Literatur-
tipps: Lesestoff für die Zeit daheim

Bücher: Sie sind praktische Begleiter, versüßen uns die Wartezeit beim Arzt, im Zug oder in der Sonne. Morgens sind sie die perfekten In-den-Tag-Starter, abends die idealen Einschlaf-Helfer. Wir haben ein paar unserer liebsten Bücher für euch zusammengefasst.

Stuttgart – Manchmal vergisst man fast, wie schön es sein kann, sich mit einem guten Buch zurückzulehnen und in andere Geschichten und Welten einzutauchen – den Alltag für einen kleinen Moment zu vergessen. Oft muss man erst einmal eine Weile stöbern bis man das passende Buch für sich gefunden hat. Wer Bücher uncool findet, hat wohl einfach noch nicht die Richtigen gelesen. Hier ein paar Literaturtipps, vielleicht ist ja etwas für den ein oder anderen dabei.

Literaturtipps

Die besten Bücher sind die, die man weglegt und nicht vergessen kann. Die zum Nachdenken anregen und die einen noch lange nach dem Lesen beschäftigen. Literatur, bei der man sich wünscht, man könnte sie noch einmal zum ersten Mal lesen. Bücher, die nie enden sollen. Wer auf der Suche nach Lesestoff für die Ferienzeit ist, findet hier eine kleine Auswahl an Inspiration. Diese Bücher sind leicht zu lesen und beinhalten trotzdem wichtige Botschaften und ernste Themen. Es ist doch immer wieder schön seinen eigenen Horizont zu erweitern.

Das Rauschen in unseren Köpfen – Svenja Gräfen

Frisch verliebt scheint alles perfekt und so leicht wie noch nie. Es beginnt wie eine typische Liebesgeschichte bis Hendriks Vergangenheit ihn einholt: Eine Mutter, die wegsieht; ein depressiver Vater, der nicht mehr da ist, Klara, seine erste Liebe, die ebenfalls ihre Päckchen zu tragen hat und er selbst, der mit depressiven Schüben zu kämpfen hat. Eine poetisch schöne und auch traurige Geschichte über zwischenmenschliche Beziehungen, das Festhalten daran und die Vergangenheit, die sich nie ganz abschütteln lässt.

Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen – Axel Hacke

Kein Roman, aber ein Buch aus dem man etwas mitnimmt, das zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Sehr lesenswert, gut verständlich und nachvollziehbar geschrieben. Axel Hacke fragt sich, was man heute unter Anstand versteht, schreibt über Beobachtungen, Gespräche mit Freunden, aber bezieht sich auch auf Literatur und Philosophie. Auch das Zusammenleben der Menschen und politische Geschehnisse werden thematisiert. Was heißt es ein anständiges Leben zu führen?

Kurt – Sarah Kuttner

Lena ist mit ihrem Freund und dessen Sohn Kurt, der zwischen ihnen und seiner Mutter hin und her pendelt, zusammengezogen – bis Kurt vom Klettergerüst fällt und einfach so aus dem Leben gerissen wird. Eine Geschichte über Verlust, Trauerbewältigung und wie schwierig es manchmal ist, einen geliebten Menschen zurück zu lassen und andere daran teilhaben zu lassen.

Elf Minuten – Paul Coelho

Wie es für Coelho typisch ist, schreibt er Geschichten aus dem Leben. In „Elf Minuten“ verpackt er Weisheiten und Probleme mit seinem inspirierenden und doch einfachen Schreibstil in schöne Worte: Die junge Prostituierte Maria verlässt ihr Heimatland. Sie möchte unbedingt den ärmlichen Verhältnissen, in denen sie aufgewachsen ist, entkommen und ein neues Leben anfangen.

Die Geschlechter. New Yorker Geschichten – Dorothy Parker

16 Kurzgeschichten, ein Thema: In „Die Geschlechter“ vereint die amerikanische Autorin Dorothy Parker kurze Erzählungen mit Botschaft in einem Buch. Sie gehörte zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Ob morgens zur ersten Tasse Kaffee, mittags zum Lunch oder abends zum Einschlafen, ist so eine Kurzgeschichte perfekt für zwischendurch.

 Dem Horizont so nah – Jessica Koch

Auch wenn es sich wie eine Liebesschnulze anhört und das auch teilweise zutrifft, ist der Roman viel mehr als das. Themen wie HIV und Missbrauch in der Familie stehen im Fokus. Schmerzlich wird einem beim Lesen bewusst, dass es im echten Leben manchmal einfach kein Happy End gibt. Tieftraurig, berührend und nur schwer aus dem Kopf zu bekommen, beruht diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit.

Das Leben und das Schreiben – Stephen King

Eine Biographie mit tiefen Einblicken in sein Leben hat Stephen King mit „Das Leben und das Schreiben“ geschaffen. Aufgeteilt in zwei Hälften, geht es in der ersten um seine Kindheit und um Erlebnisse, die ihn geprägt und zur Entstehung verschiedener Werke beigetragen haben. In der zweiten Hälfte gibt er Tipps und Hilfestellungen für werdende Autoren. Außerdem erläutert er die Besonderheiten seines eigenen Stils. Sehr interessant für alle, die sich selbst für das Schreiben interessieren!

Das Feld – Robert Seethaler

In „Das Feld“ geht es um das, was bleibt, wenn Menschen sterben. Es geht um Dinge, die verschiedene Leben geprägt haben: Geständnisse und Erkenntnisse, die sich diese Menschen rückblickend eingestehen und manches, das erst aus der Distanz bedeutend erscheint. Robert Seethaler lässt verstorbene Bürger einer kleinen Stadt genau über diese Dinge erzählen. Es zeigt ganz unterschiedliche Menschenleben, die miteinander verbunden sind und sich zu einem Roman fügen.

Das Erich Kästner-Buch. Gedichte und Prosa

Kästner kann nicht nur Kinderbücher ganz wunderbar: Das Erich Kästner-Buch ist eine Sammlung von Gedichten und Prosa und darf in keinem Kästner-Fan Bücherregal fehlen. Nimmt man gerne in die Hand, ist schön anzusehen, zum immer wieder durchblättern und eintauchen.

Taubenleben – Paulina Czienskowski

Junge Leute fragen sich oft nach dem Sinn des Lebens, hinterfragen bestehende Strukturen und haben nicht selten Bindungsängste. So auch Protagonistin Lois, die nach einem One-Night-Stand auf das Ergebnis eines Bluttests wartet. Sie überdenkt nicht verarbeitete Erlebnisse aus ihrer Kindheit, wie zum Beispiel den frühen Tod ihres Vaters. „Wie kaum jemand anderes fängt Paulina Czienskowski das Lebensgefühl der Generation Y zwischen Anxiety, Sinnsuche, vermeintlicher Liebe als Ersatzreligion und der ständigen Beschäftigung mit sich selbst ein.“ (Vogue)

Der Koch – Martin Suter

Maravan ist ein tamilischer Asylbewerber und lebt in der Schweiz. Aufgrund seines Asylstatus arbeitet er als Küchenhilfe und kann sein eigentliches Talent als Koch nicht ausleben. Als seine Kollegin von bestimmten Techniken der ayurvedischen Küche, welche das Sexualleben aufleben lassen, erfährt, gründen sie gemeinsam „Love Foods“. Bald landet Maravan in einer moralisch fragwürdigen Zwickmühle. „Der Koch“ ist ein globalisierungskritisches Drama.

Wer jetzt noch nicht genug hat, findet hier weitere Buchtipps.

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