Neu in Stuttgart: Jung & Sexy im Leonhards-
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Urban, jung & sexy kommt das neue und gleichnamige Café im Leonhardsviertel daher. Während der Name für Diskussionen sorgt, sprechen das Interior und Angebot für sich. Und worauf liegt der Fokus? Kurz und knackig: Kaffee und Bagels.

Stuttgart – Wo war nochmal die Katharinenstraße gleich? Auch wir mussten erstmal Google fragen und staunten schließlich nicht schlecht. Die Lage ist top. Unweit vom Wilhelmsplatz, zwischen dem Sushi-Hotspot Kicho und den Bars Rocco und Puf, wo neun Jahre lang „Glenn’s Corner“ beheimatet war, eröffnete Ende Januar das Café „Jung & Sexy“. Und sorgte direkt für Diskussionen. Denn der Name kommt nicht bei allen gut an – und spaltet den Kessel. Naja, vielleicht nicht ganz so krass, aber es wird definitiv darüber gesprochen und auch diskutiert. Café-Chef Ben Dollinger verrät: „Der Name ist durchaus selbstironisch gemeint.“

Jung & Sexy: Ist der Name Programm?

„Ich fühl mich nicht als DER jung & sexy Typ schlechthin“, so Ben weiter. Der Name würde gut ins Rotlichtviertel passen. „Klar, provoziert und polarisiert er auch ein bisschen“, ist sich der Gastronom bewusst. „Letztendlich wollte ich immer einen Namen mit zwei Wörtern und einem ‚&‘ – und die Leute sprechen darüber, das ist ja ganz gut.“

Spezialitäten-Kaffee, Bagels und selbstgemachte Kuchen

Jetzt lassen wir mal den Namen so stehen und sprechen – viel wichtiger – über den Kaffee. Im „Jung & Sexy“ werden zwei Espressi angeboten: Der Hausblend kommt von Mókuska, der fruchtigere, blumigere – gerade, weil wechselnd – von Wildkaffee aus Garmisch-Partenkirchen.

Der Blend ist übrigens nicht der einzige Bezug zu Bayern, der Café-Chef selbst stammt aus dem schönen Berchtesgadener Land. Was hat ihn da bloß nach Stuttgart verschlagen? Die gute Luft wird es nicht gewesen sein…

Gastronomie statt Modebranche

Ganz einfach: das Studium in Nagold – zumindest in die Nähe. „Da hatte ich auch den ersten Kontakt zu Stuttgart und den Stuttgartern.“ Ben wollte damals eigentlich ins Familienunternehmen miteinsteigen, studierte deshalb Textilbetriebswirtschaft. Die Modebranche sei aber nicht ganz so seins, weiß er heute. „Dann habe ich’s mit der Gastro probiert, bin zu Hans-im-Glück gekommen und war dort zuletzt drei Jahre lang Geschäftsführer der fünf Restaurants in Stuttgart.“

Der Traum vom eigenen Café sei aber immer allgegenwärtig gewesen. „Ich war mir nie für irgendetwas zu schade und wurde schnell vom Barkeeper zum Geschäftsführer befördert.“ Klingt fast wie die altbekannte „Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär“-Story – aber halt nur fast. Weiter im Text. Bei Hans-im-Glück sammelte Ben ausreichend Gastro-Erfahrung und setzte sich schließlich ein Jahr lang mit Spezialitätenkaffee auseinander. Da war das eigene Café also nur noch eine Frage der Zeit und der nächste logische Schritt.

Alle Facts auf einen Blick:

Der Boden ist frisch abgeschliffen, die Räumlichkeit lichtdurchflutet und der Look urban und skandinavisch. Für das Interior und die gesamte Grafik ist übrigens das Innenarchitektur-Studio Komo aus Stuttgart verantwortlich.

Zum 1. November 2019 war Ben Mieter der coolen Location im Leonhardviertel, Ende Januar diesen Jahres folgte bereits die Eröffnung – recht zügig, möchte man meinen. Die Kuchen und das Mittagsangebot werden btw. selbst gemacht. Außerdem ist das Café mit W-Lan und Wickeltisch (im Männerklo) ausgestattet. Frühstück gibt’s von Freitag bis Sonntag, von 8 bis 16 Uhr. Und die Nachbarschaft sei mega happy, freut sich der 33-Jährige. Was will man mehr.

Aufgepasst! Ben sucht noch Mitarbeiter für „Küche & Service“ und einen Barista.

Jung & Sexy: Katharinenstraße 15, Stuttgart-Mitte (Leonhardsviertel), Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag 8 – 18 Uhr, Freitag – Sonntag 8 – 20 Uhr

Weitere Infos gibt’s hier >>>

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