Pop-up-Bike-Lanes kommen nach Stuttgart

Gute Nachrichten für alle Radfahrer da draußen: Die Stadt Stuttgart richtet seit dieser Woche ein temporäres Radverkehrsangebot, sogenannte Pop-up-Bike-Lanes ein, die das Radeln im Kessel einfacher und angenehmer machen sollen.

Stuttgart – Kaum zeigt das Thermometer Plusgrade, schon wird das Fahrrad aus dem Keller befreit und auf Vordermann gebracht. Für Radtouren im Sommer sind wir immer zu haben, gerne auch durch die Innenstadt. Mit Corona haben wir uns noch einmal mehr auf Ausflüge mit dem Rad gefreut. Noch nie waren Fahrradläden so beliebt – wurden gestürmt und leer gekauft. Durch die Straßen zu düsen hat einfach seinen ganz eigenen Flair. Mit einem temporären Radverkehrsangebot ist das jetzt noch einfacher und vor allem sicherer. Am Montag, 8. Juni, haben die Arbeiten begonnen: Die Radfahrstreifen werden in beiden Richtungen eingerichtet. Gestartet wird mit der Theodor-Heuss-Straße zwischen Lange Straße und Bolzstraße. Später soll die Holzgartenstraße zwischen Schloßstraße und Hegelplatz dazukommen.

Die Theodor-Heuss-Straße macht den Anfang

Stuttgart darf in Zukunft gerne noch ein bisschen fahrradfreundlicher sein. Zunächst befristet bis 4. Oktober 2020 sollen die Pop-up-Bike-Lanes in der Stuttgarter Innenstadt bestehen bleiben. Beschlossen wurde das Vorhaben am 5. Mai vom Gemeinderat, am 8. Juni geht das Projekt mit der Theodor-Heuss-Straße zwischen Lange Straße und Bolzstraße an den Start. Als Radfahrstreifen werden in beiden Richtungen jeweils die rechten Fahrspuren genutzt. Vereinzelt sieht man schon ein paar Radfahrer, die das neue Angebot nutzen. Ein gemeinsames „Anradeln“ soll noch stattfinden.

In Gelb sollen die Radfahrstreifen fortan den temporären Radweg provisorisch markieren. Mit Spurleittafeln und Verkehrszeichen werden die Wege ausgerüstet. Außerdem ist in der Theodor-Heuss-Strasse die Aufstellung mobiler Radbügel in bestehenden Parkbuchten geplant. Auch Ladezonen und Flächen für das Abstellen von E-Scootern und Krafträdern werden ermöglicht.

Jeweils eine der Fahrtrichtungen halten als Umweltspur her. Das heißt in der Theodor-Heuss-Straße dürfen Busse in Fahrtrichtung Bolzstraße und in der Holzgartenstraße in Fahrtrichtung Schloßstraße die Radfahrstreifen befahren.

Rad statt Auto mit Pop-up-Bike-lanes

Dass die Luft dank Feinstaub nicht die Beste im Kessel ist, dürfte nichts Neues sein. Stuttgart hat ein Verkehrsproblem: Zu viele Autos, die Straßen sind voll. Der öffentliche Nahverkehr ist eine gute Alternative, der Umstieg auf das Rad eine noch Bessere. Der Radentscheid Stuttgart setzt sich dafür ein, dass sich unsere Stadt dahingehend in eine positivere Richtung entwickelt. Es gibt noch einiges zu tun, die Pop-up-Bike-Lanes sind aber schon einmal ein guter Anfang. Viele fühlen sich vielleicht nicht ganz wohl, wenn sie sich mit dem Rad unter den Straßenverkehr zwischen die Autos mischen – die extra Radfahrstreifen sorgen für mehr Schutz, um auch in der Innenstadt von A nach B zu radeln.

Mehr aus dem Web