Mit Eat the World Stuttgart (nicht nur) kulinarisch entdecken

Neue Spots entdecken und mit leckeren Kostproben erschmecken – so lautet das Konzept von Eat the World. Wir waren bei einer Tour durch Stuttgart-West dabei!

Stuttgart – Wir Stadtkinder lieben es, neue Food-Spots auszuprobieren. Außerdem stellen wir immer wieder begeistert fest, wie vielseitig unser Kessel ist und wie viel es zu entdecken gibt! Was gibt es also Besseres, als beides miteinander zu kombinieren? Wir haben uns mit Eat the World auf eine kulinarisch-kulturelle Stadtführung durch unseren schönen Westen begeben – und dabei nicht nur geschichtliche Infos aufgesogen, sondern auch neue (Essens)Spots kennengelernt!

Mit Eat the World entdecken und erschmecken

Fernab der üblichen Touri-Orte und Franchise-Restaurants ein Stadtviertel richtig kennenzulernen – das ist das Konzept des Stadttourenanbieters Eat the World. Und das scheint sehr erfolgreich zu sein: Vor 12 Jahren ist die Idee in Berlin-Kreuzberg entstanden, mittlerweile kann man mit Eat the World in 50 deutschen Städten auf kulinarische Entdeckungstour gehen. Auf den Streifzügen führen die Guides in drei Stunden durch ihre Viertel und versorgen den Wissensdurst der Teilnehmenden mit historischen und aktuellen Informationen. Aber auch für den Heißhunger ist gesorgt, denn auf jeder Tour gibt es bis zu sechs Kostproben von lokalen und meist inhabergeführten Geschäften.

Genau das macht die Stadtführungen so besonders. Durch das Gespräch mit den Inhabern über ihre Köstlichkeiten erhält man nämlich ein ganz neues, fast einheimisches Feeling für das Stadtviertel. Und das kommt gut an, verrät Rainer Killian, City Manager der Touren in Stuttgart-West und Ost von Eat the World:

Ich glaube es gibt neben dem, was in unserem Alltag so routiniert, aalglatt und oft unpersönlich abläuft, eine große Sehnsucht bei uns allen, mal „nah dran“ zu sein und vielleicht sogar mal einen Blick hinter die Kulissen werfen zu dürfen. Genau das tun wir auf den Touren.

Unsere Tour durch Stuttgart-West: Hinterhofromantik trifft auf kulinarische Leckereien

Das besondere an den Touren: Jede ist anders, denn es werden immer wieder unterschiedliche Stationen angelaufen – allein auf dem Rundgang rund um den Bismarckplatz gibt es 18 Eat the World-Partner. Um euch nicht zu spoilern, nennen wir deswegen nicht alle angelaufenen Stationen beim Namen, sondern geben euch exemplarisch einen Einblick, wie die Tour abläuft:

Unser Streifzug durch den Westen hat bei perfektem Wetter am Feuersee begonnen. Den Einstieg in den kulinarischen Teil der Stadtführung bildete DIE schwäbische Spezialität schlechthin: eine Maultasche frisch vom Metzger. Von hier aus führte uns Guide Laura Müller entlang der wunderschönen Gründerzeithäuser in Richtung Bismarckplatz, wo ein Kügelchen Eis auf uns wartete. Anschließend ging es auf den Wochenmarkt auf dem Bismarckplatz, wo wir eine kleine Käsereise durch Europa genießen konnten. Nach einem Zwischenstopp im Hinterhof des schönen Rossbollengässles durften wir bei POIS – Natürlich Portugal neben einer Orangenmarmelade auch ein würziges Tomatenchutney sowie einen Rosé probieren. Den Abschluss bildete ein Gläschen Sekt im Theater der Altstadt, in welches uns Intendantin Susanne Heydenreich einen exklusiven Blick hinter die Kulissen ermöglichte.

Locals entdecken mit Eat the World ihre Stadt

Ja, der Westen ist einfach schön. Das hat Lauras Streifzug entlang der Gründerzeithäuser, in die schönen Hinterhöfe bis hin zum Theater der Altstadt wieder einmal bestätigt!

Tourguide Laura Müller mit DER schwäbischen Spezialität: die Maultasche, Bild: Sarah Knorr

Die Touren lohnen sich auf jeden Fall nicht nur, um fremde Städte, sondern auch um die eigene Stadt oder sogar das eigene Viertel zu erkunden. Das ging nicht nur uns so, denn interessanterweise stammten fast alle aus der Gruppe aus Stuttgart oder der Region. Zwei der Tourteilnehmer hatten sogar ihre Taufen in der Sankt Elisabeth Kirche am Bismarckplatz – und wollten einfach ihre Heimat kulinarisch besser kennenlernen.

Das sei häufig so, bestätigt Laura, einer ihrer Teilnehmer hatte als Kind sogar den Zweiten Weltkrieg in Stuttgart miterlebt. „Genau das macht es so spannend, die Tour lebt einfach von der Interaktion mit unseren Gästen.“ Ein weiteres Highlight war für sie ein Junggesellinnenabschied – eine der feucht-fröhlichsten Touren bisher. Weiter sagt sie: „Für mich sind die Touren wie ein großer Ausflug mit Freunden. Dabei ist es mir wichtig, dass ich das Gefühl vermittle, dass wir gemeinsam etwas erleben.“

Bei den Leuten kommen die Touren auf jeden Fall sehr gut an, allein der Rundgang rund um den Bismarckplatz findet in der Woche zehn Mal statt. Eine Tourteilnehmerin erzählte sogar, dass dies bereits ihre dritte Eat the World-Tour durch Stuttgart war – nur die Tour durch den Osten sowie der neuste Rundgang am Hölderlinplatz fehlten ihr noch.

Impressionen von der Tour in Stuttgart-West

Eat the World auf einen Blick

Seit 2008 kann man mit Eat the World Städte kulinarisch und kulturell entdecken, mit Touren in mehr als 125 Stadtvierteln in über 50 deutschen Städten. Eine Übersicht, in welchen Städten Eat the World Stadtführungen anbietet, findet ihr hier >>>

Touren in Stuttgart: Bad Cannstatt, Osten, Süden und zwei Touren im Westen (seit 2015 Bismarckplatz-Tour und seit Kurzem die Hölderlinplatz-Tour) – mehr Infos zu den Stuttgarter Touren hier >>>

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