Im Galao geht’s weiter

Nach der Sanierung öffnet die Terrasse des Galaos wieder – der Innenraum bleibt weiterhin geschlossen.

Stuttgart – Es gebe wieder Hoffnung, sagt Reiner Bocka, Wirt des Galao an der Tübinger Straße. Seit Ende Juni hatte sein Café geschlossen. Nun können Bockas Mitarbeiter zumindest wieder auf der Terrasse vor dem Café servieren.

Galao ist teilweise noch im Exil

Bocka und seine Mitarbeiter wollten vor einigen Monaten lediglich eine Kloschüssel austauschen. Dabei stellten sie massive Schäden an einer Fachwerkmauer fest.  Alte Rohre seien undicht geworden und hätten das Holz in der Wand vermodern lassen, berichtete Bocka.

Noch Ende Juli erklärte der Wirt, dass nicht absehbar sei, wann das Café wieder eröffnen könne. Bocka nannte die Schließung eine Katastrophe. Denn der Sommer ist für Gastronomen eine besonders umsatzstarke Zeit. Die Mitarbeiter erhielten weiter Gehalt, müssten aber untätig bleiben, sagte er.

Die Nachbarn unterstützen das Galao

Nun haben die Behörden dem Galao gestattet, den Betrieb teilweise wieder aufzunehmen.  „Wir servieren auf der Terrasse, der Innenraum bleibt aber weiter geschlossen“, sagt Bocka.

Seine Mitarbeiter hätten nun endlich wieder etwas zu tun, meint er. „In der Küche muss nicht renoviert werden, sie steht also zur Verfügung“, sagt Bocka. Die benachbarten Gastronomiebetriebe unterstützen das Café gleichfalls. „Unsere Gäste dürfen dort die Toilette benutzen“, meint er. Konzerte werde es wegen der Schließung des Innenraums allerdings weiterhin nicht im Galao geben, sondern an externen Orten.

Wir zeigen, dass wir wieder präsent sind.

Die Hoffnung, von der Bocka spricht, richtet sich auf die nahe Zukunft. Das Galao möchte sobald wie möglich die Sanierung des Innenraums bewerkstelligen, damit das Café an der Tübinger Straße in der kühlen Jahreszeit auch wieder innen    geöffnet haben kann.

Die Öffnung der Terrasse sei für seine Mitarbeiter und auch die Stammgäste des Lokals nun vor allem mental wichtig, sagt der Wirt. „Wir zeigen, dass wir wieder präsent sind“, sagt Bocka.

Autor: Cedric Rehmann

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