Reloaded: Live-Musik-Sessions im Dilayla

Stuttgart kann mehr als Feschtle und Clubbing – unter anderem Live-Musik. Und das nicht nur auf dem Schlossplatz, sondern auch im Dilayla. Dort starten diesen Donnerstag wieder Live-Musik-Sessions, wir haben mit Veranstalter Sanoj Abraham geplaudert.

Stuttgart – Intim, rhythmisch, kreativ – so in etwa könnte man die Live-Musik-Sessions im Dilayla beschrieben. Nach einer ersten erfolgreichen Saison, geht die Stuttgart Super Session diesen Donnerstag wieder an den Start und soll nicht nur Musiker, sondern auch Live-Musik-Interessierte anlocken. Mitmachen darf übrigens jeder, der Bock hat. „Man muss kein Ober-Mucker sein“, betont Sanoj Abraham, Initiator und Mitgestalter der Super Session. Genremäßig sei man auch nicht festgelegt – von Jazz bis Rock ist alles dabei. „Wir spielen das, auf was wir Bock haben“, freut sich der Musiker. „Und ich würde mir wünschen, dass wir den Laden nicht nur richtig voll machen, sondern mit der Session im Dilayla eine neue Musik-Kultur etablieren.“

Eine Anlaufstelle für Musiker

Live-Sessions in Stuttgart – wie kam es eigentlich dazu? Ganz einfach: Sanoj, selbstständiger Agentur-Boss, Event-Manager und Konzert-Veranstalter, kam geflasht von einer Lissabon-Reise zurück, wo Live-Musik-Sessions, das natürlichste der Welt zu sein scheinen.

Von Backnang ins Gerberviertel

Hinzu kam der Umzug von Backnang nach Stuttgart, dem die Erkenntnis folgte: „Das Nightlife im Kessel ist ja schön und gut, aber mir fehlt hier ein Ort, wo Musiker zusammenkommen“, berichtet der 35-Jährige. Jede Band habe ihr eigenes Umfeld gehabt, man habe sich gekannt, aber dass man mal zusammen auf der Bühne steht und was zusammen macht – Fehlanzeige.

Jam-Sessions? Fehlanzeige!

Da überlegte Sanoj nicht lange, sondern machte einfach und stellte im Herbst 2017 die Super Session auf die Beine. Selbst ist der Mann. Da kam ihm das Dilayla, mit seiner Live-Musik-Vergangenheit und einem Boss der Live-Musik mehr als feiert, grad recht. „Ein kleiner, schnuckeliger Club, das passt perfekt“, dachte sich der Musiker im Oktober 2017. Yusuf sei gleich begeistert und offen dafür gewesen. Da wurde nicht lange gefackelt, sondern einfach drauf los musiziert. Mit der ersten Saison oder auch Testphase wenn man so will, die bis März 2018 ging, sei er super happy.

Ein Musiker-Kern, der Bock auf Live-Musik hat, habe sich herauskristallisiert. „Es ist alles ganz klein gehalten, ich kümmere mich selbst um die Technik, treffe die Musik-Auswahl.“ Und das Beste:  „Aus den Sessions haben sich bereits tolle Verbindungen ergeben.“ Und genau das sei auch der Gedanke dahinter, dass die Leute eine Anlaufstelle haben.

Jede Woche ergeben sich bei der Session neue Konstellationen – es macht so Spaß zuzugucken.

Stuttgart Super Session

Sanoj macht den Opener-Song und moderiert ein bisschen durch den Abend, aber ansich ist dort alles sich selbst überlassen. „Und es funktioniert hervorragend. Aber ich würde mir noch mehr Publikum wünschen, denn wir machen nicht nur Musik für Musiker. Und es ist einfach geil, was da passiert. Musik in seiner reinsten Form, so wie es früher anfing, im Jazz hat man früher nur improvisiert. Und Stuttgart ist eine Jazz-Stadt, aber der Jazz ist teilweise sehr verkopft und dieses Eis möchte ich unbedingt brechen.“

Die Stuttgart Super Session ist für Leute, die Bock auf Live-Musik haben und das feiern wollen. Und zwar an einem Donnerstag, wenn nicht zig andere Veranstaltungen im Kessel sind.

Ab 21 Uhr ist das Dilayla geöffnet, ab 22 Uhr starten die Sessions. „Jeder kann kommen wie er will, ohne Dresscode. Und vor allem muss man kein Über-Mucker sein. Jeder darf auch machen wie er will. Da geht’s um Spaß an der Musik und die Community.“ Auf den Instrumenten, die da sind, darf jeder spielen und während der Session darf auch nicht geraucht werden.

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Die erste Veranstaltung findet diesen Donnerstag, 11. Oktober, ab 21 Uhr statt, hier geht’s zum Event >>>

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