen kann ebenfalls dazu bestellt werden oder vor Ort mitgenommen werden (ganzer Kuchen oder Stück): ⁃ Käsekuchen (Stück 3,80€/ Ganz: 30€) ⁃ Veganer Apfelkuchen (vegan) (Stück 3,80€/ Ganz: 30€) ⁃ Bananenbrot (vegan) ( Stück 2,50€) ⁃ Schokokuchen (Stück 3,80€/ Ganz: 30€) ⁃ Weitere Kuchen jeweils wechselndes Angebot Die Box könnt ihr bis am Vortag vorbestellen (nach Verfügbarkeit) per Mail an: go@cafegustav.de. Wir benötigen folgende Infos: Name, Telefonnummer, Adresse, Datum, Wunschuhrzeit (Lieferung/Abholung). Alle weiteren Infos und eine Bestätigung ob alles klappt, bekommt Ihr dann per Mail. Bezahlung per Paypal, Vorabüberweisung oder vor Ort bei Abholung. Die Box kann dann am Wunschtag bei uns im Café abgeholt werden. Für alle die nicht vor die Tür möchten liefern wir eine begrenzte Anzahl (First come first serve) an Boxen auch Sonntags zwischen 9:00-12:00 Uhr bis zur Haustür. Liefergebiet: 70197, 70193, 70176, 70178. Liefergebühr: 2,50 €. #cafegustav #gustavstuttgart #stuttgartwest #breakfast #frühstücksbox #frühstück #stayathome #supportyourlocals #brunch #croissants #avocadobrot #kaffee #kuchen #togo #takeaway

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Auch das Café Gustav wurde nach der Schließung erst einmal vor eine größere Herausforderung gestellt. Dank Kaffee und Kuchen to-go und leckeren Frühstücksboxen mussten treue Kunden immerhin nicht ganz auf ihr geliebtes Lokal verzichten: „Die Frühstücksboxen waren ein wichtiges Tool und eine gute Notlösung“, so Geschäftsführer Benjamin Martin. Kommuniziert wurde über Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook – und das kam an, richtig gut sogar.

An manchen Wochenenden wurden zwischen 50 und 100 Boxen verkauft. Orangensaft, Avocado-Brot, Croissants, Granola-Joghurt und andere Leckereien waren während der Krise so gefragt, dass es das Angebot auch heute noch – nach der Wiedereröffnung – gibt: „Am Anfang war es eher ein Stay-at-home-Paket, jetzt wird die Box beispielsweise auch als Picknick oder Geburtstagsüberraschung bestellt“, freut sich Benjamin.

Spenden und schöne Gesten

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Foto: Kelly Sikkema/Unsplash

„Toll war vor allem, dass so viele an uns gedacht haben“, berichtet Benjamin. An Ostern war beispielsweise ein Lindt-Schokohase mit Geld im Briefkasten und auch diverse Spenden haben das Café erreicht. Des Weiteren pflegten Gäste den persönlichen Kontakt durch zahlreiche Mails, in denen sie zum Beispiel positives Feedback zu den Frühstücksboxen äußerten. „Manche haben geschrieben, wie schön sie es finden, dass wir weitermachen und nicht aufgeben. Die Frühstücksboxen waren für beide Seiten eine rettende Alternative“, so der Café-Chef.

Auch an einen sehr netten und aufmunternden Brief, erinnert sich Benjamin Martin: Man würde uns sehr vermissen, wenn wir nicht da wären – „das war sehr schön“.

Gutscheine und Goodies

Das Café Moulu durfte sich ebenfalls über ihre treuen Gäste freuen: Via Facebook bedankt es sich für Geldspenden und nette Gesten wie Briefe und das Engangement sowie die Anteilnahme vieler.

Auch Café-Bar-Kombi Holzapfel wurde mit einer tollen Spendenaktion beglückt: DJ, Gast und Freund des Hauses Basti Muddy nahm sich zur Aufgabe, für jeden gelaufenen Kilometer im Mai für einen guten Zweck zu spenden. Eine davon war das Holzapfel. Das Geld will die Café-Bar jedoch nur zur Überbrückung der schwierigen Zeit nutzen und anschließend an eine wohltätige Einrichtung weiterspenden. Tolles Vorhaben und eine der schönsten Anekdoten!

Das Trollinger am Feuersee wusste sich ebenfalls kreativ zu helfen: Da Klopaier zu Beginn der Krise ein rares Produkt war, hat das Brauhaus beschlossen, jedes abgeholte Hauptgericht mit einer Rolle Klopapier zu belohnen.

Hilfreich waren auch die Gutscheine, die die Kunden kaufen und für die Zeit danach aufheben konnten. So hatten Cafés und Restaurants neben Take-away-Diensten wenigstens eine kleine Einnahmequelle und eine zusätzliche Unterstützung.

Wiedereröffnung nach zwei Monaten

Jetzt können Cafés und Restaurants wieder ein bisschen durchatmen – trotzdem ist es auch nach der Wiedereröffnung nicht immer einfach. „Wir haben gute und schlechte Tage“, erzählt Benjamin Martin. Das liegt natürlich unter anderem daran, dass Sitzplätze um die Hälfte reduziert werden mussten. Auch die Öffnungszeiten sind momentan noch eingeschränkt (Café Gustav: Mittwoch – Freitag 8.30 – 22 Uhr, Samstag + Sonntag 9.30 – 17 Uhr). Viele Gäste haben gar nicht auf dem Schirm, dass das Café auch einen gemütlichen Hinterhof inklusive Abendkarte mit Alkohol bereit hält.

„Es ist schön die Leute hier wieder zu sehen – der Andrang ist aber noch etwas verhalten“, erzählt Benjamin. Einbußen kommen beispielsweise daher, dass gerade noch viele im Homeoffice arbeiten und sich nicht wie gewöhnlich einen Kaffee vor der Arbeit holen oder ihre Mittagspause um die Ecke machen.

Bis sich alles wieder eingependelt hat, wird es wohl noch seine Zeit brauchen. Bis dahin planen wir Nachmittagsspaziergänge – vorbei am Lieblingscafé – ein und genießen auch mal die ein oder andere Mittags- oder Kaffeespause außer Haus, denn das geht auch ganz prima im Homeoffice!

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