Soulkitchen-Special:
Apfelkuchen zum Muttertag

Mamma mia: Am 10. Mai ist Muttertag! Ein Tag, den wir in Zeiten von Corona ganz besonders zelebrieren sollten – verantwortungsbewusst versteht sich. Und da Selbstgebackenes immer gut ankommt, verraten uns Stuttgarter Food-Blogger und Hobby-Bäcker ihre liebsten Apfelkuchen-Rezepte.

Stuttgart – Die Corona-Krise hat uns in den vergangenen Wochen dazu gezwungen nicht nur die Kontakte zu unseren Freunden einzuschränken – sondern auch die zu unserer Familie. Und wie ist das am Muttertag? Gute Nachricht für alle, die akutes Heimweh plagt: Besuche bei Mama sind auch dann möglich, wenn man in ein anderes Bundesland reisen muss! Dass auch jetzt noch alle Besuche verantwortungsbewusst ablaufen müssen, ist logisch.

Also schnell los, alle Zutaten besorgen und die Mamis am Sonntag so richtig überraschen. Food-Blogger und Hobby-Bäcker aus Stuttgart verraten uns ihre liebsten Apfelkuchen-Rezepte zum Nachbacken.

Apfelkuchen by Laura von „milaura“:

Laura Hofmann ist ein waschechtes Schwabenmädle. Die Stuttgarterin betreibt den kleinen, feinen Food- und Backblog milaura, auf dem sich neben zuckersüßen Törtchen auch zahlreiche gluten- und zuckerfreie Rezepte finden. „Die Leidenschaft fürs Backen habe ich von meiner lieben Omi Hilde und genau sie ist auch der Grund, warum ich mir mit ‚milaura‘ einen kleinen Traum erfüllt habe.“ Bei den Rezepten versucht Laura oft auch Omas Klassiker etwas aufzupeppen. „Und so habe ich mich zum Muttertag an das Heiligtum einer jeden backbegeisterten Hausfrau gewagt – den Apfelkuchen.“

Weiße Schokolade und Tonkabohne

Aufgepeppt mit weißer Schoki und Tonkabohne sei dieser Apfelkuchen nicht irgendein Apfelkuchen, sondern etwas ganz Besonderes! „Und ist somit genau richtig für die Besten – all die Mamis da draußen.“ Lauras Song zum Apfelkuchen sei leicht kitschig, „aber für mich wie ein Stück Apfelkuchen von Oma – ‚Homecoming‘ von Jacob Banks.“

Zutaten und Zubereitung:

  • 250 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 120 g weiße Schokolade
  • 4 Eier
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • 220 g Mehl
  • 1 Päckchen Tonkabohnen-Zucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 3 Äpfel
  • 50 ml Milch
  • Puderzucker zum bestreuen
  1. Die Äpfel schälen und entkernen, danach achteln und zur Seite stellen.
  2. Nun die Schokolade im heißen Wasserbad schmelzen. Danach etwas abkühlen lassen.
  3. Butter zusammen mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach die Eier dazugeben. Gemahlene Vanille und Tonkabohnen-Zucker dazugeben und weiter verrühren.
  4. Mehl, Backpulver, Mandeln und die Milch zur Eiermasse geben. Zum Schluss die geschmolzene Schokolade dazugeben und zu einem gleichmäßigen Teig verrühren.
  5. Den Teig anschließend in eine eingefettete Springform geben und die Äpfel in Sonnenform auf dem Kuchen verteilen.
  6. Die Form nun für eine Stunde bei 170 Grad Umluft backen, am besten über Nacht auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Feine Apfeltarte by Adi:

Die Kuchen von Adrijana gibt es in der Bar Süßholz am Wilhelmsplatz – heiß und direkt aus dem Ofen. „Das hat sich mittlerweile ganz gut etabliert. Und ich finde, dass selbstgemachte Kuchen einfach in eine individuelle Location gehören.“ Kein Wunder fand dort auch Adis Veranstaltung „Die kleine Soul-Kneipe“ – mit mindestens zwanzig Kuchen – statt.

Und wie kam sie zum Backen? „Ich weiß es selbst nicht mehr“, gibt sie zu. „Ich habe es einfach probiert. Es ist ja auch so, beim Backen kannst du nichts falsch machen. Wenn du dich an das Rezept hältst, dann wird es auch was.“

Der volle Apfelgeschmack

„Ich liebe Tartes“, betont Adi. Deshalb komme von ihr diesmal ein simples Rezept, bei dem der Apfelgeschmack im Vordergrund steht. Und mit ihrer Musikbeilage möchte die Hobby-Bäckerin ihrer Mutter folgendes sagen: „Oh Mama, du bist einfach die Beste!“

Zutaten und Zubereitung:

  • 100 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 100 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Milch
  • 900 g Äpfel
  • Butter für die Form
  1. Die Butter in einem Topf schmelzen. Zucker mit Vanillezucker, Eiern und der etwas abgekühlten Butter schaumig schlagen.
  2. Das Mehl mit dem Backpulver mischen, mit dem Salz und der Milch in die Creme rühren und einen glatten Teig herstellen.
  3. Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Apfelviertel quer in dünne Spalten schneiden und unter den Teig heben. Den Backofen auf 190 °C (Umluft 170 °C) vorheizen.
  4. Eine Tarteform (Durchmesser 26 cm) einfetten und den Apfelteig einfüllen. Im Ofen etwa 45 Minuten goldgelb backen, dabei nach 30 Minuten eventuell mit Backpapier abdecken. Schmeckt am nächsten Tag am besten.

