Junges Start-up hilft Gastronomen beim Strom sparen

Mit dem Start-up Koena Tec wollen drei junge Gründer eine Bewegung im Kessel starten: Ihr Ziel ist es, im Jahr 100 000 Kilowattstunden Strom in der Stuttgarter Gastronomiebranche einzusparen.

Stuttgart – Manuel Armbruster, Pirmin Boch und Malcolm Yadack verbindet der gemeinsame Energie-Background. Manuel und Pirmin studierten Bauphysik an der Hochschule für Technik in Stuttgart. Ein gemeinsames Projekt zum Strommarkt brachte sie mit Malcolm zusammen, der damals noch für die Tübinger Stadtwerke arbeitete. So entstand auch die Idee zum Start-up Koena Tec. Es zeigte sich, dass vor allem Gastrobetriebe enorm hohe Energiekosten haben – unter anderem durch die Geräte, die in Restaurants, Bars und Co. in Verwendung sind. Ein Thema, dem sich die drei Gründer nun in ihrem noch sehr jungen Start-up widmen wollen.

Start-up hilft Stuttgarter Gastronomiebetriebe energieeffizienter zu machen

Für Gastronomen ist es schwierig einzuschätzen, welche ihrer Geräte wahre Stromfresser sind und wie man diese effizient einsetzt. Deshalb haben die Jungs eine Messweise entwickelt, mit der genau diese Daten gesammelt und später ausgewertet werden können.

„Das ist eine Art Modul, welches man zwischen Steckdose und Gerät steckt. So können wir den Stromverbrauch sowie die Zeiten, in denen das Gerät auch wirklich genutzt wird, messen.“ Ziel ist es, herauszufinden, wann auf das entsprechende Gerät verzichtet werden kann. „Wir wollen dazu beitragen, dass Gastronomiebetriebe energieeffizienter werden“, erklärt Manuel. So, dass Stuttgarter Betreiber dabei einsparen – laut belegtem Mittelwert sogar 20 Prozent der Gesamtkosten.

„Natürlich kommt es auch immer darauf an, welche Art von Gastronomie es ist. Ob es sich um eine Bar mit Tagesbetrieb handelt oder ein Restaurant, das erst ab 17 Uhr öffnet.“

Zusammenarbeit mit Kaffeemaschinen-Herstellern

Früh wird klar: Ohne die passenden Geräte, ist das in der Realität schwer umzusetzen. „Es gibt zwar andere klassische Energiemanagement-Systeme, aber die eignen sich nicht dafür oder sind viel zu teuer, so Manuel.

Deshalb arbeitet Koena Tec nun mit speziellen Geräteherstellern zusammen. „Wir lernen also zunächst, wie der Betrieb funktioniert, um anschließend direkt die Umsetzung anzubieten – nämlich Geräte, die angepasst an den jeweiligen Betrieb, den Verbrauch managen.“

Da das Start-up noch am Anfang steht, ist es für Manuel, Pirmin und Malcolm zunächst wichtig, einen Fokus zu setzen – und mit der Kaffeemaschine haben sie sich für das Gerät entschieden, das am meisten genutzt wird und viel Energie zieht.

„Wir starten jetzt mit einem Kaffeemaschinen-Hersteller, wollen in Zukunft aber unsere Geräteauswahl erweitern.“

Besonders wichtig sei ihnen, den Gastronomiebetrieb nicht einzuschränken: „Es macht keinen Sinn, Empfehlungen zu geben, die sich nicht umsetzen lassen. Ein Café kann und soll nicht auf die Kaffeemaschine verzichten müssen, nur um Strom zu sparen.“

Mit Gastronomen Stuttgart nachhaltiger machen

Auch wenn alle drei keine gebürtigen Stuttgarter sind, ist der Kessel die Heimat des Start-ups. Momentan begrenzen sie dessen Aufbau lokal: Mit dem Büro im Steyg-Office, einem Start-up-Hub in der Nähe vom Hauptbahnhof, haben die Gründer ein kreatives Umfeld und Netzwerk gefunden. „Das Start-up-Ökosystem dort bringt uns wirklich viel.“

In der Stuttgarter Gastro-Szene müssen sie dafür mit ihrer Idee von Tür zu Tür wandern: „Gerade gehen wir wirklich aktiv auf Stuttgarter Gastronomen zu.“ Mit Markus Philipp und Paul Benjamin Scheibe vom Tatti hat Koena Tec bereits zwei wichtige Supporter gefunden.

Nachhaltigkeit wird in Stuttgart ein immer wichtigeres Thema. Es gibt Unverpackt Läden, Menschen kaufen immer häufiger regional ein und fahren Fahrrad:

„Jetzt ist es an der Zeit, die Gastro-Szene gemeinsam energieeffizienter zu machen.“

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