Raverglueck – Fazit einer Techno-Weltreise

Ein Jahr auf Reisen und dabei Techno-Festivals auf der ganzen Welt besuchen? Roxy und Iryna haben genau das mit ihrem Projekt Raverglueck gemacht. Zurück in Stuttgart haben wir uns mit den beiden Freundinnen getroffen.

Stuttgart – Letztes Jahr im April haben sich Roxy und Iryna für ein Jahr eine Auszeit von ihrem regulären Bürojob genommen, um verschiedene Techno-Festivals auf der ganzen Welt zu besuchen. 40 Festivals in 28 Ländern auf sechs Kontinenten später, sind die beiden jetzt wieder im Kessel angekommen. Was auf ihrer großen Reise alles passiert ist, das haben sie auf ihren Social-Media-Kanälen dokumentiert und bewertet. Doch die Reise war für beide so viel mehr als ein „normaler“ Festival-Besuch.

Einmal um die Welt

Angefangen in Europa sind Roxy und Iryna einmal um die ganze Welt gereist, um Techno-Festivals unter anderem in den USA, Panama, Asien, Australien zu besuchen. „Die Reise hat grundsätzlich von den Kontrasten gelebt, in jedem Land der Welt war der Großteil der Menschen freundlich, offen und hilfsbereit. Deshalb hat die Reise unseren Glauben an die Menschheit wieder ein bisschen gestärkt“, stellt Roxy fest. Auf ein Lieblingsland können sie sich im Nachhinein nicht festlegen, schließlich haben sie überall einmalige Eindrücke gesammelt. Besonders gut gefallen hat es ihnen jedoch in Australien. „Der Spirit, die Leute und die Aufmachung der Festivals ist hier ganz besonders.“

Durch ihre Reise sind Roxy und Iryna inzwischen wahre Festival-Experten. Das Feiern an sich stand bei ihnen jedoch gar nicht so sehr im Vordergrund. Es sei natürlich super interessant zu sehen, was bei Festivals alles so möglich ist und wie sie sich weltweit unterscheiden. Vor allem aber haben Roxy und Iryna dabei viel über sich selbst gelernt. Und das sei das Beeindruckendste überhaupt.

Tanzen, Yoga & Meditation

„Generell lassen sich alle Festivals in zwei Kategorien einteilen. Entweder steht der Headliner im Vordergrund oder der Gast als Mensch.“ Natürlich wird überall getanzt und gefeiert, oft stehen aber auch Workshops mit Yoga- und Mediation-Sessions auf dem Programm. „Einmal waren wir 18 Tage auf einem Retreat in Panama und es war eine großartige Erfahrung“, schwärmt Iryna. Verschiedene Orte, Menschen und Festivals – die Reise hat beide nach eigenen Aussagen stark verändert, sie gehen jetzt viel offener durch die Welt. Und auch wenn sie während ihrer Reise so wenig Geld wie noch nie hatten, waren sie nie glücklicher. „Wir sind wirklich jeden Morgen mit einem Lächeln aufgewacht.“

Endlich wieder Butterbrezeln…

Auch wenn Roxy eigentlich aus Berlin und Iryna aus der Ukraine kommt, sie sind richtige Stadtkinder und haben Stuttgart schon ein bisschen vermisst. „Vor allem die Butterbrezeln und Maultaschen“, lacht Iryna. Der Kessel hat als Heimatstadt natürlich einen emotionalen Wert für beide: Ihre Freunde leben hier, sie lieben die wunderschöne Aussicht und gehen hier auch gerne feiern. Außerdem verfolgten viele Leute aus der Stuttgarter Techno-Szene die Raverglueck-Reise online, daher sei es aktuell auch schön „heimzukommen“.

Die Reise geht weiter…

Genug von Festivals haben Roxy und Iryna jedoch noch lange nicht. Auch nach ihrer Weltreise geht ihr Projekt Raverglueck weiter. In den nächsten Monaten sind sie auf vielen Festivals in Europa unterwegs. Für die Zukunft planen sie verschiedene Workshops, in denen sie ihre Erfahrungen weitergeben wollen. Es soll eine Mischung aus Reisebericht und Übungen werden, denn die Eindrücke von der Reise seien nicht mehr trennbar von den Erfahrungen, die beide als Menschen geprägt hat. Die Reise von Raverglueck geht weiter…

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