Apfeltarte by Jasmin von „Oh, wie wundervoll.“:

Jasmin Schlaich ist nicht nur Bloggerin aus Leidenschaft, sondern vor allem auch und liebend gerne eine Backfee, die Stuttgart auf süße Weise aufmischt.

Das beweist die Stuttgarterin regelmäßig auf ihrem Blog „Oh, wie wundervoll.„, pop-up-mäßig auf diversen Events und zuletzt mit zwei Back-Büchern, die sich Pfannenkuchen und Süßem mit Kuss widmen. Das Backtalent hat sie übrigens von Mama und Oma in die Wiege gelegt bekommen.

Aus Omas Garten

Apropos Oma. Jasmin backt ihre Apfeltarte am liebsten mit Omis Äpfeln. Da diese sehr klein seien, müsse man ganz viele schälen. „Dafür sind sie aber bio. Und haben ganz viel Liebe erhalten“, freut sich die Bloggerin. Als Musikbeilage serviert die kesse Blondine „Home“ von Follow Cove. Und das hat Jasmin dazu zu sagen: „Danke Mama und danke Oma. Danke für alles. Danke, dass ihr mir so viele wundervolle Erinnerungen mitgegeben habt und ich immer wieder gerne zurück nach Hause komme. Und danke vor allem auch für das Backtalent und die gelingsicheren Rezepte, die ihr mir mit auf den Weg gegeben habt. Viel Spaß euch anderen mit dem gelingsicheren Apfeltarte-Rezept.“

Zutaten und Zubereitung:

  • 100 g Mandeln
  • 160 g Mehl
  • 100 g kalte Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 3 große Äpfel
  • Zitronensaft
  • 50 g Butter
  • Aprikosenkonfitüre
  1. Für den Mürbeteig Mandeln, Mehl, Butter, Zucker, Ei, Backpulver, Zimt und eine Prise Salz verkneten bis ein glatter Teig entsteht. Dann etwa 30 Minuten im Kühlschrank durchkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit eine Tarteform fetten und mit Mehl ausstäuben. Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Äpfel schälen, halbieren und dann in dünne Apfelecken schneiden. Dann mit Zitronensaft beträufeln und sternförmig auf die Tarte legen. Auf den Äpfel noch kleine Butterflöckchen verteilen.
  3. Die Tarte auf mittlerer Schiene ca. 25-30 Minuten backen bis der Rand braun ist.
    Am besten noch mit einem Kleks Sahne servieren.

Apfelkuchen by Thorsten Weh nach dem Rezept seiner Mutter:

Dass Thorsten Weh ein erfahrener Mann an Mic und Mischpult ist, weiß man spätestens seit der Gute-Nacht-Geschichte mit dem zweiten T, Thomas Hornung, und ihrem gemeinsamen Musik-Projekt Territory Sound. Die Bars und Clubs im Kessel sind sein zweites Zuhause. Als DJ Thorsten W. hat er dort nicht nur zahlreiche Nächte zu Tagen, sondern sich auch einen Namen gemacht.

Der selbsternannte Anekdoten-Onkel arbeitet bei Pulsmacher, schreibt für Kessel.TV und ist aber vor allem auch noch eines: Hobby-Bäcker aus Leidenschaft. Und wie kam’s dazu? „Durch Zufall.“ Thorsten ist in seine neue Wohnung eingezogen und hatte anfangs nur einen Backofen in der Küche, aber keinen Herd. „Ich wollte den Backofen nutzen, also habe ich einen Marmorkuchen gebacken und ein Bild davon bei Instagram gepostet. Weil das so gut ankam, habe ich eben eine Woche später wieder gebacken.“ Passend zum Muttertag gibt’s von Thorsten den Song „I got it from my Mama“ obendrauf.

Zutaten und Zubereitung:

Für den Boden:
  • 100 g Margarine
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

Für den Belag:

  • 100 g Margarine
  • 100 g Zucker
  • 3 Eier
  • 75 g Kokosraspel
  • 750 g Äpfel
  • 3 EL Zitronensaft
Für den Boden:
  • Zutaten verrühren, in Springform füllen, am Rand etwas hochziehen.
Für den Belag:
  • Zutaten verrühren. Äpfel schälen, grob raspeln, mit Zitronensaft beträufeln, umrühren, auf Teigmasse geben und bei 175°C 60-70 Minuten backen.

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