Kunst im Hinterhof bei der Westallee

Stadtkinder lieben die Westallee: Vom 12. bis zum 14. Juli verwandeln sich Lerchenplatz und Johannesstraße wieder in einen urbanen Spielplatz: Musik, Subkultur, Kulinarik und gute Vibes unter freiem Himmel. Ein besonderes Highlight wartet am Samstag bei Kunst im Hinterhof.

Stuttgart – Es gibt viele gute Gründe, sein Wochenende rund um die Westallee zu planen. Das Straßenfest findet nicht nur an einem wunderschönen grünen Fleckchen zwischen Lerchenplatz und Johannesstraße statt. Es bringt auch all das zusammen, was den Sommer so wundervoll macht. Also entspannte Menschen, gutes Essen, besondere Drinks, bemerkenswerte Live-Acts. Und vor allem viel Zeit, um endlich mal wieder mit den Freunden, Nachbarn oder Kollegen abzuhängen. WM-Finale ist außerdem erst am Sonntag.

Abtrinken!

Donnerstag geht es beim Nachbarschaftstag noch gediegen und ruhig zu, Freitag und Samstag wird dann aufgedreht. Live-Mucke von Nachbar Dexter, Kid Simius, Niklas Ibach oder Romare. Schallplattenstände, Programm für die Kids, Essen von den West-Institutionen Bar Vicino und Feinkost Yücel.

Die Dompteure von Applaus Gin sind auch wieder mit ihrem Büdchen vor Ort. Und schenken sogar eine echte Weltpremiere aus: Barteks Apfelschorle Grober Schnitzer samt Applaus Gin. Wie man diesen Drink gescheit mischt und was es mit #abtrinken auf sich hat, steht hier.

Benni Erbsland mag Kunst. Und Eis (Bild: Lutfi Alio)

Hinterhof, öffne dich!

Besonderer Höhepunkt am Samstag ist aber auf jeden Fall Kunst im Hinterhof. Einerseits weil die Kunst der teilnehmenden Stuttgarter Künstler eine echt saubere Sache ist. Und andererseits, weil die Hinterhöfe im Westen bekanntlich gut für sehr große Überraschungen sind.

Ob urbanes Idyll oder paradiesisch bewachsener Rückzugsort: Bei der Westallee kann man mal einen Blick hinter die West-Fassaden werfen. Und dabei spannende Kunst live erleben. Was es mit dieser Aktion auf sich hat, erzählt uns einer der Verantwortlichen Benni Erbsland von der Agentur Brightzeit.

Unnützes Halbwissen

Was ist das Besondere an Kunst im Hinterhof? Stuttgarter sind gut darin, aus den gegebenen Möglichkeiten etwas Spannendes entstehen zu lassen. Und in diesem Geist wird jeder teilnehmende Hinterhof zu einer temporären Galerie im öffentlichen Raum.

Wie erlebt man die Aktion am Besten? Wir bieten geführte Touren an. Abmarsch immer zur vollen Stunde, Treffpunkt am Applaus-Kassenhäuschen am Hölderlinplatz. Bei denen geben wir unser unnützes Halbwissen und Hintergrundinfos über die Ausstellenden zum Besten. In der Gruppe macht es halt viel mehr Spaß.

Und wer ist so alles dabei? Zur Zeit sind wir bei knapp über zehn Höfen und etwa 15 ausstellenden Künstlern. Darunter die üblichen Verdächtigen wie Anna Ruza, Robin Treier und Yves Findling, aber auch Leute, deren Arbeiten wir zum ersten Mal zeigen.

Ein bisschen ‚Alice im Wunderland‘, ein bisschen schwäbische Toskana.

Dein persönliches Highlight? Fotonoid, ein außergewöhnlicher Fotograf. Er bietet für kleine Gruppen eine Einführung mit Rundgang an. Anmeldung läuft direkt vor Ort. Außerdem gibt es für Kinder in diesem Jahr zum ersten Mal eine Station direkt am Hölderlinplatz: Anja Lamann vom Malatelier im Westen weckt die Kreativität der jungen Besucher mit Farbe und Pinsel.

Hast du einen Lieblings-Hinterhof unter den teilnehmenden? Also, neben dem Café Stöckle gibt es einen schmalen Eingang, der in einen traumhaft schönen Garten führt. Es ist ein Ort, den man so an dieser Stelle nicht erwarten würde. Ein bisschen „Alice im Wunderland“, ein bisschen schwäbische Toskana.

www.westallee.de

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