Stadtkind on Tour: 5 Gründe für einen Korsika-Trip

Stadtkind-Autor Peter kennt Korsika noch von den zahlreichen Urlauben mit seiner Familie. Diesen Sommer ist er auf die Insel zurückgekehrt und hat euch fünf Gründe für eine Korsika-Reise mitgebracht.

Stuttgart – Korsika ist ein kleines Paradies, das seinen charmanten Kontrast aus Strand und Gebirge seit Jahrzehnten konserviert. Die Korsen versperren sich seit jeher den riesigen Hotelburgen und verschrecken mit einer gesunden Portion Ignoranz die internationale All-Inclusive-Szene. Trotzdem ist für alle Urlaubstypen was dabei, ob Airbnb, Campingpatz oder Hotel. Warum ihr den nächsten Urlaub auf Korsika schon jetzt planen solltet? Hier kommen fünf Gründe:

An karibischen Stränden relaxen

Die französische Insel ist nach Sizilien, Sardinien und Zypern die viertgrößte Insel im Mittelmeer und bietet entsprechend viele Küstenkilometer. Während es im Westen auch vereinzelt Stein- oder Kiesstrände gibt, befinden sich im Norden, Süden und Osten praktisch nur Sandstrände. Besonders schön sind die Strände in der Region um Porto-Vecchio.

Die Stadt im Südosten der Insel ist ein beliebtes Ziel italienischer und französischer Touristen, die es an die malerischen Strände von Santa Giulia, Cala Rossa, Pinarellu und Palombaggia zieht. In den drei Buchten von Palombaggia kommen auch Schnorchler auf ihre Kosten, das Wasser ist warm und seicht. Wer zu viel Energie hat, schwimmt eine Runde zu den Felsen vor der Bucht.

Warum nicht mit ein bisschen Meeresrauschen im Hintergrund weiterlesen?

Winzige Bergdörfer entdecken

Auf der Fahrt durch die schmalen, bergigen Straßen passiert es auf Korsika immer wieder: Plötzlich steht man in einem malerischen Dorf, das zugleich als Postkartenmotiv und Spielstätte eines Independent-Films herhalten könnte. Am Mittag ist man in den Dörfern mit der Hitze alleine, die Bewohner ruhen hinter den kühlen Steinwänden. Ein paar Kätzchen und Hunde, Bienen und Hummeln und das Klappern einiger vertrockneter Blätter sind das einzige, was die Ruhe durchbricht.

Von den Dörfern wie Santa-Maria-Poggio ist oft noch ein Blick auf die Ostküste Korsikas und das Meer möglich. Ohne Auto lohnt sich auch eine Wanderung, allerdings sollte man dafür nicht die heißesten Monate Juli und August wählen.

In Flüsse springen

Durch Korsikas gebirgiges Inland schlängeln sich einige größere und eine Vielzahl von kleinen Flüssen, die sich in natürlichen Becken, sogenannten Gumpen, aufstauen. Das Wasser ist entsprechend kalt, im Juli oder August aber genau das richtige nach einem kürzeren oder längeren Marsch. Oft gibt es auch Wasserfälle und Klippen, von denen höhere Sprünge möglich sind.

Tipps für solche Badestellen holt man sich entweder aus Reiseführern, von Einheimischen oder auf der Seite Paradisu. Dort sind einige Badestellen samt GPS-Koordinaten und Anfahrtstipps aufgelistet. Die Flussbadestelle auf den Bildern unterhalb heißt Bala und befindet sich etwa 20 Autominuten von Porto-Vecchio entfernt.

Durch historische Städte streifen

Neben der inoffiziellen Hauptstadt Korsikas Corte im Zentrum der Insel finden sich viele der malerischen Städte entlang der Küste. Porto-Vecchio, Bastia und Ajaccio liegen auf der südlichen Hälfte, Calvi und Bastia im Norden. Wer mit der Fähre von Genua oder Livorno nach Bastia fährt, dem empfiehlt sich ein Schlenker Richtung Westen nach Calvi. Die Bucht bietet einen für Korsika erstaunlich langen Sandstrand; in dem kleinen Städtchen reihen sich in den Gassen korsische Feinkosthändler und Restaurants aneinander.

Wichtig: Mit den Einheimischen lieber schlechtes Französisch oder Italienisch sprechen. Wer gleich mit Englisch ankommt, kommt oft nicht weit. Schon ein paar Wörter und Sätze auf französisch erweisen sich dagegen als wahre Türöffner.

So klingt die Insel bei Nacht:

Die Insel von oben bestaunen

Wenn es eine Insel gibt, die sich zum Wandeln lohnt, dann mit Sicherheit Korsika. Die Insel besitzt über 120 Zweitausender und bietet sowohl für Einsteiger als auch für geübte Kletterer unzählige Touren. Wer viel wandern möchte sollte eher im Frühjahr oder im Herbst auf die Insel kommen, oder am besten noch vor Sonnenaufgang aufbrechen. Es gibt auf Korsika sogar einen Fernwanderweg (G20), der sich auf knapp 200 Kilometern von Calenzana im Norden bis nach Conca im Süden erstreckt.

Wer im Hochsommer unterwegs ist und es erstmal ruhig angehen lassen möchte, kann zum Beispiel im Süden mit dem Auto zum beliebten Strand von Roccapina fahren. Von dort kann man über einen kleinen Berg mit einem zerfallenen Genueserturm in die nächste Bucht namens Erbaju. Den langen Sandstrand hat man dann fast für sich alleine.

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