Situationen, die man nur im Wohnheim erlebt

Zugegeben: Man muss schon der Typ dafür sein, um im Wohnheim zu leben. Nicht jeder kommt mit bestimmten Eigenarten klar, die sich in den Alltag schleichen und so nicht im Mietvertrag vorzufinden sind – lustig, unterhaltsam aber auch einige, auf die man sicher gut verzichten könnte. Wir haben einige typische Situationen, die man im Studentenwohnheim erlebt, gesammelt.

Stuttgart – Das Leben im Studentenwohnheim hat seinen ganz eigenen Charakter. Mit Auf und Abs gibt es hier schon ganz spezielle Situationen, die man vermutlich nirgendwo anders erlebt. Die Entscheidung im Wohnheim zu leben, bringt nämlich so einiges mit sich. Langweilig wird es mit Sicherheit nicht und falls doch, zu putzen gibt es immer etwas oder zu meckern oder zu trinken.

Partys, Putzen & Co

Oh sweet Studentenleben. Man kennt’s und es hat auch seinen ganz eigenen Ruf – genauso wie das allseits bekannte Studentenwohnheim. Es gibt sie überall und egal ob in Stuttgart oder wo anders, das Leben dort ist ganz ähnlich. Meist lebt man in Dreier- bis Achter-Wohngemeinschaften, begegnet sich in der Küche, im Flur, vor der Tür oder auf Partys. Führt Zweck-WGs oder wird zu besten Freunden, kocht zusammen oder geht sich aus dem Weg. Es kommt immer drauf an, wo man landet und mit wem. Trotzdem gibt es gewisse Dinge, die sich wohl über alle Zeiten hinweg nie ändern. Dinge, die jeder, der einmal im Wohnheim gelebt hat, so oder so ähnlich unterschreiben kann. Wir sitzen halt alle im selben Boot beziehungsweise unter dem selben Dach.

Der Alibi-Putzplan

Jeder hat ihn, nicht alle nutzen ihn. Die ersten Wochen laufen noch wie am Schnürchen und jeder ist hochmotiviert den sorgfältig durchstrukturierten Putzplan auszuführen. Das lässt aber auch irgendwann nach. Irgendwann verliert man den Faden und geputzt wird nach Lust und Laune oder eben nicht. Nicht jeder fühlt sich eben angesprochen, wenn sein Name auf der Liste am Kühlschrank an der Reihe ist…

Um Küchenaufgaben zocken

Hat man genau so einen Alibi-Putzplan oder es gibt außerplanmäßige Haushaltsaufgaben zu verteilen, sind beispielsweise Uno-Karten ganz gute Schlichter – auch wenn man sich nicht wirklich darum streitet. Spielerische Arbeitsaufteilung macht sogar richtig Spaß – also das Spielen, nicht die Arbeit.

Alkohol ist immer im Haus

Das mal nichts im Haus ist oder man vergeblich nach einem letzten Tropfen sucht?  Gibt’s nicht! Man muss ja für jede Situation gewappnet sein! Und irgendwo im Haus wird schon irgendjemand vorbereitet sein. Man weiß ja nie was der Tag so bringt…

Das Spülbecken ist nie leer

Es gibt nichts lästigeres als den Abwasch. Kochen geht ja noch, aber fürs Abspülen danach ist einfach keine Energie mehr übrig: „Nö danke, lieber erst einmal einweichen“ – denkt jeder, fühlt jeder, macht jeder, zumindest in Studentenkreisen. Bis man eben zu hoch stapelt und es keinen Ausweg mehr gibt.

Kampf um die Waschmaschinen

In Wohnheimen gelten sie als heißbegehrte Einzelstücke. Lohnt es sich mal wieder zu waschen, sind sie meistens schon besetzt. Wenn man dann endlich eine ergattert hat und seine Wäsche wieder abholen möchte, kann es gut sein, dass sie schon jemand rausgeholt und auf die Waschmaschine obendrauf drapiert hat.

Irgendwo ist immer Party

Wohnheim ohne Party ist wie Uni ohne Semesterferien – unvorstellbar. Regelmäßiges abfeiern und Mukke auf volle Lautstärke muss schon sein. Auch wenn es einen gerne mal um den ein oder anderen Schlaf bringt, möchten wir es nicht missen. Also zu normalen Zeiten ohne Corona…

Wer hat mein Eis gegessen?

Gestern war’s noch da oder ned? Oder hab ichs selbst gegessen? Was weiß ich, auf jeden Fall ist es weg.

Wo kommsch du her?

Auch wenn die Unipartys dieses Jahr ausfallen, kennt wohl jeder diese Situation, wenn man mit anderen ins Gespräch kommt: „Wohnst du auch hier?“ oder „In welchem Studentenwohnheim wohnst du?“ Egal wo, immer gilt: „Bei uns ist es eh am coolsten.“

Wo ist meine Pfanne?

Was dein ist, ist auch mein oder so ähnlich. Trotzdem fragt man sich manchmal, wo die ein oder anderen Küchenutensilien geblieben sind. Möglicherweise bunkert sie irgendein Mitbewohner in seinem Zimmer, weil er gerade keinen Bock zum Abspülen hat.

Same decoration, different year.

Wozu ständig umdekorieren und sich den Jahreszeiten anpassen? Wozu den Weihnachtsbaum abbauen, wenn nächstes Jahr schon wieder Weihnachten ist. Das nächste Fest kommt bestimmt. Lohnt sich einfach nicht…

Ich war’s wirklich nicht

Poster und Karten mit lustigen Sprüchen zieren Wände und Schränke, so dass man kaum ein freies Plätzchen findet. Die meisten sind nicht ganz jugendfrei – aber natürlich war’s mal wieder niemand: „Das muss irgendjemand vor uns gewesen sein“.

Privatsphäre?

Weil es doch meistens laut zugeht, ist man auch mal froh, seine Ruhe zu haben. Tür zu, Rollladen runter und ciao.

Zu blöd…

Eigentlich gibt es keine Probleme bei der Badnutzung und morgens hat jeder seine Zeit. Aber gerade wenn man es echt eilig hat oder ultra dringend aufs Klo muss, kann man eigentlich darauf zählen, dass das Bad besetzt ist: Das kann dauern…

Essensgeruch 24/7

Kaum hat man seine Zimmertür geöffnet, weht er einem schon um die Nase. Irgendwer kocht immer und deswegen riecht es 24/7 nach Essen – manchmal schlägt der Hunger halt auch um halb 2 Uhr nachts zu. Der Geruch verschwindet jedenfalls nie, niemals aus der Bude!

Foto: Unsplash/Brooke Cagle

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