Neu: Im Café Mela wird Nachhaltigkeit groß geschrieben

Stadtkinder müssen auch mal raus aus dem Kessel – zum Beispiel zur Messe. Ihr wisst ja: Termine. Da kommt uns das Café Mela in Echterdingen gerade recht. Wir haben den neuen Coffee-Spot direkt mal ausgecheckt.

Stuttgart – Auf der Fahrt zur Messe kann man so einiges tun, zum Beispiel in Echterdingen aussteigen. Klingt komisch, ist aber eine top Idee – vor allem für Kaffee-Junkies. Denn dort erwartet einen neuerdings das Café Mela mit Spezialitätenkaffee aus Honduras, selbstgemachtem Kuchen, Bananenbrot und vielem mehr. Genug geschwärmt, jetzt wird ausgecheckt. Wir treffen Hüseyin Kahraman an einem schönen Frühlingstag in seinem Café in der Nähe des Bahnhofs Echterdingen – und seine Augen strahlen mit der Sonne um die Wette. Der 39-Jährige ist happy, nach langer Zeit konnte er sich endlich den Traum des eigenen Coffee-Spots erfüllen und benannte ihn nach seinen Töchtern Melis und Ela – tadaaa: Mela war geboren.

Strohhalme aus Glas und kompostierbare To-go-Becher

Hüseyin, der in Untertürkheim aufgewachsen ist und in Filderstadt lebt, beliefert – als zweites Standbein – Röstereien mit Kaffeeverpackungen. Die Kaffeewelt ist also schon länger sein Metier und ein leidenschaftliches Hobby des 39-jährigen Familienvaters. In der Türkei, wo seine Wurzeln liegen, kam er viel und oft mit Kaffee in Berührung, hatte sich mit der Geschichte der Osmanen beschäftigt und durch verschiedene Kaffee-Variationen probiert.

So richtig mit Kaffee auseinandergesetzt

Durch den Geschmack und Geruch sei er zum Kaffee-Fan geworden, doch erst die Recherche über die Herkunft des schwarzen Goldes erweiterte seinen Horizont und verfeinerte seinen Geschmack. Und damit der stimmt, muss auch die Verpackung ökologisch wertvoll, ohne Aluminium sein. „Darauf lege ich sehr großen Wert“, betont Hüseyin. Vor allem jetzt als Café-Betreiber sei ihm das besonders wichtig.

Keine Wegwerfartikel im Café

Die To-go-Becher seien alle kompostierbar, die Deckel aus Maisstärke könne man im Bio-Müll entsorgen. Auch die Strohhalme im Café Mela sind keine Wegwerfartikel, sondern aus Glas. Man könne sie ganz normal im Geschirrspüler mitwaschen und immer wieder verwenden.

Der direkte Draht zu den Kaffeebauern – Direct-Trade-Kaffee

Und wie sieht’s beim Kaffee aus? Fast noch besser. Hüseyin hat einen direkten Draht zu den Bauern in Honduras, wo sein Kaffee herkommt. Der Bruder einer Kollegin würde dort leben und die Bauern betreuen. Das nennt sich dann wohl direct Trade. Und auch die Qualität stimmt, denn es sind handgeerntete, reife Bohnen. Man kümmere sich umeinander. Die Bauern werden mit Regenjacken versorgt, außerdem soll eine Schule in Honduras mit einer neuen Küche ausgestattet werden. Weitere Aktionen seinen geplant, verspricht der Café-Chef.

There’s no business like family-business

Im Café Mela packt die ganz Familie mit an. Und: Kaffee ist nicht nur Kaffee, der muss auch richtig zubereitet werden, das ist Hüseyin sehr wichtig. Der Mahlgrad müsse stimmen, die Wassertemperatur ebenfalls. „Alle Mitarbeiter müssen das auch können und wissen, sonst schmeckt der Kaffee nicht“, so Hüseyin, der eigentlich nie so richtig in die Gastronomie wollte. „Aber ein Café, das war für mich immer so ein Zwischending und dann hat sich das hier in Echterdingen ergeben.“ Davor tauchte Mela-Kaffee aber auch schon im Kessel auf, zum Beispiel auf Wochenmärkten oder dem Übermorgenmarkt. Dadurch sei die Nachfrage gestiegen und das Café der nächste logische Schritt gewesen.

Baristakurse ab Mai

Und es gibt noch eine kleine Besonderheit im Café Mela – und zwar Baristakurse. Im Mai geht’s los, Kaffee-Seminare in einer kleinen Kaffee-Schule. „Wir wollen unseren Gästen zeigen, wo kommt der Kaffee her, welche Varianten gibt es, wie wird Kaffee zubereitet“, freut sich Hüseyin, der die Kurse leiten wird.

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