#Stadtkindontour: Roadtrip durch Frankreich

Für alle, die sich nicht entscheiden können, ob es diesen Sommer in die Berge, an den See oder ans Meer gehen soll: Wir waren im schönen Frankreich unterwegs und haben Tipps für euch, wie ihr für die nötige Abwechslung sorgt.

Frankreich – Land der unbegrenzten Kreisverkehre, pittoresken Bergdörfer und kulinarischen Raffinessen. Begrenzt sind hier nur die Englischkenntnisse der Landsleute und Höchstgeschwindigkeiten auf den Autobahnen. Tatsachen, die jedoch mitunter dazu führen, Land und Leute näher kennenzulernen. Wir haben unsere persönlichen Highlights für euch zusammengefasst.

Voulez vous rouler avec moi?

Ein Roadtrip will gut geplant sein: Wo soll es hingehen? Wie sieht das Programm aus? Wie wird das Wetter? Fallen auf der Reise Mautgebühren an? Fragen über Fragen, denen man sich im Vorfeld stellen sollte. Unser Tipp: eine Excel-Liste, die dabei hilft die wichtigsten Eck- und Programmpunkte im Blick zu behalten. Trotz allem sollte man nicht alles bis ins kleinste Detail vorher festlegen. Ein Roadtrip lebt schließlich auch von Flexibilität und Spontanität.

Wir haben die Highlights unserer Route für euch aufgelistet:

TIPP:

Nicht auf allen französischen Autobahnen fallen Mautgebühren an. Nutzt daher die Funktion eures Navis, die lediglich Mautstraßen umgeht und nicht von vornherein alle Autobahnen ausschließt. So kommt ihr um einiges schneller und günstiger voran.

Tipp 1: Annecy

Das kleine Städtchen im Osten Frankreichs eignet sich für einen kurzen Zwischenstopp. Mit seinen pastellfarbenen Häusern, schmalen Kopfsteinpflastergassen und den sich durch die Stadt schlängelnden Kanälen erinnert es ein wenig an Venedig. Auch der Lac d’Annecy – ein kristallklarer See inmitten der Alpen, ist für den ein oder anderen Schnappschuss gut.

Tipp 2: Parc Naturel Régional du Vercors

Verzichtet auf dem Weg nach Cassis auf die Autobahn und nehmt stattdessen lieber die Landstraße durch den Parc Naturel Régional du Vercors. Auf diese Weise spart ihr euch nicht nur die Mautgebühren, sondern könnt obendrein beeindruckende Felsenlandschaften, Schluchten und das türkisfarbene Wasser des Lac de Monteynard-Avignonet bestaunen. (Für alle, die anfällig für kurvige Straßen sind ist hier jedoch Vorsicht geboten – scharfe Serpentinen lassen grüßen.)

Tipp 3: Cassis

Der kleine Ort an Frankreichs Mittelmeerküste ist nicht nur bekannt für seinen Wein, sondern auch für spektakuläre Ausblicke. Wandern mit Meerblick könnt ihr beispielsweise in den Calanques de Cassis. Der Rundgang durch die Kalksteinklippen von Port-MiouPort-Pin und En-Vau dauert etwa vier bis fünf Stunden, ist jedoch jeden Schritt wert. Außerdem empfehlen wir euch die Route des Crêtes. Eine Bergstraße, die entlang der Steilküste einen weiten Blick aufs Meer bietet. Unser Tipp: Schaut euch den Sonnenuntergang vom Cap Canaille aus an.

Achtung: In den Sommermonaten sind die Wanderwege um die Calanques meist wegen Waldbrandgefahr geschlossen. Informiert euch hier am besten im Vorfeld.

Tipp 4: Camargue Nationalpark

Auf dem Weg von Cassis in Richtung Montpellier kommt ihr am Nationalpark Camargue vorbei. Dieser erinnert mit seinen flachen Seen, den vielen weißen Pferden und Flamingos ein wenig an eine Salzwüste.

Tipp 4: Montpellier

Kreatives Kontrastprogramm: Montpellier ist eine der größten Studentenstädte Frankreichs und das merkt man – unzählige Bars, Restaurants und Cafés reihen sich aneinander und sorgen so für eine lebendige Atmosphäre. In den Straßen tummeln sich Kreative und Künstler. Vor allem Musik- und Second-Hand-Liebhaber sind hier richtig aufgehoben.

Tipp 5: Cadaqués

Ein Roadtrip wäre kein Roadtrip, wenn man nicht kurzerhand alle Pläne über den Haufen werfen könnte, um mal eben einen Abstecher nach Spanien zu machen. Genau das haben wir getan und uns in ein kleines Fischerdorf namens Cadaqués verliebt, das uns mit seinen weißen Fassaden, den verwinkelten Gassen und seiner Handwerkskunst um den Finger gewickelt hat.

Unweit von Cadaqués befindet sich außerdem das Cap de Creus. Dieses bildet den östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel und gleicht mit seinen bizarren Steinformationen einer Mondlandschaft.

An dieser Stelle haben wir außerdem einen besonderen Unterkunftstipp für euch: Diese Finca inmitten einer Olivenbaumplantage irgendwo im Nirgendwo war definitiv eines unserer Highlights!

Tipp 6: Céret

Nach einem kurzen Spanisch-Intermezzo geht es wieder zurück nach Frankreich. Genauer gesagt nach Céret, einer Kleinstadt am Rande der Pyrenäen. Diese überzeugt vor allem mit ihrem alternativen Flair, den kleinen Wasserstraßen, die sich ihren Weg durch die Gassen bahnen und mit der Tatsache, dass man hier nahezu keinem Touristen über den Weg läuft.

Tipp 7: Die Cevennen

Bevor es wieder zurück in Richtung Heimat geht, machen wir noch einen letzten Halt in den Cevennen. Der südöstliche Teil des französischen Zentralmassivs ist vor allem für Wanderer, Mountainbiker und Kanufahrer ein beliebtes Reiseziel. Die steilen Schluchten, die von klaren Flüssen durchzogen werden, gehören seit 2011 sogar in weiten Teilen zum UNESCO Welterbe.