Masken-Nähanleitung für Projekte in Westafrika

In Kooperation mit der Stuttgarter Agentur Echo & Flut und der Dekorationsabteilung der WLB Esslingen, stellt die gemeinnützige Organisation S.H.A.R.E. Flüchtlingscamps in Westafrika eine Schnittmuster-Nähanleitung für selbstgenähte (DIY) Nasen-Mund-Bedeckungen zur Verfügung.

Stuttgart – Die S.H.A.R.E. Stiftung für Mikrofinanz, Fairen Handel und Friedensförderung e.V. mit Sitz in Stuttgart und Bern, engagiert sich für Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in Konfliktregionen, die die nachhaltige Befähigung zur Selbsthilfe und zu eigenverantwortlichem Handeln in den Mittelpunkt stellen. Mit den Schnittanleitungen wolle man vor allem Menschen in Nigeria helfen, die sich auf der Flucht vor Boko-Haram befinden. Unter Ihnen ist die Ansteckungsgefahr besonders groß. „Beatmungsmasken gibt es in dieser Region gar nicht“, so Nana Boahene, die das Produkt- und Projektmanagement der Organisation leitet.

Mehr als eine Nähanleitung

Entwickelt wurde die Nähanleitung mit Schnittmustern von der Dekorationsabteilung der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Die Connection kam über die Familie zustande – „meine Mutter ist die Leiterin dort“, sagt Nana strahlend. Durch die Einstellung des Theaterbetriebes habe die Dekorationsabteilung auf Maskenproduktion für Pflegepersonal, Altenheime und Co. umgestellt. Die DIY-Masken-Anleitung wurde in mehrere Sprachen übersetzt und von der Stuttgarter Agentur Echo & Flut grafisch umgesetzt.

„Dadurch können die Menschen in den Camps, die Masken zur Prävention selber herstellen.“ Außerdem stehe man mit den Leuten vor Ort im direkten Austausch. „Wir haben Infomaterial zusammengestellt, um zu informieren, wie sich die Bewohner vor dem Coronavirus schützen können und worauf jetzt geachtet werden muss.“ Auf dem Instagram-Kanal der Share Foundation finden sich deshalb neben der Nähanleitung auch Hygiene-Rules – zum gründlichen Händewaschen.

Mit diesem Engagement und der Hilfe qualifizierter Fachkräfte können die ca. 1.500 christlichen und muslimischen Binnenflüchtlinge (= Internally Displaced Persons / IDPs) im „Gurku-Interfaith Relocation Camp“ über die wichtigsten Präventiv-Maßnahmen für Covid-19 aufgeklärt werden. Zudem soll die Anleitung weiteren IDP-Hilfsprojekten im Land zugute kommen.

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