Plakat-Aktion: Die Public-Poster-Galerie will Mut machen

30 Kreativköpfe, eine Plakatserie und radikale Empathie: Stuttgarts Kultursäulen und Klebeflächen verwandeln sich gerade in die Public-Poster-Galerie. Was die Aktion soll? Vor allem Mut machen – aber auch gute Laune, um entspannter durch die Krise zu kommen.

Stuttgart – Wenn die richtigen Leute gemeinsame Sache machen, dann entsteht meistens etwas Wunderbares. Und gerade Corona weckte neben unausweichlicher Krisenstimmung eben auch ganz viel Kreativität. Solidarität trifft auf Support – da passieren schöne Dinge und die machen Hoffnung. Und irgendwie wollen wir doch alle so gut es geht und gern auch entspannt durch die Krise kommen und zurück zur Normalität finden. Wie uns das am besten gelingt? „Darauf haben rund 30 Kreativköpfe aus Stuttgart und der Region vielleicht auch keine Antwort. Aber Ansätze, die Mut machen, Solidarität einfordern, die europäische Idee hochhalten, die Krise als Chance begreifen, Haltung zeigen oder die Menschen zum Lächeln bringen“, heißt es zur Aktion der Public-Poster-Galerie.

Jetzt oder nie – Public-Poster-Galerie!

„Wir haben unter den Designer-Kolleginnen und Kollegen den Aufruf gestartet, Plakate zu gestalten und eine Public-Poster-Galerie zu gründen“, erklärt Markus Niessner, Ideengeber und einer der Initiatoren. Das Feedback war gewaltig: Innerhalb weniger Tage gingen 36 Entwürfe ein, die gedruckt wurden und seit diesem Donnerstag ihren Weg auf Stuttgarts Klebeflächen und Kultursäulen finden.

Hinter dem Aufruf, Plakate zu gestalten und brachliegende Klebeflächen zu beleben, steckt übrigens die Bewegung für Radikale Empathie, kurz BRE, die bereits Ende 2016 für Furore sorgte und mit der Ausstellung „Die Banalität des Guten“ Anfang 2017 im NORD des Schauspiel Stuttgart zu Gast war.

Wiederbelebt wurde die BRE nun von ihren Gründerinnen Dominique Brewing und Anja Haas sowie den Designerin Melanie Müller und Designer Markus Niessner. Ihr Beweggrund: „Was wir können, ist den öffentlichen Raum fröhlicher, ein bisschen besser und bunter zu gestalten. Das ist vielleicht nur ein kleiner Beitrag“, sagt Dominique Brewing.

Aber wir wünschen uns, dass der ein oder andere entspannter durch die Krise kommt!

Und so schreibt die Bewegung für Radikale Empathie ihre eigene Geschichte weiter. Immerhin war sie maßgeblich am Fall der Berliner Mauer beteiligt, trieb die Geschlechter-Gleichberechtigung voran und kämpft weiter für ihren Traum einer besseren Welt. Aus dem Slogan „Jetzt oder nie – radikale Empathie!“ wird also im Frühling 2020 „Jetzt oder nie – Public-Poster-Galerie!“

Und das Beste: Mit der „Public Poster Galerie“ rannte man offensichtlich offene Türen ein. Das Kulturamt der Stadt Stuttgart war erstaunlich schnell als Unterstützer mit an Bord, ebenso die Druckerei Offizin Scheufele und sogar die Wirtschaftsförderung der Region und KulturRegion Stuttgart.

Alle Entwürfe sind auf der BRE-Webseite zu finden. Die hochwertigen Plakate im DIN-A1-Format sind für einen Solidaritätsbeitrag erhältlich, wovon ein Teil gespendet wird.

Mehr Infos gibt’s hier >>>

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