Stadtkinder über ihre Stadt: Magnus Frey (Eau Rouge)

Stuttgart, für immer erste Liebe? In unserer Reihe erzählen Stadtkinder, was sie an ihrer City so lieben – und was sie so richtig nervt. Heute mit Musiker und Westler Magnus Frey von Eau Rouge.

Stuttgart – Magnus Frey ist Schlagzeuger bei den verträumten Indie-Pop-Darlings von Eau Rouge. Als letzter der Drei zog er vor einiger Zeit von Schwäbisch Gmünd nach Stuttgart – alles für die Band eben. An welcher Theke man ihn trifft, was typisch Stuttgart-West ist und wie die Stadt als Musik klingen würde, hat er uns vor dem Heimspiel seiner Band am 6. Dezember im ClubCann vertrauensvoll offenbart.

Der Puls von Eau Rouge

Fluch und Segen des Schlagzeugers: Er sitzt immer hinten. Heißt, dass er einerseits eher seine Ruhe hat und nicht ganz vorn im Rampenlicht stehen muss. Heißt aber eben auch, dass er meist nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt wie seine Kollegen am Mikro oder an der Gitarre. Wir bei Stadtkind finden das natürlich ungeheuerlich und haben uns mal mit einem Angehörigen der trommelnden Zunft zum Plaudern zusammengesetzt. Und nicht mit einem x-beliebigen, um das mal gleich zu sagen. Sondern mit Magnus Frey (30), dem Drummer des Stuttgarter Indie-Trios Eau Rouge. Mit ihrem träumerischen und trippig-düsteren Noise-Pop sind sie in den letzten Jahren weit gekommen, spielten auf Festivals in den USA und England, wurden sogar in „Germany’s Next Topmodel“ gefeatured.

Wer hat Bock auf Gästeliste?

Am 6. Dezember 2019 geben die Jungs mal wieder ein Heimspiel im ClubCann. Hingehen ist da fast schon Pflicht: Weil Eau Rouge national immer mehr gefragt sind, gibt es längst nicht mehr so viele Möglichkeiten, die Band in der Region zu sehen. Ziemlich praktisch also, dass wir 1×2 Freikarten fürs Konzert verlosen. Einfach bis zum 5. Dezember, 16 Uhr, eine Mail an stadtkind@stadtkind-stuttgart.de schreiben und uns sagen, welcher Eau-Rouge-Song euer liebster ist und mit ein wenig Glück schreiben wir euch auf die Gästeliste!

Flachwitz, Timing, Ungeduld

Dein Beruf in Eigendefinition: Ein Irrer unter Irren.

Drei Tugenden, die dich charakterisieren: Flachwitz, Timing, Ungeduld.

Seit wann wohnst du in Stuttgart? Seit 2016. Damals bin ich für Eau Rouge hierher gezogen.

Dein Lieblingsort in der Stadt? Die Johannesstraße im Westen.

An welcher Theke trifft man dich am ehesten? Im Dortmunder.

Immer wieder Keller Klub

Verrate uns ein kleines Geheimnis – egal welches: Ich habe mal vor einem wichtigen Auftritt unsere komplette Lichtshow von meinem Laptop gelöscht, weil ich „aufgeräumt“ habe…

Welche Musik hörst du, wenn du in der Stadt unterwegs bist? Balthazar.

Wenn Stuttgart Musik wäre, wie klänge die Stadt? Krautrock: hektisch und sehr deutsch.

Wann und wo war euer erster Auftritt in Stuttgart? Das war im April 2013 im damaligen Schocken. Es war, als hätten wir schon ewig zusammen gespielt.

Welcher Auftritt in Stuttgart war euer denkwürdigster? Ich denke natürlich, der 6. Dezember 2019 im Club Cann wird danach der denkwürdigste gewesen sein.

Wo hast du allgemein die besten Konzerte der Stadt gesehen? Im Keller Klub.

Eau Rouge empfiehlt den Dortmunder!

Die beste Bar? Ganz klar: Zum Dortmunder!

Wo holst du dir spätabends noch was zu essen? Bei Jonas im Fais Dodo.

Typisch Stuttgart-West ist: Eine lange Schlange vor dem Bäcker Bosch, ein Jürgen-Klopp-Doppelgänger vor dem Grünen Eck im Gespräch mit Passanten, herbstlich verfärbtes Laub in der Johannesstraße, Kinderwagenkolonnen, die sich aus dem Naturgut schieben, Sonne, die die durch die steilen Straßen strahlt, dass man von San Francisco träumt…

Hach, ein echter Poet hinterm Schlagzeug! Gebt dem netten jungen Herrn also das nächste Mal ein Bier aus, wenn ihr im Dortmunder neben ihm sitzt und ihn vollraucht. Er hat’s verdient!

Titelbild: Matthias Somberg

www.eau-rouge-music.com

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