Klimaschutz ist mehr als nur Diesel-Bashing!

Und täglich grüßt der Klimaschutz. Natürlich hat jeder seine eigene Meinung dazu. Doch persönliche Meinungen haben keinen Platz beim Thema Klimaschutz, findet unser Autor.

Stuttgart – „Und was soll dann mit meinem Diesel passieren?“ Die gesellschaftliche Debatte um den Klimaschutz ist oft inhaltslos. Die meisten Menschen kennen sich mit den Klimaschutz-Forderungen überhaupt nicht aus und denken Greta Thunberg will ihnen das Auto wegnehmen. Wo soll das alles hinführen? Zu einer besseren FFFuture? Oder nur zu schlechter Stimmung?

Greta Thunberg und ihr Schwarm

Vor einem Jahr haben sich auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt die ersten Aktivisten und Aktivistinnen der „Fridays For Future“-Bewegung getroffen. Auch wenn die FFF-Bewegung viel zu oft gehated wird: Seitdem wird, wie noch nie zuvor, über den Klimaschutz gesprochen! Sogar meine Oma spricht jetzt über Klimaschutz. Ich glaube, ich schenke ihr ein „GRANNYS FOR FUTURE“-Shirt zu Weihnachten.

Und das Dank Greta Thunberg und ihrem Schwarm. Doch nicht nur die „Fridays For Future“-Bewegung um die schwedische Umweltaktivistin fordert, dass es Zeit für Impulse ist. Selbst 11.000 Wissenschaftler stehen gemeinsam für die unterschiedlichsten Ziele auf, die mit dem Thema Klimaschutz zu tun haben.

Wer da noch abstreitet, dass es Zeit für Veränderungen ist, den kann man auch von seinem Dieselauto und Donald Trump Wackeldackel auf dem Armaturenbrett nicht mehr trennen. Doch diese Menschen der „Diesel-Fan-Kategorie“ verstehen nicht, dass sich die Forderungen von „Fridays For Future“ überhaupt nicht gegen sie richtet! „Fridays For Future“ appelliert nicht an einzelne Personen und verteufelt deren Lebensweise. (Obwohl manchen Menschen das regelmäßige Fahrradfahren wahrscheinlich sehr gut tun würde.) Es geht ihnen bei ihren Forderungen immer um direkte Signale an die Politik und Wirtschaft. Denn nur dort können Veränderungen flächendeckend ermöglicht werden.

Es geht ja nicht um Verbote, sondern um Alternativen!

Für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen, ist ein Aufruf an die Politik! Es ist schon klar, dass man nicht von heute auf morgen auf fossile Brennstoffe oder ein Auto verzichten kann. Doch man kann den Umstieg auf Alternativen fordern! Die können mit Staatsmitteln subventioniert werden, damit man damit wirtschaftliche Prozesse in eine nachhaltige Zukunft lenken kann. Dass aber auch diese politischen Maßnahmen nicht von heute auf morgen geschehen, ist klar. Deshalb bitte einfach mehr Geduld und weniger Reaktionismus à la „Ich habe aber auch noch eine Meinung dazu“. Das schafft wieder nur schlechte Stimmung und keine bessere Future!

Deshalb: Solidarisiert euch doch einfach mal mit dem Bestreben der Menschen, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Es gibt genügend Argumente, die nicht von der Hand zu weisen sind. Wenn ihr es selbst schon nicht aktiv tut, müsst ihr doch den Thunbergs dieser Welt auch keine Steine in den Weg legen oder ihnen mit Unverständnis gegenüber treten.

Klimawandel ist mehr als Diesel-Bashing. Denn es geht darum eine neue Haltung zu erreichen – und nicht um persönliche Meinungen.

Titelbild: Unsplash/Markus Spiske

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