Klimaschutz – „Morgen fange ich wirklich damit an“

Der Klimaschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Die Folgen der globalen Erderwärmung sind den meisten eigentlich bewusst. Doch auf den Konsum von beispielsweise Plastik oder Fleisch zu verzichten, um das Klima zu schützen, fällt meist schwer. Ein paar Tipps, wie man sein Verhalten ändern kann.

Stuttgart – Die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg geht freitags nicht mehr zur Schule. Stattdessen sitzt sie vor dem schwedischen Parlament und streikt. Sie streikt für das Klima. Genauer gesagt dafür, dass wohlhabende Länder das Pariser Klimaabkommen einhalten und ihre Emissionen so reduzieren, dass das Zwei-Grad-Ziel eingehalten wird. Jetzt durfte sie sogar beim UN-Klimagipfel sprechen.

Wieso fällt es uns so schwer, für den Klimaschutz zu verzichten?

Greta ist für viele ein Vorbild. Sie verzichtet fürs Klima. Sie fliegt nicht mehr und fährt stattdessen tausende Kilometer mit dem Elektroauto. Sie rät außerdem, sich vegan zu ernähren und allgemein den Konsum einzuschränken. Das was Greta schafft, würden viele gerne schaffen, inklusive mir. Aber wieso fällt uns das eigentlich so schwer?

In den Nachrichten sehen wir Bilder von schlimmen Naturkatastrophen und hören, dass diese in Zukunft aufgrund des Klimawandels zunehmen werden. Wir sehen die mit Plastik verschmutzen Meere und Strände. Und auch in Deutschland merken wir schon ein paar Folgen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen, dass jetzt wirklich etwas unternommen werden muss, bevor es zu spät ist. Die Warnungen sind auf jeden Fall da und sie sind laut. Die Auswirkungen unseres Konsums sollten uns also bewusst sein. Aber das eigene Verhalten ändern und dagegen etwas zu tun, das ist noch mal eine andere Sache.

Fleischessen, Plastikmüll, Kaffee-To-Go-Becher, Autofahren und Fliegen sind nur wenige von vielen Faktoren, die sich nicht gerade super aufs Klima auswirken. Aber das Verzichten ist oft ein Dilemma. Die CO2-Ausstöße bei einer Flugreise sind beispielsweise sehr hoch. Bei einem Städtetrip nach Paris kann man meist easy auf das Flugzeug verzichten und stattdessen mit dem Zug fahren. Aber der Backpacking-Trip nach Asien oder Australien? Das gestaltet sich ohne Flugzeug schon etwas schwerer.

Der Verzicht auf Fleisch fällt da vergleichsweise eher leichter. Aber wie oft hat man sich schon vorgenommen, weniger oder gar kein Fleisch zu essen, nur um diesen Vorsatz dann wieder zu verwerfen, wenn man sich nachts nach dem Feiern einen Nachhauseweg-Döner holen will?

Und auch das mit dem Plastik ist so eine Sache. Im Alltag hat man oft viel Stress. Da muss noch die eine Uniaufgabe bis heute Abend fertig sein und die Pflanzen sollten auch mal wieder gegossen werden. Beim Einkaufen dann auch noch darauf achten, so wenig wie möglich plastikverpackte Produkte zu nehmen? Darauf hat man dann meistens – banal gesagt – einfach keine Lust mehr. Oft versucht man dann sein schlechtes Gewissen mit Sätzen wie „Das eine Mal ist jetzt nicht so schlimm“ und „Nächstes Mal mach ich’s dann wirklich besser“ zu beruhigen.

Wie kann ich’s nächstes Mal wirklich besser machen?

Ich glaube, es ist notwendig, sich die Konsequenzen seines Konsums wirklich bewusst zu machen. Theoretisch weiß man ja, dass die Plastikflasche „schlecht“ ist. Aber trotzdem fällt es einem manchmal schwer, sich vorzustellen, wie der eigene Plastikmüll jetzt genau im Meer landet. Es hilft, sich Dokumentationen über diese entsprechenden Themen anzuschauen. Und auch auf Instagram gibt es viele Influencer wie beispielsweise „Dariadaria“, die darüber aufklären und Tipps zu Alternativen geben.

Es kann auch helfen, bestimmte Handlungen zur Gewohnheit zu machen. Anzufangen, den eigenen wiederverwendbaren Kaffee-to-Go-Becher mitzunehmen, vegetarische oder vegane Tage in der Woche einzuplanen, mit dem Fahrrad statt dem Auto zu fahren.

Leider gibt es keine Zauberformel

Um sein Verhalten diesbezüglich zu ändern, muss man es einfach machen. So banal es klingt: Daran führt kein Weg vorbei und es gibt leider auch keine Zauberformel. Aber wenn wir uns einmal an bestimmte Dinge beziehungsweise Handlungen gewöhnt haben, dann werden sie irgendwann selbstverständlich und es fällt im Alltag leichter, darauf zu achten.

Nichtsdestotrotz sollte sich jeder ins Bewusstsein rufen, dass man nicht die alleinige Verantwortung für die Rettung der Welt trägt. Manchmal sind einfach nicht die finanziellen oder zeitlichen Ressourcen vorhanden, um jetzt beispielsweise plastikfrei einzukaufen. Das ist dann auch nicht weiter schlimm. Die Hauptsache ist, dass jeder sein Bestes gibt, und dort anfängt, wo es ihm möglich ist. Denn wenn jeder auch nur etwas Kleines für den Klimaschutz macht, kann schon sehr viel erreicht werden.

(Titelbild: Unsplash/Mert Guller)

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