Neu auf dem Weindorf: Zum Zullo

Am Mittwochabend geht’s los, dann beschert uns das Stuttgarter Weindorf wieder jede Menge feucht-fröhliche Tage und Abende. Mittendrin, statt nur dabei, ist ab sofort auch Gastronom Fabrizio Zullo mit seiner eigenen Laube. Uns hat er verraten, was die Gäste erwartet.

Stuttgart – „Explosioooon“ schallt es aus dem Club People, der Laden läuft, den Party-Peopz taugts. Ähnlich sieht es beim Café Lumen und der Schatzi-Bar aus – Fabrizio Zullo hat mit Partner in Crime Daniele Linciano die Gastroszene im Kessel ordentlich aufgemischt. „Was soll da noch kommen?“, wird sich der ein oder die andere jetzt fragen. Wir sagen: so einiges. Zurücklehnen ist nämlich nicht sein Ding, der 35-Jährige hat Bock auf mehr, weil er liebt was er tut. Kein Wunder machen ihm Action, Stress und Hektik aber mal gar nichts aus. „Ich habe mit der Gastronomie etwas gefunden, das mir richtig Spaß macht“, freut sich Fabrizio.

Zum Zullo geht an den Start

Aber erstmal zurück auf Anfang: Mit 17 Jahren hatte Fabrizio eine Lehre als Elektriker begonnen, die Kohle war knapp, ein Nebenjob musste her. „Ich habe  Zeitungen ausgetragen und irgendwann die Anzeige ‚Mash-Gastronomie sucht Servicekräfte‘ entdeckt“, erinnert sich der Café- und Club-Chef. Der abenteuerlustige Stuttgarter bewarb sich, wurde ins kalte Wasser geschmissen und lernte das Gastrolife von Grund auf kennen. Er bekam immer mehr Verantwortung und blühte auf.

Dort, beim Feiern, lernte er – wie könnte es auch anders sein – seinen Kumpel und Geschäftspartner Daniele kennen. Es habe sofort gepasst, seitdem sind die beiden ein Herz und eine Seele. Fabrizio tauchte immer mehr in die Welt der Gastronomie ein. Es folgten die Stationen Muttermilch, Lavazza, Tonstudio, Waranga – „egal wo ich war, ich habe immer 100 Prozent gegeben“, betont er.

Im November 2011 dann der entscheidende Anruf von Yusuf (wer ihn nicht kennt, der lügt) – „Ich habe einen Laden für euch.“ Aus einer Bauchentscheidung oder besser Schnapsidee entstand das People. „Erst wollte keiner für uns arbeiten“, so der 35-Jährige, dann platzte der Club Nacht für Nacht aus allen Nähten, der Rest ist Geschichte. „Wir haben immer weiter gemacht, gekämpft und uns nie unterkriegen lassen.“

Du musst Gastronomie leben.

Trainingslager: Wasen

Als Gastronom, aber auch „Westler“ aus Leidenschaft – Fabrizio ist in der Forststraße aufgewachsen – konnte er nicht darauf verzichten, das Lumen zu übernehmen. Und schon ein Jahr später kam die Schatzibar auf dem Wasen dazu. Ein Laden allein wäre aber auch wirklich zu langweilig.

19 Tage Wasen und das seit zwei Jahren sind – man kann es sich denken – ein gutes Trainingslager. Da kann das Weindorf kommen. „Ich liebe die Herausforderung, zwölf Tage Action, du musst planen, bist immer on fire, genau mein Ding.“

Fabrizio hat nicht erst seit gestern Bock, beim Weindorf mitzumachen. Und er ließ sich etwas einfallen. „Ich habe mich persönlich mit Bewerbungsmappe und allem drum und dran beworben.“ Das hinterließ bleibenden Eindruck. Die Folge: Zum Zullo geht das erste Mal an den Start.

Eine moderne Laube

Die Laube Nummer 42 wird sich direkt auf dem Marktplatz befinden und insgesamt 200 Plätze bereithalten. Was kann noch verraten werden: Die Laube wird alles andere als urig daherkommen, zeitgemäß und modern eben. Fabrizio will  Staub aufwirbeln, das Weindorf verjüngen. Und er geht die Sache ein bisschen anders an, will dem Ganzen einen neuen Flair verpassen: Zehn Gerichte (frisch zubereitet), 15 Weine, eine italienische Note – und zwar wird er selbst kellnern. „Es ist eine neue Herausforderung, aber eine gute. Ich freu‘ mich drauf!“

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