Jigger & Spoon ist die beste neue Bar

Die Bar Jigger & Spoon feiert Einjähriges. Und kann sich jetzt schon über die zweite hochkarätige Auszeichnung freuen! Hat natürlich nicht nur etwas damit zu tun, dass sie in einem alten Tresor untergebracht ist!

Stuttgart unter Tage – In Gastro-Kreisen hat das Wort des Barkultur-Magazins Mixology durchaus Gewicht. Umso mehr dürften sich die Macher des Jigger & Spoon einige Meter unter der Gymnasiumstraße gefreut haben, vom Fachblatt schon zum zweiten Mal binnen eines Jahres ausgezeichnet worden zu sein. Erst als eine der wichtigsten Bar-Neueröffnungen des Jahres 2017, jetzt auch als „neue Bar des Jahres 2019“. Ist ja irgendwie wie Oscar und Grammy zusammen, oder? Geschäftsführer Eric Bergmann zumindest zeigt sich im Stadtkind-Interview sehr erfreut.

Stuttgart hat die beste neue Bar

Beste neue Bar 2019 – wie fühlt sich das an? Das ist zunächst mal natürlich eine riesengroße Ehre. Von einer so hochkarätig besetzten Jury ausgezeichnet zu werden, ist etwas ganz Besonderes. Aber natürlich ist es auch mit einem gewissen Druck verbunden. Ich meine, jetzt gilt es, diesen hohen Standard zu halten. Als beste neue Bar gehen wir nächstes Jahr nicht wieder ins Rennen, also befinden wir uns ab sofort im Haifischbecken mit all den anderen großartigen Kollegen. Das wird auf jeden Fall spannend!

Jetzt gibt es euch ziemlich genau ein Jahr in Stuttgart. Warum habt ihr die Beteiligung von Star-Choreograf Eric Gauthier eigentlich so lang geheim gehalten? Er ist in Stuttgart ja irgendwie everybody‘s darling… Geheimnisvoll ist so ein alter Banktresor ja grundsätzlich schon mal. Aber das eine oder andere tatsächliche Geheimnis macht die Sache doch erst richtig interessant, oder nicht?

Kaminzimmer ohne Kamin

Was macht das Jigger & Spoon sonst so besonders? Ich bezeichne die Bar immer als Kaminzimmer ohne Kamin. Ein gemütlicher Rückzugsort. Hinter den 90 Zentimeter dicken Stahlbetonwänden sucht man vergeblich nach Handyempfang. Wer dennoch erreichbar bleiben möchte, dem stellen wir mittels WLAN die nötige Internetverbindung zur Verfügung.

Ihr operiert ja ein wenig nach dem Speakeasy-Prinzip: Oben klingelt man, um unten eingelassen zu werden. Hat das nur räumlich bedingte Gründe oder ist euch das als Statement wichtig? Da wir uns in einer Querstraße zur Theodor-Heuss-Strasse befinden reifte schon recht früh der Gedanke, keine ständig offene Tür zu haben. Auch der Eingang an sich ist recht unauffällig eingerichtet. Man erkennt nicht, dass sich hinter der Glasschiebetür eine Bar verbirgt. Wir setzen nicht auf Laufkundschaft, sondern auf Gäste, die gezielt zu uns kommen und daher schon einigermaßen wissen, was sie erwartet.

15.000 Arbeitsstunden für den Umbau

Werden denn viele Gäste abgewiesen? Grundsätzlich möchten wir es jedem Gast ermöglichen, unsere Bar zu besuchen. Stark angetrunkene Personen und die, die auf Krawall oder Party aus sind, verwehren wir aber durchaus den Einlass.

Werfen wir doch noch mal einen Blick auf den Umbau. Gar nicht so einfach, einen alten Tresor in eine Bar zu verwandeln, oder? Glücklicherweise ist einer unserer Gesellschafter Bauunternehmer. Seine Firma hat dementsprechend auch die gesamten, extrem aufwendigen und teilweise fast unmöglichen Umbauarbeiten durchgeführt. Tresorwände sind nun mal nicht dafür geschaffen, angebohrt zu werden. Insgesamt sind allein in den Umbau 15.000 Bauarbeiter-Arbeitsstunden geflossen.

www.jiggerandspoon.de

Foto: Jessica Morfis

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