#Januhairy – So ermutigt eine Studentin andere Frauen dazu, sich nicht zu rasieren

Die 21-jährige Studentin Laura Jackson hat auf Instagram den Hashtag #Januhairy – ein Wortspiel aus „January“ und „hairy“ –  ins Leben gerufen. Dadurch will sie andere Frauen ermutigen, sich nicht zu rasieren und zu zeigen, dass Körperbehaarung ganz normal ist.

Stuttgart – Heutzutage gibt es gefühlt endlose Möglichkeiten, wie man sich die Körperbehaarung entfernen (lassen) kann. Rasieren, Enthaarungscreme, Waxing oder epilieren (um nur ein paar zu nennen) – das alles kann auf Dauer nicht nur teuer und schmerzhaft werden, sondern ist vor allem auch sehr zeitaufwendig. Die 21-jährige Laura Jackson aus England wollte damit nun aufhören. Auf Instagram startete sie das Hashtag #Januhairy – ein Wortspiel aus „january“ und „hairy“. Sie möchte damit andere Frauen ermuntern, sich im Januar die Körperbehaarung nicht zu entfernen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Hi I’m Laura, the gal behind Januhairy! I thought I would write a little about my experiences and how Januhairy came about... I grew out my body hair for a performance as part of my drama degree in May 2018. There had been some parts that were challenging for me, and others that really opened my eyes to the taboo of body hair on a woman. After a few weeks of getting used to it, I started to like my natural hair. I also started to like the lack of uncomfortable episodes of shaving. Though I felt liberated and more confident in myself, some people around me didn’t understand why I didn’t shave/didn’t agree with it. I realised that there is still so much more for us to do to be able to accept one another fully and truly. Then I thought of Januhairy and thought I would try it out. It’s a start at least . . . I have had a lot of support from my friends and family! Even though I had to explain why I was doing it to a lot of them which was surprising, and again, the reason why this is important to do! When I first started growing my body hair my mum asked me “Is it you just being lazy or are you trying to prove a point?” . . . why should we be called lazy if we don’t want to shave? And why do we have to be proving a point? After talking to her about it and helping her understand, she saw how weird it was that she asked those questions. If we do something/see the same things, over and over again it becomes normal. She is now going to join in with Januhairy and grow out her own body hair which is a big challenge for her as well as many women who are getting involved. Of course a good challenge! This isn’t an angry campaign for people who don’t see how normal body hair is, but more an empowering project for everyone to understand more about their views on themselves and others. This picture was taken a few months ago. Now I am joining in with Januhairy, starting the growing process again along with the other wonderful women who have signed up! Progress pictures/descriptions from our gals will be posted throughout the month. Lets get hairy 🌵 #januhairy #bodygossip #bodyhairmovement #happyandhairy #loveyourbody #thenaturalrevolution #natural #hairywomen #womanpowe

Ein Beitrag geteilt von Januhairy (@janu_hairy) am

„Keine wütende Kampagne, sondern ein empowerndes Projekt“

Auf Instagram erzählt sie, wie die Idee für „Januhairy“ entstand. Im vergangenen Jahr musste sie sich für eine Performance ihre Körperhaare wachsen lassen. „Nach ein paar Wochen habe ich mich daran gewöhnt und habe angefangen, mein natürliches Haar zu mögen. (…) Obwohl ich mich befreit gefühlt habe und selbstbewusster wurde, haben manche Menschen in meinem Umfeld nicht verstanden, wieso ich mich nicht rasiere. Ich realisierte, dass es noch viel zu tun gibt, bis wir uns selbst voll und ganz akzeptieren“, schreibt Laura.

„Ich bekam viel Unterstützung von meinen Freunden und meiner Familie“, erzählt sie. Gleichzeitig bemerkte sie aber auch, wie oft sie erklären musste, wieso sie sich nicht rasiert. Auch ihre Mutter fragte sie, ob sie nur zu faul sei oder jemandem irgendwas beweisen wolle. „Wieso sollten wir faul sein, nur weil wir uns nicht rasieren? Und wieso sollten wir jemandem irgendwas beweisen wollen?“, fragt Laura unter ihrem Instagrampost.

„Das ist keine wütende Kampagne gegen Menschen, die Körperbehaarung nicht als normal ansehen, sondern ein empowerndes (ermächtigendes) Projekt für jeden, um mehr über die eigene Sicht auf sich selbst und andere zu verstehen“, erklärt sie.

Auf Instagram gibt es derzeit unter dem Hashtag schon mehr als 3.500 Fotos, in denen Frauen ihre Körperhaare zeigen. Alle mit dem gemeinsamen Ziel, zu zeigen, dass Körperhaare bei Frauen nichts anderes als normal sind und man sie nicht entfernen oder verstecken muss.

Mehr aus dem Web