Ins Rampenlicht: Der Produzent Chris Fader macht jetzt auch Musik!

Nach vielen Einsätzen für Stuttgarter Musiker und internationale Kunden strebt der Produzent Chris Fader jetzt auch selbst in die Öffentlichkeit. Ob aus seinem Studio im Stuttgarter Westen oder mit seinem mobilen Aufnahme-Equipment irgendwo an einem sonnigen Strand: Seine Songs sind perfekt für den Sommer.

Stuttgart – Das Los der Produzentinnen und Produzenten ist ein weitgehend einsames. Während ihre Klientinnen und Klienten im Rampenlicht stehen und die für sie oder mit ihnen komponierten Songs trällern, bleiben die strippenziehenden Figuren weitgehend im Schatten verborgen. Meistens zumindest. Mit Chris Fader wagt jetzt mal wieder einer aus dem Hintergrund den Schritt aus seinem Studio in die Öffentlichkeit. Chris ist zu gleichen Teilen Stuttgarter und Weltenbummler, ein Musiker durch und durch. Einer, der immer schon dorthin ging, wo ihn die Musik hinführte.

Produzent oder Popstar?

Das waren bisher vor allem diverse Studios. Im Stuttgarter Westen, wo Chris auch heute noch ein Studio besitzt, aber auch im Rest der Welt. Damit soll nicht Schluss sein. Neu ist aber: Chris macht jetzt auch unter seinem eigenen Namen Musik. Und die sollte man echt mal gehört haben! „Die Idee, als Künstler mit meiner eigenen Musik durchzustarten, schwirrt schon eine ganze Weile in meinem Kopf herum“, erzählt er uns. Nicht nur in seinem: Gefühlt ständig wurde er von Freunden oder Kollegen gefragt, wieso zum Henker er nicht längst selbst Musik macht. Ende 2019 ist es dann soweit: Der erste wirklich eigene Song entsteht. „Ich wollte es einfach mal ausprobieren: Komplett unabhängig einen Song von Anfang bis Ende schreiben und produzieren“, sagt er und man spürt noch die Aufregung.

Aus Stuttgart in die weite Welt

Denn auch wenn Chris im Studio stets in irgendeiner Form selbst aktiv wird: So ein ganz eigener Song ist eben doch noch mal was anderes. Erfahrung hatte er zu diesem Zeitpunkt schon genügend: Als Produzent hat er sich in Stuttgart längst einen Namen gemacht. Er steht beispielsweise ganz oder teilweise hinter Werken der Sängerin Kim oder Noah Kwaku, der ja mittlerweile als Nopé aktiv ist.

Dazu hatte er seine Finger bei diversen TV-Geschichten und Werbespots im Spiel. „Alles was ich jetzt tue, weiß und anwende, stammt aus meiner Zeit, aus meinen Erfahrungen als Produzent und Songschreiber“, nickt er und grinst breit: „Der einzige Unterschied ist, dass ich jetzt selbst vor dem Mikro stehe und somit meine eigene Stimme hören muss.“

Chris Fader live im Merlin (Bild: privat)

Dieses Jucken in den Fingern

Zahlt sich jetzt alles aus. Die einzige große Umgewöhnung ist die, jetzt eben selbst die ganze Aufmerksamkeit zu bekommen. „Ehrlich gesagt war genau das ein Punkt, den ich immer sehr genossen habe: Nicht im Rampenlicht stehen müssen, hinter den Kulissen in Ruhe meine Arbeit erledigen“, holt er aus. „Mich hat es aber oft in den Fingern gejuckt, einen fertigen, guten Song nach außen hin zu tragen, zu pushen, zu promoten. Einfach zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt.“ Das kann er jetzt. Eine Nummer wie „Fade Away“ gefällt mit lässig-verschlepptem Beat und bluesigem Pop. „Don‘t You Give Up“ punktet mit herrlich souliger Aura und flotten Bläsern. Visualisiert wird das dann alles von Charlotte Lieb. Sie ist für seine Artworks, aber auch für Teaser und Videos zuständig.

Prägend war der Freundeskreis

Für Chris soll das nur der Anfang sein. „Ich könnte – würde es die Zeit zulassen – wahrscheinlich zehn Songs am Tag schreiben und im Studio produzieren“, sagt er. Ein Album wird es dennoch erst mal nicht geben. „Stattdessen werde ich alle zwei oder drei Wochen einzelne Singles veröffentlichen.“ Aus denen wird man dann auch seine musikalische Sozialisation in Stuttgart heraushören. Mal mehr, mal weniger stark. „Allein die Zeiten von Freundeskreis oder den Fantastischen Vier haben mich extrem geprägt“, erzählt er. „Aber auch Erinnerungen an Jazz-Konzerte wie die von meinem Verwandten Eberhard Weber sind für mich noch heute sehr präsent. Ich bin sehr dankbar, dass Stuttgart eine sehr musikalische Stadt war und ist und ich viel davon abbekommen habe.“

Hauptsache warm, Hauptsache Strand

Baldmöglichst will er auch etwas zurückgeben – mit seiner eigenen Band auf einer Stuttgarter Bühne. Als Produzent wird er aber weiterhin arbeiten. Und das längst nicht nur in Stuttgart. „Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Meine Eltern und Geschwister leben hier und ich behaupte mal, einen großen Freundeskreis hier zu haben. Somit“, meint er, „wird Stuttgart immer eine Homebase für mich bleiben. Natürlich auch, weil ich mein Studio hier habe. Doch die Welt ist groß und meine Arbeit ermöglicht es mir, überall zu komponieren und zu produzieren. Also bin ich sehr oft im Ausland, in warmen, sonnigen Ländern.“ Er lächelt. „Und in der Regel ganz, ganz nah am Meer.“ Wenn er in Stuttgart ist, trifft man ihn natürlich in seinem Studio. „Oder in Restaurants oder Cafés mit großer veganer Auswahl.“ Sonnenverwöhnt, lässig, genussvoll: Klingt ganz so wie seine Musik.

Hier geht‘s direkt zu seiner Musik!

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