Kuriositäten, Kunst und Kaffee: Kiosk Monokel 57 in Echterdingen

Das Monokel 57 ist ein Kiosk – aber nicht auf die „klassische Art“. An der Hauptstraße in Echterdingen vereinen Terry Zeimpekoglou und Sarah Archut-Zeimpekoglou Kuriositäten, Kunst und Kaffee in einem Zwischennutzungskonzept, das die beiden ihr „Mikro-Wohnzimmer“ nennen.

Stuttgart – Echterdingen kommt – nach dem Café Mela sorgt nun ein weiterer neuer Spot für frischen Wind in der Stadt. Mit dem Monokel 57 zeigen die kreativen Köpfe Terry und Sarah, was man aus einem Kiosk alles so herausholen kann. Das ehemalige Früchteeck stand lange leer, nun übernimmt das Ehepaar die Location für ein Jahr. Ein „Pop-up-Kiosk“ sozusagen, der als Treffpunkt, Zwischenstopp und zum Zusammenkommen einlädt.

Kuriositäten, Kunst und Kaffee: Kiosk

Die Kombination aus Kuriositäten, Kunst und Kaffee lag für Terry und Sarah einfach auf der Hand. Terry, der aus einer Gastro-Familie stammt, ist in Echterdingen kein Unbekannter. Schon mit 14 Jahren half er im Vereinsheim der Eltern, arbeitete später in Wirtshäusern und knapp zehn Jahre als Barchef. Nach seiner Barista-Ausbildung bei Nana Holthaus-Vehse konnte man Terry im Condesa am Marienplatz Cortado, Espresso und Co. servieren sehen.

Sarah hingegen ist Künstlerin und Illustratorin. In ihren fantasievollen Motiven verbindet sie die Welten von Tier und Mensch miteinander.

Kaffee und Kunst, check. Doch was hat es mit den Kuriositäten auf sich? „Das kommt von meiner Sammelleidenschaft für Trödel und Vintage-Stücke. Wir haben die ganze Garage voll“, lacht Sarah.

Die Idee, das alles in einem Kiosk zu vereinen, kam spontan. So wie ziemlich alles im Leben des Ehepaares. „Ich wollte schon immer etwas mit Kaffee und Getränken machen“, so der 39-Jährige.

Auf die Location sind sie durch Zufall gestoßen: „Das Früchteeck stand lange leer und wir haben uns gefragt, was damit passiert.“ Nach einer Besichtigung war klar: Daraus können wir etwas machen. „Es sah zwar schäbig aus, aber wir hatten sofort ein Bild im Kopf, wie es aussehen könnte.“

Kuriositäten, Kunst und Kaffee: Kiosk

Vor dem Kiosk stehen alte Kinosessel, die Theke wurde aus einer alten Tür gefertigt. „Dafür sind wir extra zwei Stunden gefahren“, erzählt Terry. Der Look vom Monokel 57 ist retro – ganz nach dem Stil von Terry und Sarah: „Es ist sozusagen unser Mikro-Wohnzimmer.“

Der Name für den Kiosk entstand – natürlich – auch spontan, wie Terry erklärt: „Ein Monokel ist ein Gegenstand aus früheren Zeiten und vergrößert Dinge. Genau das wollen wir mit unserem Laden tun: Den kleinen Kiosk zu etwas Größerem machen.“

„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“

Besonders wichtig ist Terry das Zitat an der Eingangstür seines Kiosks. „Viele Menschen sind festgefahren in ihrer Welt und für sie gibt es nur die eine Realität. Der Spruch soll uns daran erinnern, das Anderssein von Menschen und Dingen zu akzeptieren.“

Kaffee, Süßigkeiten, ausgewählte Weine, Trödel und Kunst

Das Monokel 57 ist ein Spot für den kurzen Stopp, den Kaffee zwischendurch oder die kleine Besorgung – vielleicht auch so gemütlich, dass man doch länger bleiben mag.

Neben Kaffee-Kreationen mit der Röstung von Mókuska gibt es ausgewählte Weine, Bier aus einer 17 Quadratmeter-Brauerei in Mußberg, eine Süßigkeiten-Ecke, Kuchen, Brownies, selbstgemachte Limonade, vereinzelte Vintage-Trödelteile und natürlich die Kunst von Sarah Archut. „Ich möchte, dass die ganze Welt die Kreationen meiner Frau sehen kann“, sagt Terry stolz.

Für den Kiosk hat Sarah Postkarten zum Verschenken gestaltet und Jutebeutel mit ihren fantasievollen Motiven.

Mit den Öffnungszeiten wird vorerst herumprobiert: „Wir wollen in den nächsten Wochen testen, wie das Monokel angenommen wird.“

Monokel 57: Hauptstraße 57,  70771 Leinfelden-Echterdingen, Öffnungszeiten: Montag – Freitag 7.30 bis 18 Uhr, Samstag 9.30 – 15.30 Uhr, Sonntag geschlossen

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