Messe Gin A‘ Fair: Es ist Gin o‘Clock!

Groß war der Andrang bei der ersten Gin A‘ Fair-Messe im Wizemann. Nach der erfolgreichen Feuertaufe vergangenen Winter laden die Macher jetzt zu einer besonderen Sommer-Edition in die Alte Reithalle.

Stuttgart – Beim Thema Wacholderschnaps wollen alle mitreden. Aus dem einfachen Mixgetränk aus Gin und Tonic Water ist ein Glaubensbekenntnis geworden, das jeder mit seinen eigenen zehn Geboten predigt, lebt und verteidigt. Das geht natürlich am besten in einer großen Gruppe und mit jeder Menge Schnaps. Um das mal in freier Wildbahn zu beobachten, musste man letztes Jahr nur die Gin-Fachmesse Gin A‘ Fair im Wizemann besuchen.

Im Wacholderwahn

Auf die Idee kamen ganz schön viele. Über 3.400 Gäste drückten sich vergangenen Dezember durch die Hallen. Eine Stadt im Wacholderwahn – und kein Ende in Sicht. „Der Erfolg war wirklich riesig“, blickt Veranstalter Benjamin Kieninger sehr zufrieden zurück. Deswegen gibt es jetzt eine „etwas kleinere, exklusivere Variante“ in der wunderschönen Alten Reithalle gleich neben dem Maritim Hotel. Und das gleich drei Tage lang, vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2018.

Endlich mal mehr als Gin Tonic

Der Unterschied: Im Wizemann lag der Fokus auf Gin und Tonic. Und weniger um puren Gin oder Cocktails auf Wacholder-Basis. „Diesmal wollen wir die High-End-Seite dieses Getränks hervorheben“, so Benjamin. Einen Wanderpokal für die beste Gin-Tonic-Kreation wird es dieses Jahr zwar geben. Eher schwebt ihm da schon ein schönes und stilvolles Bar-Event im Zeichen des Wacholders vor. Bestückt wird es von dutzenden Brennern, abgerundet von Street-Food-Ständen, Saxofonspieler, Barber-Shop, Herrenausstatter und Kräuterhändler. Und dann sind da noch die Aftershow-Partys in Kowalski oder Kupfi – mit freiem Eintritt für die Festivalbesucher. Aber Obacht: Vielleicht nicht gleich sein erworbenes Wissen an der Bar zum Besten geben.

Barkumpels sollt ihr sein

Wieder wird eine Mischung aus Hobbytrinkern und Gastronomen auf ein Who-is-Who der Brenner treffen. Destillerien aus Japan, Ibiza oder England sorgen für internationalen Flair. Aber natürlich wird die Sause von Stuttgarter Brennern wie Applaus oder süddeutschen Schwergewichten wie Monkey 47 abgerundet. Und mehr noch: Die Messe holt die lokale Barszene in die Alte Reithalle. „Das Paul and George schmeißt zum Beispiel die VIP-Bar auf dem Balkon“, so Benjamin. „Und die TinTin Bar im Heusteigviertel betreut die Cocktailbar im Open-Air-Bereich.“ Löblich: Die hat noch gar nicht geöffnet und legt dennoch schon voll los.

Trend ohne Ende

Aber die Frage ist halt immer noch: Warum zum Henker wurde ausgerechnet dieses Mixgetränk zum absoluten Erfolg? Der Veranstalter hat da so eine Theorie: „Gin Tonic lässt sich einfach herstellen – auch Zuhause. Man braucht nicht viel Erfahrung und auch nicht haufenweise Grundzutaten. Zudem ist Gin immer noch deutlich billiger als Whisky.“ Deswegen ist ein Ende des Wahns noch lange nicht in Sicht. „Die Absatzzahlen im Einzelhandel sind erst letztes Jahr das erste Mal angestiegen“, informiert Benjamin „Das geht so schnell also nicht vorbei.“ Gut für ihn: Im Dezember gastiert seine Messe wieder im Wizemann. Außerdem möchte er die Gin A‘ Fair auch auf Tournee bringen. Gute Zeiten für Wacholder-Wahnsinnige. Und alle, die es werden wollen.

Gin A‘ Fair
Alte Reithalle (Maritim Hotel)
31.5.-2.6.
Tickets unter www.ginafair.com

Titelfoto: Jez Timms /Unsplash

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