Kathi Bretsch

Stuttgart, für immer erste Liebe: In unserer neuen Reihe erzählen Stadtkinder, was sie an ihrer City so lieben – und was sie so richtig nervt. Heute mit Kathi Bretsch, Super-Jami-Besitzerin, veganes Punk-Mädchen und tätowierte Illustratorin.

Stuttgart – Kathi Bretsch ist in der Stadt, um „die richtige Prise Salz und das nötige Häubchen Sahne ins Leben der Leute zu bringen“, sagt sie selbst von sich. Und meint damit natürlich: vegane Sahne – immerhin steht sie mit ihrem Partner Roman schon seit Januar 2015 hinter der Theke ihres „Vegan Deli“ Super Jami in der Bopserstraße. Dort gibt es alles ohne tierische Produkte, aber mit viel Liebe und Geschmack.

Wenn Kathi Bretsch nicht gerade kocht oder sich neue Rezepte ausdenkt, schreibt, gestaltet und illustriert sie Werke, die die Lücke zwischen veganem Kochbuch und Kunstband schließen. Ihren eigenen kleinen, schnuckeligen Verkaufswagen hatten sie diesen Sommer auch wieder auf dem Marienplatzfest oder dem Heusteigviertelfest stehen – wie immer unterwegs im Auftrag der fleischlosen Kulinarik.

Vegane Punk-Köchin: Kathi Bretsch vor ihrem Super Jami. Foto: Björn Springorum

Das ist Ehrensache für die beiden alten Gastrohasen, denen es als langjährige Veganer einfach stank, dass es in Stuttgart so wenig vegane Auswahl gibt. „Als wir mal dem Vorbesitzer unseres jetzigen Super Jami ein paar Sachen im Laden abkauften und er uns eher scherzhaft fragte, ob wir nicht den ganzen Laden nehmen wollen, hyperventilierten wir kurz“, erinnert sich Bretsch. „Dann war klar: Yes, we can make Stuttgart great again!“

In unserer Stadtkinder-Serie erzählt die ebenso mit Tattoos wie ihre Bücher mit Bildern übersäte Bretsch von ihrem ganz persönlichen Stuttgart – von Erinnerungen, Ärgernissen und Wünschen.

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