Mit Alpakas auf Wanderung im Kessel

Alpakas sind die Trendtiere des Jahres. Wir haben die flauschigen Vierbeiner auf der Alpaka-Farm in Untertürkheim besucht und zeigen euch, was der Kessel sonst noch so an tierischen Ausflügen zu bieten hat.

Stuttgart – Am Fuße des Württembergs ist man offiziell noch im Kessel, doch zwischen Schrebergärten und Obstwiesen, in der Nähe des Rößle-Rundwanderwegs, geraten die Alltagssorgen in den Hintergrund. Bei Gabriele Schäfer auf der Alpaka-Farm herrscht eine angenehme Ruhe. In dieser Umgebung fühlen sich auch die Alpakas wohl. Die flauschigen Tiere sitzen glücklich an ihrem Fressnapf, der mit Heu gefüllt ist. Eine der Stuten wälzt sich auf dem Boden. Nur ein paar Hengste sind aufgedreht – die Paarungszeit steht an. Für die Fortpflanzung kommen Männchen und Weibchen zusammen, den Rest des Jahres leben die Stuten und Hengste getrennt voneinander.

Tier-Oase im Kessel

Im Juli und August rechnet Gabriele Schäfer mit tierischem Nachwuchs. 2003 sah die gebürtige Untertürkheimerin auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart, das alle vier Jahre parallel zum Cannstatter Volksfest stattfindet, zum ersten Mal Alpakas. „Ich habe mich ein Jahr lang intensiv über die Tiere informiert und anschließend ganz bewusst mit der Zucht auseinandergesetzt“, sagt Gabriele.

Sie kaufte zwei tragende Stuten, eine Jungstute und einen Wallach. Seit 2005 gibt es die Alpaka-Farm. Unterstützt wird Gabriele von ihrer Tochter Vanessa Schäfer und deren Freund Manuel Staub, die beide die Liebe zu den Alpakas teilen. Neben den Alpakas bewohnen Kaninchen und Hühner die Farm, auch ein Lama mischt die tierische Runde auf.

Junggesellen-Abschiede mit Alpakas

Warum sind Alpakas gerade im Trend? Genau weiß das Gabriele Schäfer auch nicht. „Es gibt generell immer mehr Alpakas und gerade die Wanderungen mit den Tieren sind sehr gefragt“, sagt die Züchterin. Diesen Trend bekommt auch ihre Farm zu spüren.

Kindergeburtstage, Fotoshootings und Wanderungen bietet das Team an. Gerade letzteres ist beliebt und das nicht nur bei kleinen Gästen. „Es kommen vor allem Erwachsene, Familien und auch Pärchen“, so Gabriele Schäfer. Sogar Junggesellenabschiede hat die Alpaka-Fachfrau schon betreut.

Verwechslungsgefahr: Alpakas und Lamas

Die Touren führen, je nachdem wie viele Stunden man gebucht hat, zum Württemberg oder Richtung Wald. Bei den Wanderungen ist immer einer aus dem Team dabei und erzählt Wissenswertes über die beliebten Vierbeiner. Denn Alpakas und Lamas werden oft verwechselt.

Die beiden Tiere sehen sich ähnlich, man kann sie zusammen halten und sie können sich sogar untereinander vermehren. „Lamas sind größer als Alpakas, sie werden anders gezüchtet und sie haben unterschiedliche Vorfahren“, erklärt Gabriele Schäfer.

Neugierige Geschöpfe

Neugierig und interessiert reagieren die Tiere auf menschliche Besucher. Spucken tun sie übrigens nur untereinander, wenn es Streit gibt oder um die Rangordnung festzulegen. „Eine gewisse Scheu wird ein Alpaka immer behalten“, sagt Gabriele Schäfer. Streicheleinheiten sind bei Alpakas daher schwierig. Sie sind eben keine Hunde, aber in Sachen Beliebtheit können sie mit dem besten Freund des Menschen (fast) schon mithalten.

https://www.wuerttemberg-alpakas.de/

(Fotos: Manuel Staub, Württemberg Alpakas)

Tierische Ausflüge rund um den Kessel

Neben Alpakas gibt es in der Region Stuttgart noch andere tierische Highlights. Ob Bärenfütterung, rosane Flamingopracht oder das längste Krokodil Deutschlands – hier ist für jeden was dabei.

Württemberg Alpakas

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