Stadtkinder: Konstantin Ebert vom Hallo Emil

Stuttgart, für immer erste Liebe? In unserer Reihe erzählen Stadtkinder, was sie an ihrer City so lieben – und was sie so richtig nervt. Heute mit Konstantin Ebert, der uns den Sommer mit seinem Hallo Emil versüßt hat.

Stuttgart – Sein Name ist Konstantin. Konstantin Ebert. Aber viel lieber bezeichnet sich der 29-jährige Lockenschopf als Creator of Chaos and Happiness. Das kann man jetzt so oder so sehen. Fest steht: Er ist zumindest der geistige Vater hinter dem Pop-Up-Erfolg Pauli im Gerber und hat den Sommer mit seiner neuen Neckar-Butze Hallo Emil merklich verschönert.

Hallo Emil, hallo Untertürkheim

Uns zumindest, denn Konstantin hat gefühlt durchgemacht. „Ich habe mittlerweile wohl alle Kapazitäten von Familie und Freunden aufgebraucht. Die sind wahrscheinlich froh, wenn es im Herbst ein bisschen ruhiger wird und sie nicht mehr so viel von mir hören“, lacht er. „Auf jeden Fall war es ein super spannender und herrlich ereignisreicher Sommer.“ Kann man doch auch mal sagen. Sogar trotz WM. Oder gerade deswegen?

Fußball hin oder her: Die Leute haben den Weg zu ihm nach Untertürkheim vielleicht nicht gesucht, aber gefunden. „Ich hatte das Hallo Emil anfangs viel mehr als Event-Location im Kopf. Aber die Leute kommen auch unter der Woche sehr zuverlässig zu uns“, freut er sich. Weil Untertürkheim aber natürlich nicht alles ist, haben wir ihn mal ganz ausführlich zu seiner Heimatstadt befragt.

Born and raised in Stuttgart

Seit wann lebst du in Stuttgart? Born and raised in Stuttgart! Also eher mehr der Vorstadt-Junge, da ich in Obertürkheim aufgewachsen bin. Nach ein paar Studienjahren hier und da bin ich seit vier Jahren wieder zurück und lebe in der Stadt.

Und wo genau? Im schönen Süden.

Was gefällt dir an dieser Ecke besonders, was eher weniger? Ich vermisse meinen guten Gaziantep Bäcker. Der war ums Eck meiner vorherigen Wohnung am Erwin-Schöttle-Platz. Bei einfachem Kaffee und endlos süßem Gebäck konnte man das Leben hier morgens noch an sich vorbeiziehen lassen. Doch jetzt hab ich dafür das Herbertz direkt ums Eck – wohl mit der beste Trost!

Zurück aus der Fremde

Wann und wo hast du dich in Stuttgart verliebt? Wahrscheinlich trage ich Stuttgart schon immer im Herzen. Erfahren habe ich die Liebe aber wahrscheinlich erst auf den zweiten Blick. Wie sagt man so schön: Man weiß etwas erst zu schätzen, wenn man es verloren hat. Nach meinem einjährigen Studienaufenthalt in Amerika habe ich mich doch wieder sehr auf die Heimat gefreut.

Ein idealer Stuttgart-Tag in Kurzform: Die Frage habe ich mir tatsächlich eine ganze Weile nicht mehr gestellt. Gut tun würde mir wahrscheinlich eine morgendliche Laufrunde durch die Wälder in Richtung Heslach. Ein anschließender frischer Smoothie bei Green Stream, ein großer Kaffee im Herbertz, ein ausgiebiges Zeitungs-Stöbern in der Sonne und ein Abend mit Freunden.

Konstantin voll in seinem Element (Foto: Hallo Emil)

Von wegen der Fluss fehlt!

Der schönste Ort der Stadt: Im Ruderboot auf dem Neckar. Seit ein paar Tagen bin ich stolzes Mitglied vom Ruderverein unter unserem Hallo Emil. Nach einer kleinen Einweisung darf ich jetzt selber rauspaddeln. Rechts und links und über einem die Autos vorbeifahren zu sehen, den heißen Straßenbelag zu riechen und selbst ganz ruhig dem Sonnenuntergang entgegenzurudern ist schon fast zu romantisch!

Was fehlt dieser Stadt am meisten? Ich hätte ja gesagt, das Wasser. Aber das habe ich ja jetzt dazugewonnen…

Wo ist Stuttgart am schönsten? Die Tübinger Straße lädt echt zum Schlendern ein.

Und wo am hässlichsten? Der Bahnhof versprüht nicht gerade den größten Charme.

Ich liebe die Tanke an der Immenhofer!

Ein Geheimtipp, den du ausnahmsweise mit uns teilst: Ich liebe die Tankstelle oben an der Immenhofer Straße. Die liegt nicht nur kuschelig im Wohngebiet, sondern weckt auch das Gefühl vom „auf Reisen sein“. Das Bier hier schmeckt definitiv nach Freiheit.

Deine Lieblingsbar? Ich mag‘s in der Sattlerei. Im Sommer schöner Trubel auf der Terrasse. Im Winter schlichte Gemütlichkeit im Inneren.

Wo lässt sich der Herbst in Stuttgart am besten aushalten? In der Panoramasauna im Leuze.

Was ist typisch Stuttgart? Ländlicher Charme mit großstädtischen Visionen.

Was wolltest du in Stuttgart immer schon mal machen, hast es aber noch nie geschafft? Surfen. Vielleicht dürfen wir ja bald – wir drücken der Neckarwelle die Daumen!

www.hallo-emil.de

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