Soulkitchen mit Lisa: So einfach backt ihr Brot selbst!

Viel Mehl daheim und Bock auf Brot? Dann haben wir genau das richtige Rezept für euch. Lisas „No-Knead Bread“ ist super easy gemacht und kommt mit einer knackigen Kruste daher – was will man mehr?!

Stuttgart – Die Quarantäne-Zeit hat uns ziemlich viel abverlangt. Vor allem Geduld! Doch das Zuhause-Bleiben-Müssen hat auf viele auch motivierend gewirkt: endlich mal wieder ausmisten, alle Bücher lesen, die sich daheim so türmen oder die Leidenschaft fürs Backen entdecken udn ausleben. Letzteres wird von uns nun kräftig angefeuert: Denn hier kommt Lisas Rezept für ein No-Knead Bread – mit knackiger Kruste. Yummy!

No-Knead Bread – ein idiotensicheres Rezept

Foto: Tanja Simoncev

Aber erstmal: Wer ist eigentlich Lisa und was ist ein No-Knead Bread? Beruhigt euch, beides ist schnell erklärt. Lisa Schölzel ist eine Stadtkind-Soulkitchen-Bäckerin/-Köchin der ersten Stunde. Vor drei Jahren präsentierte sie bereits ihre Rezepte auf unserer Seite, seitdem hat sich einiges bei ihr getan – beruflich und privat. Die 27-Jährige hat Stuttgarts Hügel hinter sich gelassen und pendelt mittlerweile zwischen Hamburg und Berlin. Was hingegen gleich geblieben ist, ist Lisas Leidenschaft für Koch-Videos, in denen sie sich nur allzu gern verliert. So ist sie übrigens auch zum Rezept für das No-Knead Bread gekommen: also einem Brot, das ohne langes Kneten des Teiges auskommt. Aber lassen wir sie am besten selbst mal erzählen:

Das Geheimnis bei diesem Rezept ist der geringe Anteil an Hefe im Vergleich zu Mehl, eine sehr lange Gehzeit von mindestens zwölf Stunden und ein unglaublich heißer Bräter. Ein Bräter kostet ein bisschen, lohnt sich aber, weil man darin Gulasch, jegliche Art von Braten, zum Beispiel dieses Brot und noch unendlich viele andere Gerichte ohne viel Aufwand zaubern kann. Das Video, in dem der bekannte (und leider ehemalige) „New York Times“-Food-Autor Mark Bittman den Bäcker Jim Lahey in seiner Backstube besucht, könnt ihr euch hier anschauen. Es ist wirklich so einfach wie es aussieht. Im Grunde genommen macht die lange Ruhezeit die ganze Arbeit und ihr habt mit ein bisschen Geduld einen zähen Teig, der Fäden zieht und lauter Bläschen gebildet hat. Hier also ein schnelles und idiotensicheres Rezept für ein Brot mit krachender Kruste und schönen großen Luftlöchern, wie es sich gehört.

Bock auf Brot? Here we go!

Zutaten:

3 Tassen Mehl (geht auch gut mit Dinkel)

1/4 TL Trockenhefe

1,5 TL Salz

1,5 Tassen Wasser

Zubereitung:

Mehl, Hefe und Salz in einer großen Schüssel mit der Hand vermischen. Wasser dazugeben und wirklich nur ganz kurz mit einer Hand verrühren, bis sich die Zutaten ungefähr vermischt haben. Über Nacht, mindestens zwölf Stunden, mit einem Geschirrtuch abgedeckt gehen lassen.

Nach der Gehzeit den Ofen auf die höchste Stufe stellen und den Bräter direkt hineinstellen.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und einmal von jeder Seite in die Mitte falten. Auf einem Geschirrtuch mehr Mehl oder besser Weckmehl, besser bekannt als Paniermehl, das aus alten Brötchen oder eben auch Weckle gemacht wird, verstreuen und den Teig mit der Nahtseite nach unten darauf legen. Weckmehl darüber und mit den Tuchenden zudecken bis der Ofen aufgeheizt ist.

Den Brotteig in den Bräter legen, Deckel drauf und 30 Minuten backen. Dann den Deckel entfernen und weitere 15 Minuten im Ofen lassen bis eine dunkle Kruste entsteht. Am besten noch warm mit frischer Butter, selbstgemachter Marmelade oder Avocado bestreichen.

Hier geht’s zu Lisas Blog „What’s cooking, Lisa?“ >>>

Brot-Bilder: Lisa Schölzel

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