Kulturprojekt Ebene 0 verlässt das Züblin-Parkhaus

Lesungen, Partys, Ausstellungen: Acht Jahre hat die Ebene 0 das Züblin-Parkhaus mit kulturellen Events belebt. Jetzt hat das Kulturprojekt verkündet, dass der Mietvertrag nicht verlängert wird.

Stuttgart – Acht Jahre lang war das Züblin-Parkhaus eine kreative Spielwiese für die Ebene 0. Mehr als hundert Veranstaltungen hat das Kulturprojekt im Leonhardsviertel auf die Beine gestellt: Ausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen, Partys, Performances, Open-Air-Kino, Yoga, nachbarschaftliche Aktionen und vieles mehr. Dabei wurde immer wieder mit anderen Institutionen aus dem Kessel kooperiert – von Theater Rampe bis Citizen.Kane.Kollektiv. Eine große Leistung für einen kleinen gemeinnützigen Verein, der angetreten ist diesen Un-Ort im Zentrum der Stadt zum Leben zu erwecken.

Ebene 0: Ära geht zu Ende

Acht Jahre – das ist eine lange Zeit für ein Projekt, das ursprünglich temporär angedacht war. Und dennoch zeigt sich der Verein enttäuscht vom abrupten Ende. „Der Parkhausbetreiber stellte unseren gemeinnützigen Verein vor vollendete Tatsachen: Unser Mietvertrag wurde im April auf Ende Juni 2020 gekündigt“, so Daniel Zürn von der Ebene 0. Von der Entwicklung sei der Verein völlig überrascht worden.

Nun wird ein neuer kultureller Akteur den Platz der Ebene 0 einnehmen. Unter anderem soll nun ein Kulturkiosk entstehen. Mehr Infos dazu gibt es hier >>>

Zwei gute Nachrichten gibt es dennoch: Das Gartenprojekt auf dem obersten Parkdeck soll bestehen bleiben. Dort oben ist in den vergangenen sieben Jahren eine kleine, grüne Urban-Gardening-Oase mit Ausblick entstanden, in der gemeinschaftlich gegärtnert wird. Außerdem gibt es dort Bienenstöcke und eine Aquaponik-Anlage. Auch die jährlich stattfindenen Veranstaltungen sollen seitens des Nachmieters und des Parkhausbetreibers weiter stattfinden. „Dass diese Formate weiter bestehen können, freut uns – auch wenn wir über das abrupte und völlig unerwartete Ende unseres Projekts Ebene 0 traurig, verärgert und erschüttert sind“, so Zürn.

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