„Senk ju for travelling“: 12 Reisetypen aus der Bahn

Oft ist Bahnfahren nicht gerade ein „plesent tschörney“, sondern fühlt sich wie ein skurriler Gastauftritt in einer schlecht geskripteten Reality-TV-Show an. Die besten Szenen werden in dieser Reisekolumne zusammengefasst. Heute: 12 Reisetypen, die jeder kennt.

Stuttgart – Mal ehrlich: In der Bahn ist es wie im Zoo. Es gibt viele (menschliche) Gattungen zu sehen, die mehr oder weniger freiwillig in einem Waggon zusammensitzen. Zum Start der neuen Stadtkind Reise-Kolumne „Senk ju for travelling“ machen wir einen kurzen Abstecher in die Typologie der Bahnreisenden.

Montag, 9 Uhr morgens, am Gleis 5. In wenigen Minuten fährt der ICE nach Hamburg ein. Die Menschen hetzen aufgeregt über den Bahnsteig. Mittendrin: eins, zwei, drei Tauben, die sich am offenen Le-Crobag-Buffet den Croissant-Resten auf dem Boden widmen. Um ein bisschen Schwung in den Wochenstart zu bringen, reißt die Bahn den Sitzplatzreservierenden einfach den sicheren Boden unter den Füßen weg: Quelle Surprise! Wir fahren mit geänderter Wagenreihung.

Währenddessen ist der verkaterte Student neben mir aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und die Ü-40-Frauenreisegruppe trinkt erstmal ’nen Sekt vielleicht – orange, versteht sich.

Die Bahn, unser Boot

Was wir alle gemeinsam haben? Für die nächsten sechs Stunden sitzen wir im selben Boot – nur, dass das Boot eben nicht wirklich ein Boot ist, sondern eine Bahn, der ICE 1094 um genau zu sein.

Und damit man weiß, mit wem man es so zu tun hat, klopfen wir nun einmal einige Bahntypen ab, mit denen es garantiert jeder Reisende schon einmal zu tun hatte.

„Senk ju for travelling wis Stadtkind“

Zum Schluss ein kleiner Tipp für lange Bahnfahrten: Wie wär’s mit einem Reisetyp-Bingo? Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch Studienzeit. Falls ihr einen Storyteller erwischt, die spielen bestimmt gerne mit!

Jetzt bleibt uns nur noch zu sagen: „Senk ju for travelling wis Stadtkind. We wish ju a plesent tschörney! Goodbye!“

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