Stadtkind-Playlists:
#1 by Tiemo Hauer

Für unsere Stadkind-Playlists holen wir uns regelmäßig Verstärkung von Künstlern, die nicht nur ihre Lieblings-Songs mit uns teilen, sondern auch verraten, welche persönlichen Storys dahinterstecken. Den Anfang macht der Stuttgarter Singer-Songwriter Tiemo Hauer.

Stuttgart – Seit 10 Jahren arbeitet Tiemo Hauer als selbstständiger Musiker, Songwriter und Produzent. Ganze zwei Jahre nach seiner letzten Platte „Vernunft, Vernunft“, arbeitet der 28-Jährige wieder an neuem Songmaterial für sein bereits fünftes Studioalbum. Zeit hat er trotzdem gefunden, um (einen Bruchteil) seiner persönlichen Lieblingstracks in eine Playlist zu packen – Flashbacks inklusive.

Tiemo Hauer über die Stadtkind-Playlist

M83 – „Go!“:

Der Song ist nicht nur prädestiniert für die Eröffnung einer solchen Playlist, sondern enthält gegen Ende auch noch eines meiner (vielen) Lieblings-Gitarren-Soli.

Tame Impala – „Let it Happen“:

Das Tame Impala-Album „Currents“, auf dem unter anderem auch dieser Song drauf ist, ist eine der abgenutzteren Schallplatten in meiner Sammlung. Immer wenn mir nicht einfällt, was ich hören möchte, greif ich zu dieser Platte und freue mich jedes Mal erneut über meine Wahl.

Eels – „The Deconstruction“:

Eels mag ich schon sehr lange, sehr gerne. Um so größer war die Freude, als ich gelesen habe, dass diese Band zu dem (in meinen Augen) großartigsten Festival, dem Maifeld Derby in Mannheim, kommen.

Radiohead – Everything In Its Right Place:

Radiohead darf auf keiner meiner Playlisten fehlen. Für mich (und sehr viele andere) eine der inspirierendsten Bands überhaupt. Schon der E-Piano-Synth-Sound im Intro treibt mir die Gänsehaut auf den Rücken. Noch ein kleiner Tipp: KID A, das Album von dem dieser Song stammt, wird am 3. Mai im Komma in Esslingen beim Podium Festival von einem Streichquintett aufgeführt.

„Dieser Song ist alles was ich denke, wenn ich mich aus Versehen mal samstags auf die Königstraße verirre.“

The Slow Show – Dry My Bones:

Keine Große Story. Einfach nur gut.

Daughter – Doing the Right Thing:

Großartige Band, großartiger Song. Beim bereits oben erwähnten Maifeld Derby, durfte ich sie vor zwei Jahren live erleben, während draußen ein apokalyptisch anmutendes Gewitter tobte. Unvergesslich.

Tocotronic – Gehen die Leute:

Dieser Song ist alles was ich denke, wenn ich mich aus Versehen mal samstags auf die Königstraße verirre. Zu Tocotronic muss man nicht viel sagen.

Maeckes – Marie-Byrd-Land:

Maeckes ist ein begnadet guter Texter und ein unglaublich vielseitiger, kunstform-übergreifender Künstler. Ich bin großer Fan von eigentlich allem, was er so macht. Tristan Brusch (der hier den Refrain singt und bei Maeckes zeitweise als Gitarrist gespielt hat) bringt übrigens auch bald sein neues Album heraus. Ich warte gespannt drauf.

Ain ́t Nothing Changed – Loyle Carner:

Erstmals auf egoFM gehört und gleich verliebt. In egoFM übrigens auch. Erst seit der Sender in Stuttgart sendet, kann ich wieder Radio hören.

„Hat auch in den 80ern schon Spaß gemacht.“

Juse Ju, Fatoni, Edgar Wasser – 7Eleven:

Ein Song aus dem neuen Juse Ju Album „Shibuya Crossing“, das ich jedem ans Herz lege. Hätte auch einige andere Songs daraus hier reinpacken können, aber wegen der Feature habe ich mich für diesen entschieden. Fatoni und Edgar Wasser muss man nämlich definitiv auch auschecken, wenn man sie tatsächlich noch nicht kennen sollte.

Elliot Moss – Closed Loop:

Für Fans von James Blake etc. Die EP „Boomerang“, auf der dieser Song ist, geht bei mir immer.

Noname – Yesterday:

Ich weiß nicht mehr woher ich es kenne, aber ich bin schon bei den ersten Takten ausgeflippt. Das ganze Album ist der Wahnsinn, wenn man auf sowas steht. Durch den Jazz-Sample-basierten Beat ist der Song die Überleitung zum nächsten Track.

Bill Evans – I Hear A Rhapsody:

Seit einigen Jahren nimmt Jazz eine immer größere Rolle in meinem Leben ein. (Und das nicht nur, weil mein Hund so heißt). Die Musik und der Grundgedanke des Jazz eröffnen einem ungeahnte Welten. Wer bisher keine Berührungspunkte damit hatte, sollte sich unbedingt mal herantasten. Bei den Jazzopen werde ich mir dieses Jahr wieder so einiges anschauen.

Spliff – Heut`Nacht:

Ich bin großer Bilderbuch-Fan. (Die Band. Nicht das für Kinder) – Als ich „Spliff“ neulich wiederentdeckt habe, ist mir aufgefallen, dass die einfach 1982 schon einen Sound gefahren haben, der nicht weit weg von dem ist, was heute gerne gehyped wird. Hat auch in den 80ern schon Spaß gemacht.

Sigur Rós – Sæglópur:

Sigur Rós waren viele Jahre meine absolute Lieblingsband. Inzwischen teilen sie sich diesen Thron mit vielen anderen und rücken immer mal wieder in den Hintergrund. Vergessen will, kann und werde ich sie aber nie. Live haben mich wenige Bands so sehr gefesselt wie diese.

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