Stuttgarter entwickeln Plattform für die Vermittlung von Masken

In der Corona-Krise werden Schutzmasken knapp. Fünf Freunde haben sich gefragt: Wie können wir helfen? StayHomeAndSew ist ihre Antwort – eine Plattform für die Vermittlung von selbst genähten Masken.

Stuttgart – „Als Medienmensch hat man in Krisensituationen das Gefühl: Hey, was ist eigentlich mit mir? Was ist meine Rolle in dem Ganzen? Ich mache hier Medien, kann ich irgendetwas Sinnvolles machen? Wie können wir unsere skills nutzen?“ Genau diese Fragen stellten sich die fünf Freunde Lena, Sarah, Kim, Josua und Sebastian. Ihre Antwort: StayHomeAndSew – eine Plattform zur deutschlandweiten Vermittlung von Mundschutz-Masken. Mit der Aktion wollen die fünf Einrichtungen in Not mit Helfern connecten. All diejenigen, die selbst genähte Masken benötigen, können ihren Bedarf online eintragen. Menschen, die helfen wollen, nähen Masken und können sie einer Einrichtung ihrer Wahl zusenden.

„Crowd-Helping Aktion um Alltagshelden zu unterstützen“

Stayhomeandsew
Foto: StayHomeAndSew

Doch von Anfang an: Eigentlich wollte Sebastian gemeinsam mit seinen Freunden am „WirVsVirus“-Hackathon der Bundesregierung teilnehmen. Daraus wurde dann aber nichts und prompt entschlossen sie sich ihren eigenen Hackathon zu starten. Das Ergebnis: StayHomeAndSew.  Mit Unterstützung aus ihrem Freundeskreis ging die Seite nach nur drei Tagen live.

Auf der Website werden die wichtigsten Fragen rund um das Thema Masken beantwortet, es gibt ein Video-Tutorial und eine Step-by-Step-Anleitung. Die Freunde haben sich das Ziel gesetzt 100.000 Masken an die zu vermitteln, die täglich an vorderster Front arbeiten. Denn die professionellen Schutzmasken, die so dringend in der Pflege oder in Arztpraxen benötigt werden, sind mehr als knapp. Die selbst genähten Stoffmasken sind zwar keine gleichwertige Alternative zum professionellen Schutz, dennoch wichtiger Bestandteil, um die Ansteckungen durch das Corona-Virus zu reduzieren, sagen die Plattform-Gründer.

„Jeder kann frei entscheiden an wen die Masken gehen“

Zahlreiche Einrichtungen haben derzeit keine Kapazitäten, um Masken selber zu nähen und sind jetzt auf die Unterstützung anderer angewiesen. Und genau da wollen die Stuttgarter Freunde anpacken. Ihre Plattform StayHomeAndSew – zu Hause bleiben und nähen – gibt Hilfe suchenden Einrichtungen die Möglichkeit ihren Bedarf an Masken online zu stellen. „Jeder kann frei entscheiden, welche Einrichtung er unterstützen will, es findet keinerlei Priorisierung statt.“

Und der Bedarf an solchen selbst genähten Masken ist hoch. In den ersten drei Tagen registrierte die Seite schon einen Bedarf von 4.500 Masken aus verschiedenen Einrichtungen deutschlandweit. Die fünf freuen sich über jede Unterstützung, egal ob drei oder 15 Masken beigesteuert werden. Frei nach dem Motto: Jeder so viel er kann und möchte – denn jede Maske zählt.

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