Soulkitchen mit Alicia Bär: Vegane Donauwelle

Die Stuttgarterin Alicia Bär interpretiert Kuchenklassiker neu – komplett vegan. Wir haben uns mit Alicia zu Kaffee und Kuchen getroffen und mit ihr über ihre Leidenschaft fürs Backen gesprochen. In unserer Soulkitchen verrät sie uns außerdem ihr Geheimrezept für eine vegane Donauwelle.

Stuttgart – Dass man so ziemlich jeden Kuchen auch in einer veganen Variante backen kann, zeigt Alicia Bär aus Stuttgart regelmäßig auf ihrem Instagram-Account. Egal, ob Hefezopf, Schoki-Birnen-Kuchen oder der klassische Apfelkuchen – bei Alicia sind die Rezepte vor allem eines: ohne tierische Zutaten. „Ich liebe es zu backen oder zu kochen. Für mich ist das einfach Entspannung pur“, verrät uns die 26-jährige aus dem Stuttgarter Westen. Dementsprechend viel ist in der heimischen Küche auch immer los.

Vegan backen? Kein Problem!

Alicia selbst lebt schon längere Zeit vegan. Als große Kuchen-Liebhaberin hat sie deshalb auch schon unzählige vegane Rezepte ausprobiert und zuhause nachgebacken. „Aber irgendwie war ich super oft mit den Zutaten oder dem Endergebnis nicht so ganz zufrieden. Denn auch wenn ein Kuchen vegan ist, sollte er vor allem eines: Gut schmecken!“ Deshalb hat sie einfach selbst mit verschiedenen Backzutaten und veganen Alternativen herumexperimentiert. Und siehe da, über die Jahre hinweg hat sich Alicia zu einer wahren veganen Back-Expertin entwickelt. „Am Anfang kann das vegane Backen echt eine Herausforderung sein – aber ich garantiere euch, dass man irgendwann echt den Dreh rausbekommt“, lacht sie.

Rezepte inspiriert von Oma

Ihre Rezepte stellt Alicia regelmäßig auf ihrem Instagram-Account vor und ist damit eine große Food-Inspiration für ihre Follower. Ihr selbst wurde das Backen und die Liebe für Kulinarisches bereits als Kind mit in die Wiege gelegt. „Meine Oma besaß früher ein Café, dadurch sind sehr viele meiner Rezeptideen natürlich von ihr inspiriert. Ich kenne viele Kuchen und Geschmäcker noch von früher und versuche mit meiner veganen Alternative so nah wie möglich an Omas Original ranzukommen“, berichtet Alicia. Wenn es um ihre Lieblingskuchen geht, ist Alicia ganz klassisch unterwegs. „Ich liebe Schokokuchen, sämtliche Arten von Obstkuchen und – natürlich – Donauwelle!“

Teil eines veganen Food-Start-Ups

Ihre Leidenschaft verschiedene Dinge als vegane Version neu zu interpretieren, hat Alicia inzwischen auch zu ihrem Beruf gemacht und ist seit kurzem Teil eines veganen Food-Start-Ups. „Aktuell befinden wir uns noch in der Gründungsphase. Aber wir sind fleißig am experimentieren und entwickeln“, verrät Alicia. Bis sie dazu Näheres sagen und vorstellen kann, versorgt Alicia ihre Follower auf Instagram weiterhin mit leckeren Kuchenrezepten und anderen kulinarischen, veganen Highlights.

Alicias Rezept für vegane Donauwelle

„Donauwelle ist schon immer mein absoluter Lieblingskuchen. Ich habe echt lange nach einem guten Rezept dafür gesucht, aber ehrlich gesagt nie eines gefunden. Deshalb habe ich einfach selbst verschiedene Zutaten ausprobiert und here we go: Hier kommt mein Rezept für eine leckere vegane Donauwelle. Geheimtipp: So komisch das jetzt auch klingen mag, aber benutzt auf jeden Fall bio Backpulver, nur dann gelingt der Kuchen perfekt.“

Vegane Donauwelle
Foto: Alicia Bär

Diese Zutaten braucht ihr:

Für den Teig:
320g Mehl
20g Stärke
1 Packung Backpulver (unbedingt bio Backpulver)
180g Zucker
300 ml Pflanzenmilch
150 ml neutrales Öl
2 El Kakao
1 Glas Sauer- oder Süßkirschen (mit Süßkirschen wird’s besonders lecker!!!)

Für die vegane Buttercreme:
1 Packung Vanillepuddingpulver
500 ml Sojamilch
100g Zucker für den Pudding
250g vegane Butter (Alsan)

Außerdem noch eine Tafel Zartbitterschokolade, die später auf die „Buttercreme“ kommt.

Und so geht’s:

Schritt 1:

Als erstes mischt ihr alle trockenen Zutaten des Teigs und gebt dann „Milch“ und Öl dazu. Mit einem Rührbesen alles gut vermischen, sodass ein Teig entsteht. Den Ofen zwischenzeitlich auf 180 Grad Umluft vorheizen. Dann etwas mehr als die Hälfte des Teigs in eine gefettet Springform geben (Ø24 cm). In den restlichen Teig den Kakao untermischen und auf dem hellen Teig verteilen. Als Nächstes die Kirschen gleichmäßig auf dem Teig verteilen und den Kuchen dann für ca. 50 Minuten im Ofen backen.

Schritt 2:

Für die Buttercreme den Pudding ganz normal kochen und unter Rühren abkühlen lassen. Die vegane Butter aus dem Kühlschrank nehmen. Sind Pudding und Butter auf Raumtemperatur, könnt ihr anfangen die Creme zu machen. Hierfür die Butter ca. 10 min aufschlagen und dann Löffel für Löffel den Pudding dazu geben (Immer schön weiterrühren nicht vergessen!) Fertig ist die Buttercreme. Sie kann nach Belieben mit Puderzucker süßer gemacht werden!

Last but not least:

Nachdem der Kuchen abgekühlt ist, die Buttercreme darauf verteilen (am besten lasst ihr die Form um den Kuchen, so bekommt ihr gerade Kanten) und anschließend die Zartbitterschokolade darüber geben – Fertig! Wenn die Schokolade fest geworden ist (nicht in den Kühlschrank stellen, bevor die Schokolade komplett getrocknet ist, sonst gibt’s nämlich hässliche weißliche Flecken auf der Schokolade) die Donauwelle genießen. Sie schmeckt übrigens am nächsten Tag fast noch besser und hält sich mindestens drei bis vier Tage im Kühlschrank.

Titelfoto: Joachim Baier

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