Kesselherz: Das Beste, was Kaffee und Rum passieren kann

Aus der Welt in den Kessel: Das Start-Up Kesselherz spürt fair gehandelte Köstlichkeiten aus der ganzen Welt auf und bringt sie transparent und nachhaltig an die Damen und Herren Schleckermäuler der Stadt. Den Anfang machen Kaffee und Rum, doch Pläne gibt es viele.

Stuttgart – Hanil Talrizja war schockverliebt, kaum dass er das erste Mal einen Fuß in den warmen Sand der Karibik gesetzt hatte. Die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen, das Lebensgefühl, die Sandstrände, das Meer, das Wetter, die Luft, natürlich auch der Rum und der Kaffee: Das Füllhorn karibischer Genüsse ergoss sich erstmals 2013 über ihm und veränderte ihn nachhaltig. Ihm war klar: Da reichen nicht nur ein paar Wochen. Aus einer einfachen Reise wurde ein monatelanger Aufenthalt, aus Freizeit schnell die Idee für ein Start-Up: Die Spezialitäten des Landes aufspüren, importieren und fair, transparent und nachhaltig für den deutschen Markt aufbereiten.

Das Kesselherz schlägt für Qualität

Sieben Jahre später. Hanil ist der Dominikanischen Republik immer noch verfallen, hat viele Freundschaften und Handelsbeziehungen aufgebaut. Er spricht Spanisch und hat sein Start-Up zur Blüte gebracht: Unter dem Namen Kesselherz vertreibt er Rum, Rumlikör und Kaffee von höchster Qualität und produziert mit einem besonderen Augenmerk für Qualität und faire Deals.

Am Anfang war der Kaffee

Doch am Anfang, da stand der Kaffee. Und der löbliche Plan, ein Kaffeeprojekt in die Wege zu leiten, das nicht nur auf Profit aus ist, sondern den Bauern vor Ort hilft, ihre Existenz zu sichern und eine Perspektive aufzubauen. „Als mich ein Freund, dessen Familie in der Dominikanischen Republik Kaffee und Kakao anbaut, fragte, ob wir nicht gemeinsam ein Kaffeeprojekt starten wollen, war ich durchaus interessiert“, blickt Hanil zurück. „Dominikanischer Kaffee ist hierzulande nicht weit verbreitet, das klang spannend. Von Anfang an schwebte uns vor, das über einen direkten Handel aufzuziehen, von dem die Familie direkt profitiert. Wir kratzten all unser Geld zusammen, kauften die ersten sechs Tonnen Kaffee und legten los.“

Aus der Welt in den Kessel

Mit seinem Studium des Internationalen Marketings und seiner Erfahrung als Unternehmensberater brachte Hanil das nötige Rüstzeug mit, um das Start-Up von Anfang an auf stabile Füße zu stellen. Es gab da nur ein, sagen wir, kleines Problem: Er trank damals gar keinen Kaffee! Für einen Macher wie ihn kein Problem. Er fuchste sich vor Ort rein, war auf zahlreichen karibischen Plantagen unterwegs, machte Tastings und verfiel dem Land ebenso wie dem Kaffee.

Hanil: Vom Kessel in die Welt (alle Bilder: Kesselherz)

Sein Kaffee kommt mittlerweile aus zahlreichen verschiedenen Anbaugebieten, aus Peru, Honduras, Kuba, Indien oder Brasilien. Immer aber mit dem typischen Kesselherz-Ansatz: Gekauft wird direkt bei örtlichen Kooperativen, fair und nachhaltig muss es sein, stets nur die allerbeste Qualität. „In Honduras habe ich ein Frauenprojekt unterstützt, das ebenfalls Kaffeeanbau betreibt“, so Hanil. „Nach solchen Projekten halten wir mit Kesselherz gezielt Ausschau.“

Das vergoldete Kesselherz

Nicht lange ließ deswegen auch der Rum auf sich warten, das braune Gold der Karibik. „Ich wollte aber nicht irgendeinen Rum vertreiben, sondern meinen eigenen Rum kreieren.“ In Zusammenarbeit mit einem Traditionsunternehmen vor Ort, welches seit 1875 Rum veredelt, kreierte er sich einen 12- und einen 18-jährigen Rum und verpasste ihnen ein Portwein- und Bourbon-Finish.“ Mit dem älteren der beiden sackte er mal eben so eine Goldmedaille beim German Rum Award 2019 ein. „Damit habe ich bei dem Tasting wohl irgendeinen Nerv getroffen“, sagt der Stuttgarter bescheiden und selbst ein wenig verwundert. Er sei ja kein Rum-Profi, sondern nur jemand, der gerne Rum trinke.

Genuss online bestellen

Auf sein Herz hören. Manchmal ist das der richtige Weg. Auch bei seinem Rumlikör Pacha Mama, den es so nur bei ihm gibt. „Die darin verwendeten Gewürze und Kräuter werden in der Dominikanischen Republik seit Jahrhunderten in Getränken verwendet. Diese Gewürze habe ich in einen dreijährigen Rum eingelegt und dann Honig sowie einen Moscatel-Dessertwein aus Andalusien hinzugegeben.“ Nicht nur das: In der Dominikanischen Republik sagt man ihm überdies eine gesundheitsfördernde und aphrodisierende Wirkung nach.

Ideen hat Hanil auch darüber hinaus. Events, Tastings, eine mobile Bar und viele weitere Produkte aus aller Welt. War in diesem Jahr natürlich alles eher schwierig bis unmöglich, doch Hanil blickt zuversichtlich nach 2021. „Wir stehen erst am Anfang“, sagt er und grinst.

Bis es soweit ist, kann man seine Spezialitäten direkt im Online-Shop von Kesselherz bestellen.

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